Etappe 5: Von Buchs zum Rheindelta am Bodensee

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Etappe 5: Von Buchs zum Rheindelta am Bodensee
Rheindelta Fußach, Austria

Rheindelta Fußach, Austria


Heute ist die ‚wärmste‘ Nacht und wir können beide endlich mal gut schlafen. Um 8.20 kommen wir aus den Federn. Als wir aus dem Zelt klettern, sind die beiden Radfahrer, die ihr Zelt auf der anderen Seite der Wiese stehen haben, schon weg. In der Nacht bleibt es trocken aber es hängen dicke dunkle Wolken am Himmel. Mildes Klima ohne Sonne ist perfektes Radlwetter. Nach dem Duschen packen wir unsere 7 Sachen, steigen auf unsere bepackten Velos und ziehen los. Nicht lange, denn schon ein Steinwurf vom Camping entfernt ist schon unser nächstes Ziel. Die kleinste und schönste Stadt der Schweiz. Sie hat 90 Einwohner und heisst Werdenberg. Die Holzbauten stammen noch aus dem Mittelalter und sind noch immer bewohnt. Selbst ein Kindergarten befindet sich im oberen Bereich der Kleinstadt in einem Turm. Ein paradisischer Ort. Am oberen Ende, beim Kindergarten lockt uns ein Wegweiser einen extrem steilen Wanderweg hinauf zum Schloss. Man kann es von hier aus schon sehen. Kurzentschlossen pressen wir in die Pedale, um auf das Schloss zu kommen. Wie das immer so ist, hat man von Burgen und Schlössern die schönste Sicht. So auch hier. Traumhafte Ausblicke auf Buchs und die dahinter liegenden Berge. Der Radelweg Nummer 2 führt von hier aus durch Grabs, Frümsen und Obernet nach Altstätten. Heute gibt es nur kleine Wellen, keine ernsthaften Steigungen. Der schön angelegte Radweg geht heute etwas abseits des Rheins über Felder. Hier und da gibt es Höfe, Schafe, Ziegen, Pferdekoppeln und Kuhwiesen. In der Altstadt von Altstätten machen wir eine ausgiebige Rast und lassen heute ausnahmsweise mal andere für uns kochen und zahlen in harter Währung. Nach der Pause satteln wir alles auf und ziehen weiter. Sabine stellt ihr Bike ausnahmsweise auf die Stufe ‚Tour 3‘ und geht auf einmal ab wie die Post. Ich habe Mühe, ihr im Windschatten hinterher zu kommen. Wahrscheinlich liegt es daran, dass die Sogwirkung eines dünnen Herings kaum Windschatten bietet. Plötzlich assoziiere ich die Fahrt mit Starlight Express und fühle mich wie die neue E-Lok ‚Electra‘, obwohl eigentlich Sabine elektrisch unterstützt wird. Lauthals singe ich auch das Lied ‚Starlight Express‘ dazu und Sabine stimmt mit ein. Immerhin hat unser komplettes Gefährt 5 Räder hintereinander und mutet schon ein wenig einem Zug an. Die schöne Landschaft zieht im Nu an uns vorbei. Es ist ein sehr schöner, abwechslungsreicher Weg über Wiesen, Flure und Ackerland. Dann führt die Route an einem kanalartigen Flüsschen namens Rietaach entlang, das später in den Rheintaler Binnenkanal mündet.

In Fußach füllen wir unsere Vorräte bei Nah &amp; Gut auf, bevor wir die letzten 5 Kilometer zum Campingplatz in Angriff nehmen.

Zum ersten Mal liegt uns der Bodensee zu Füßen. Wer nehmen den Dammweg entlang des Naturschutzgebietes ‚Rheindelta‘, dessen Ufer mit Riet bewachsen ist.

Auf den letzten 15 km mussten wir wieder in unsere Regenklamotten steigen, um nicht völlig durchnässt zu sein.

Auf dem Campingplatz ‚Rohrpitz‘ haben wir die Wahl zwischen verschiedenen Tarifen. Ohne den Platz vorher zu sehen, habe ich den ‚Superspartarif‘ gewählt. Am Platz angekommen, sind wir doch sehr erschrocken, denn unser Nachbar hat sein Zelt direkt an die ‚Grenzlinie‘ gestellt, so dass uns genau 30cm Platz bleiben, um unser Zelt daneben zu stellen. Die Zelle ist so klein, dass wir so manchen Hering in die Nachbargrundstücke stecken müssen. Das Gute daran ist, mit 16 Euronen ist es der weitaus günstigste Platz dieser Reise. Man muss halt das Positive sehen. Am nahegelegenen Yachthafen lassen wir uns den Wind um die Nase wehen und geniessen den Blick auf den Bodensee. Bei einem schönen Glas Bier lassen wir den Abend ausklingen.

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van der Voorden PHOTOGRAPHY
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