Donau-Radweg Tag 6: Von Donauwörth nach Ingolstadt

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Gegenüber von unserem Zimmer steht das Liebfrauen-Münster mit einem gewaltigen Glockenturm. Punkt 6 Uhr werden wir zum ersten Mal aus dem Schlaf gegongt und stehen senkrecht im Bett. Das Schließen der Fenster bringt nicht viel Besserung. Eine Viertelstunde später ‚GOOONG!‘. Um 6.30 Uhr ‚ GOOONG…GOOONG‘. Dann 3 Mal. Um 7 Uhr sind wir dann endgültig mürbe gegongt uns springen aus den Federn.
Das Frühstücksbuffet bietet eine große Auswahl an Köstlichkeiten.
Leider bekommen wir diesen Luxus nicht, wie 2 Tage zuvor, für 10 Euro. Wir trösten uns deshalb mit einem Schnitt von 45 Euro 🙂
Zuerst besuchen wir das lautstarke Münster, fahren nochmal durch das schöne Donauwörth, welches vor einigen Jahren bereits Ausgangspunkt für unsere Nordrandweg-Wanderung war. Es wird auch bei einer unserer nächsten geplanten Radreisen der Startpunkt sein. Denn die Via Claudia Augusta beginnt hier und führt über die Alpen nach Venedig. Diesen Traum möchten wir uns noch erfüllen.
Die ersten Kilometer sind ein ständiges Auf und Ab. Der Kreislauf kommt gut im Schwung. Einige Radreisende bevorzugen es, ihr Fahrrad die steilen Rampen hinaufzuschieben. Insgesamt sind auf dieser Strecke ca. 300 hm zu überwinden.

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Seit einiger Zeit treffen wir immer mal wieder ein Rad mit kanadischer Flagge. Wir kommen mit dem Kanadier aus Quebec ins Gespräch und tauschen uns aus. Er startete in Paris und fährt jetzt die Donau entlang bis ans Schwarze Meer und möchte dann weiter über Istanbul nach Griechenland und von dort mit dem Flieger zurück nach Kanada. Drei Monate hat er Zeit für dieses Unternehmen. Neben ihm fährt eine 64 jährige ausgemergelte, zierliche Frau aus Frankreich. Sie kommt aus Nantes am Atlantik und ist bereits einen Monat mit Sack und Pack unterwegs und möchte auch bis Bulgarien ans Schwarze Meer kommen. Das Tempo welches sie vorlegt, ist erstaunlich hoch.

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Um 13 Uhr machen wir eine Kaffeepause in Neuburg. Neuburg war im 8. Jahrhundert Bischofssitz und kam Mitte des 13. Jahrhunderts zu Bayern. Das markanteste Bauwerk stellt das Residenzschloss Neuburg dar.

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Ab hier gibt es verschiedene Varianten: Variante 1 geht über die Felder und ein paar Dörfer. Variante 2 führt direkt an der Donau auf einer Schotterpiste von ca. 15 km Länge entlang. Wir entscheiden uns für letztere Variante und genießen die Fahrt in der Natur ohne Zivilisation.
Kurz vor Ingolstadt kommen wir durch ein schönes Naherholungsgebiet mit Baggerseen und machen dort noch eine kurze Rast.

Jetzt nehmen wir die letzten Kilometer bis zur Stadtmitte von Ingolstadt unter die Räder. Dort angekommen, machen wir ’seightseeing by bike‘. In Windeseile durchkreuzen wir die Altstadt und saugen auf einer Bank die ersten Sonnenstrahlen in uns auf, bevor wir uns auf den Weg zum Campingplatz machen. Dieser liegt noch ein paar Kilometer außerhalb der Stadt.
Dort angekommen, treffen wir den Kanadier und die Französin wieder.

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Wir bauen das Zelt auf, legen uns noch ein wenig in die wärmende Sonne und gehen ins Lokal nebenan.

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