Donau-Radweg Tag 9: Von Wörth nach Deggendorf-Seebach

Wieder einmal in einem richtigen Bett zu liegen ist, als ob man auf einer Wolke schwebt, insbesondere dann, wenn wie in meinem Fall, die Isomatte ein unauffindbares Leck hat und man morgens jeden Knochen spürt.
Unsere Gastgeberin ist das Gegenteil von schweigsam, wir haben eine rege Unterhaltung über deutsche Dialekte, Menschen und deren Eigenschaften. Das Frühstück ist sehr reichhaltig und sie bietet uns sogar an, den Rest der Brötchen für die Fahrt mitzunehmen. Drei verschiedene Marmeladensorten, alles selbst gemacht. Eine besser als die andere. Ein frisches Frühstücksei vom Bauern. Wir sind bestens versorgt. Als wir auf unsere Räder aufsteigen wollen, kommt ein Schauer herunter. Diesen warten wir ab. Bis wir endlich loskommen ist es 10:30 Uhr, aber ein bisschen Urlaub soll es ja auch sein.

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Wir fahren die 25 km nach Straubing in einem Rutsch durch. Das schaffen wir mit Rückenwind in etwas mehr als einer Stunde. Von Straubing aus ist es zur Nordsee nicht mehr weit, zumindest dorthin, wo es den leckeren Fisch zu essen gibt.

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Gut gestärkt suchen wir einen Radladen auf, um meine zerbrochene Luftpumpe zu ersetzen. Der erste Laden im Ort erinnert mehr an einen unaufgeräumten Trödelladen. Der Besitzer sucht geschlagene 10 Minuten, um mir schlussendlich mitzuteilen, dass er keine Luftpumpe finden kann. Also doch zum Stadler stadtauswärts fahren. Der hat dann auch gleich 10 verschiedene Pumpen im Sortiment. Das verlorene oder gestohlene Klemm-Schutzblech und ein paar Beinlinge für Sabine werden auch noch mit eingepackt.

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Weiter geht’s mit viel Rückenwind Richtung Deggendorf. Das tut richtig gut und wir lassen es laufen. Nur in Bogen legen wir einen kurzen Stopp ein, um eine Brotzeit zu machen.

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In Deggendorf sehen wir uns den Campingplatz an und werden bitter enttäuscht. Auch werden wir von den Dauercampern wie Außerirdische angeschaut, so dass wir uns entscheiden, lieber ein Zimmer zu suchen.

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In der Ferne hören wir laute Musik. Unsere Neugier zieht uns magisch an. In der Donau-Strandbar ist gerade Urlaubsstimmung angesagt und ein bunter Haufen Square-Dancer hoppelt immerzu im Quadrat. Wir bestellen einen Milchkaffee und schauen dem munteren Treiben eine Weile zu.

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In Deggendorf haben wir zum ersten Mal Schwierigkeiten, ein bezahlbares Zimmer zu bekommen. Deshalb versuchen wir es 5 km weiter in einem Vorort von Deggendorf. In Seebach werden wir letztendlich fündig und strampeln nochmal lustig die letzten Kilometer mit Rückenwind dorthin.
Die Mühe hat sich gelohnt, ein tolles Gästehaus Zwickl mit einem guten Restaurant und unsagbar günstigen Preisen.

Wir haben Beide das Gefühl, dass uns die 76 km nichts ausmachen. Wahrscheinlich liegt es aber auch am Wind von hinten.

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