Etappe 15:Von Mannheim nach Worms

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Etappe 15:Von Mannheim nach Worms
Worms, Germany

Worms, Germany


Gestern Abend habe ich im letzten Augenblick noch daran gedacht, dass die GPS Routen vom Rheinradweg noch nicht auf meinem Garmin waren. Da der Rheinradweg nicht gut ausgeschildert ist, ist es viel bequemer die Route auf dem Gerät zu haben und danach zu fahren. Ansonsten steigt man oft ab und sucht auf der Landkarte den richtigen Weg. Inzwischen habe ich einen neuen Rechner bekommen und alle Programme, die mit GPS zu tun haben, mussten erst mal wieder installiert und durch alle Updates geführt werden. Bis ich schlussendlich alle Routen auf dem Garmin hatte, war es 3 Uhr 30. Entsprechend kurz war die Nacht.
Schlaftaumelnd setze ich mich an den Frühstückstisch, während Sabine munter und sehr frisch wirkt.
Kaffee! Eine Tasse reicht nicht. Zwei auch noch nicht. Ok, aber drei sind genug!
Irgendwie will es heute nicht so gut anlaufen. Verwirrt krame ich in den Taschen herum und suche immer irgendetwas. Das muss sich noch einspielen. Am Ende des Urlaubs hat man dann wieder sein System und weiß genau in welcher Satteltasche was steckt.
Sonnenschutz auftragen, Ketten nochmal schmieren, so viel Luft wie möglich auf die Reifen um die Rollreibung auf der Straße zu minimieren, ein Startfoto und endlich geht’s los. Der frische Wind tut gut, er lässt den Schlafmangel der letzten Nacht schnell vergessen.
Habt ihr den Freudenschrei in Rheinau Süd gehört? Das war ich!
Wir fahren die Relaistraße durch und weiter Richtung MA-Stadtmitte und biegen in Neckarau ab an den Rhein. Schön durch den Mannheimer Waldpark. Dort machen wir schon die erste Rast. Man merkt, dass wir in diesem Jahr nur wenige km gefahren sind. Meine 6 wöchige Zwangspause hat sein übriges dazu beigetragen. Viele Kilos und keine Kondition. Sattelschmerzen und wir sind noch nicht mal richtig losgefahren. Sowas kenne ich sonst nicht.
Weiter geht’s durch die Breite Straße und über die ‚Mannemer Brick‘ in die Neckarstadt. Eine Weile fahren wir jetzt am Neckar entlang, der dann am Ende der Stadt in den Rhein mündet. Bald kommen wir an einen Seitenarm des Rheins, wo normalerweise eine Fähre auf die andere Seite übersetzt, nur ist vom Ferryman weit und breit nichts zu sehen. Die Fähre macht einen ausrangierten Eindruck. Auf der anderen Seite warten auch Radfahrer, aber vergeblich.
Unsere Karte zeigt uns eine Brücke ein paar Kilometer weiter Richtung Sandhofen.
Also umdrehen und zurück wo wir hergekommen sind.
Später entdecken wir Umleitungsschilder für Radfahrer. Auf dem Kirchplatzfest in Sandhofen genehmigen wir uns unseren obligatorischen Kuchen mit einer Tasse Kaffee.
Heute kommen wir nicht weit. Der Sattel bohrt sich schon schmerzhaft in den Hintern. 50km müssen reichen für den ersten Tag mit vollem Gepäck und ohne Training, schließlich wollen wir noch mit Freude an der Nordsee ankommen
In Worms beschließen wir, die Etappe zu beenden. Dort soll es einen Campingplatz geben, doch bevor wir ihn suchen, essen wir noch zu Abend.
Wir fragen uns zum Campingplatz durch und müssen feststellen, dass es diesen nicht mehr gibt. Zumindest ist er geschlossen. Der nächste Campingplatz ist für uns heute nicht mehr in erreichbarer Nähe, also nehmen wir ein kleines Hotel in Worms.


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