Etappe 3: Hirschhorn – Eberbach

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Etappe 3: Hirschhorn – Eberbach
Hirschhorn (Neckar), Germany

Hirschhorn (Neckar), Germany


Als wir die Augen öffnen, genießen wir nochmal den herrlichen Blick auf’s andere Ufer.

Der Frühstückstisch ist liebevoll gedeckt. Das Frühstück nehmen wir in angenehmer Atmosphäre und Gesellschaft ein. Am Nachbartisch sitzt eine ca. 70 jährige Dame mit Ihrer ca. 13-jährigen Enkelin. Sie wohnen in der Schweiz und sind zu Besuch bei der Mutter der 70-jährigen, die schräg gegenüber wohnt, aber zu wenig Platz für Gäste hat.
Wir plaudern viel über ihre Heimat Hirschhorn, das Wandern und sonstige Dinge.
Weil Ostersonntag ist, fragen wir den Herrn des Hauses, ob wir uns gegen Bezahlung etwas Proviant für unterwegs mitnehmen können. Er hat nichts dagegen und gibt uns noch ein paar Brote mit.

Wir packen unsere Sachen zusammen und wollen uns auf den Weg machen. Draußen vor der Tür steht eine alte Dame, mit der wir sofort ins Gespräch kommen. Sie wartet bereits auf ihre Tochter und Ur-Enkelin. Ihr Mann sei in Russland im Krieg ums Leben gekommen. Sie habe ihre drei Kinder alleine großziehen müssen. Sie habe es immer sehr schwer gehabt, sei aber immer sehr glücklich und zufrieden gewesen.
Sie meinte, das sei ihr Lebenselixier: Zufriedenheit!
Und so wirkte sie auch. Sehr zufrieden und lebensbejahend. Ihre 91 Jahre sieht man ihr keineswegs an.
Sie hat 20 Enkel und Urenkel. Wir verabschieden uns, haben viel positive Energie geladen und setzen unseren Neckarsteig fort.

Zunächst geht es wieder hinüber auf die andere Neckarseite, nochmal durch die Altstadt von Hirschhorn. Vor dem Torbogen führen ein steiler Weg und einige Stufen hinauf zum Schloss Hirschhorn, welches heute ein Hotel und Restaurant ist.
Das mittelalterliche Schloss erstreckt sich auf einem Bergsporn oberhalb des Städtchens. In der ummauerten und von Türmen bewehrten Burg sind Bergfried, Palas, Marstall, sowie mehrere Tor- und Wirtschaftsgebäude erhalten.

Ein steiler Serpentinenpfad führt hinauf, an dessen Ende es auf einen Bergkamm in Richtung “Himmel“ geht. Sehr meditativ kann so ein stetiger, gleichmäßiger Aufstieg sein.
Wir folgen den Wegweisern Richtung Igelsbach.

An einer Spitzkehre im Gretengrund kommt gerade die Sonne zum Vorschein, so dass wir beschließen, auf einem Felsvorsprung in der Sonne eine Rast zu machen.

Nun geht es zum Neckar hin immer bergab, dann schwenkt der Weg nach links in Richtung Eberbach. Kurz vor Eberbach lassen wir uns auf einer Bank nieder, um die warmen Sonnenstrahlen einzufangen, bevor wir die letzten hundert Meter in Angriff nehmen.

Wir trödeln noch mit den Rucksäcken auf dem Rücken durch die sehenswerte Stadt und besuchen noch in ein Café, bevor wir unser Domizil “Gasthof Stern” aufsuchen.

Der Aufgang in unser Zimmer wird begleitet von intensivem Fritteusenfettgeruch. Ich war kurz davor, eine Kehrtwende einzulegen. Jedoch hat die Müdigkeit und Bequemlichkeit gesiegt. Es würde nur unnötige Energie verschwenden und eigentlich freut man sich nur noch auf ein Bett.

Allerdings war der Geruch so penetrant, dass ich keinesfalls hier zu Abend essen wollte. So schlenderten wir noch eine zeitlang durch die Altstadt, kletterten noch auf den Pulverturm und kehrten ein zum Hotel “Zum Karpfen”. Das Ambiente dort war jedenfalls um einiges besser und das Essen und Personal waren super.

Wir nehmen den Hintereingang, um auf unser Zimmer zu kommen. In der Zwischenzeit hat sich auch der penetrante Fettgeruch verdünnt, so dass man wenigstens schlafen konnte.

GPS-Daten Etappe 3

Wetter: teilweise sonnig, kalt

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van der Voorden PHOTOGRAPHY
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