Von Ponferrada nach Cacabelos (486m)

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Von Ponferrada nach Cacabelos (486m)
Cacabelos, Spain

Cacabelos, Spain


Heute Nacht hatte ich glücklicherweise wieder meine gelben Stöpsel im Ohr und bin nach zwei Glas Rotwein, vom Reisebericht schreiben und hochladen der Bilder totmüde und schlafe sofort ein. Sabine hingegen hatte dieses Mal keinen Rotwein, keine Berichte geschrieben UND keine gelben Schalldämpfer in den Ohren. Die Folge: Seeeehr schlechter Schlaf, man sieht es ihr deutlich an. Sabine beschreibt mindestens fünf verschiedene Handyklingeltöne, knarzende Bettroste, Hustenanfälle, Schnarchgeräusche, unter anderem die von mir (jaja …der Wein, der Wein :-). Die Abwasserleitung der sanitären Anlagen führt direkt durch unser Verlies. So hört man bei jedem Spülvorgang den Darminhalt am Winkelrohr aufschlagen, bevor er um die Ecke weiter nach unten rauscht. Mahlzeit. 🙂

Apropos Mahlzeit: Beim Früstück sitzen die Phillipsburgerin, deren Freund aus Rauebeeig kommt und der Schweizer Walter. Die liebe Lou aus Brasilien setzt sich zu uns an den Frühstückstisch.

Der Weg aus der Stadt ist schlecht beschildert, aber dank Stadtplan im Reiseführer und gutem Orientierungssinn finden wir auf Anhieb hinaus. Merkwürdig ist, dass in der Herberge schätzungsweise 200 Leute sind, aber man auf dem Weg kaum jemanden antrifft.
Der Camino ist hier we***** spektakulär. Wir laufen hauptsächlich auf geteerten Straßen in der Ebene bei angenehmen Temperaturen und Sonne.

Wir machen eine Kaffeepause in Fuentes Nuevas und treffen den Schweizer namens Walter. Die Neuseeländerinnen Debbie und Adea und der kanadische Storch Paul laufen nach einem Smalltalk diesmal vorbei. Kurze Zeit später kommen Rita und Wolfgang aus Berlin vorbei und schwärmen uns von ihrem Hotel vor, während Sabine neidvoll zuhört. Dann kommt Ingrid aus Karlsruhe, setzt sich dazu und trinkt noch einen Kaffee mit uns.

Weiter führt der Weg durch einen langgezogenen Ort namens Camponaraya. Nach dem Ort wird es landschaftlich wieder schöner, weil es ein von Weinreben eingesäumter Feldweg ist. Hin und wieder laden Kischbäume zu einer kleinen Naschrast ein. Wir hören hinter uns immerzu eine Frau mit schlimmem österreichischem Dialekt. Wir tun so, als ob wir unsere Schuhe binden wollen und lassen sie an uns vorbei ziehen. Wir hatten Angst uns könnte es so gehen wie Hape mit der Österreicherin, die immerzu „A Gschäfdarl“ gesucht hat.
Wir haben fast unendlich viel Zeit für unsere 425 km, so beschliessen wir, diese Etappe wieder etwas früher zu beenden, damit wir nicht eine Woche auf unseren Rückflug warten müssen. Unser Etappenziel ist diesmal nur ca. 18 km entfernt, es heisst Cacabelos. Sabine ist auch hundemüde und sehnt sich nach einer ruhigen Herberge.

Die Albergue municipal „Santuario de la Quinta Augustia“ liegt am Ortsausgang von Cacabelos Richtung Villafranca. Es ist eine recht originelle, um die Kirche errichtete Herberge und besitzt 35 Einzelzellen mit jeweils zwei Einzelbetten und genügend Ablageflächen darin. Sie ist perfekt ausgestattet und ein echter Luxus für 5 Euro. Die sanitären Anlagen sind sauber. Es gibt viel Platz, um seine Wäsche zu waschen und auch genügend Wäscheständer, um die Wäsche in der Sonne zu trocknen.
Da es noch früh am Tag ist, beschliesse ich, alles gründlich zu waschen. Sabine holt währenddessen Ihren Schlafmangel nach.
In der Herberge übernachten auch Lou aus Brasilien, Rita und Wolfgang aus Berlin und Heinz Erhardt, der mit richtigem Namen Dieter heisst.

Den Abend verbringen wir in einem sehr netten Restaurant zusammen mit Dieter aus Hannover, Rita und Wolfgang aus Berlin und Lou aus Brasilien. Heute haben wir geschlemmt. Das 3-Gänge-Menü (Gemüsesuppe oder Fischsuppe, Gemüse-Lasagne oder Fleisch mit Pommes Frites, Salat und einen Schokoladenkuchen oder Crepes mit Schoko oder Milchreis oder Karamellpudding), dazu gibt es Brot, Wasser und Rotwein für schlappe 9 €, war eines der Besten auf dem ganzen Camino.

Für die morgige Bergetappe sind wir jetzt bestens vorbereitet 🙂

Wetter: angenehm mild, sonnig.

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van der Voorden PHOTOGRAPHY
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