Donau-Radweg Tag 15: Von Rossatzbach bis Tulln

Heute sind wir um 6:30 Uhr wieder fit wie Turnschuh. Alles geht sehr organisiert und geräuschlos von statten. Die sanitären Anlagen sind hier besser als in einem 3 Sterne Hotel. Sie machen es den Dänen gleich. Wir sind zwar erst zwei Wochen unterwegs, aber durch die vielen Erlebnisse und Eindrücke, kommt es uns rückblickend so vor, als wären wir schon zwei Monate unterwegs.
Nach wenigen Kilometern, auf der Höhe von Stein, überqueren wir die Donau.

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Heute gibt es aus unserer Sicht interessantere Dinge auf der Nordseite zu sehen. Gleich das erste Highlight ist Stein und Krems. Das Steiner Tor ist die Pforte in die schöne Fußgängerzone der Altstadt.

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Wir schieben die Räder durch das niederösterreichische alte Städtchen. Dann kurbeln wir hoch zum Dom der Wachau in Krems. Vollendet wurde die von außen massig wirkende Anlage von Cypriano Biasino 1630. Sie zählt neben der Stiftskirche von Gödweig zu den ersten Beispielen barocken Kirchenbaus in Österreich.

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Bei Altenwörth überqueren wir die Brücke und radeln am Südufer weiter.

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Dort treffen wir auch den Korsen wieder mit seinen vielen Flaggen am Fahrrad. Er entscheidet sich allerdings, auf der Nordseite weiter zu fahren.

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Ab jetzt fahren wir in ständigem Sichtkontakt parallel nebeneinander her. Nur die Donau trennt uns jetzt. Sie ist an dieser Stelle bereits ca. 600-700 Meter breit.

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Nach ca. 5-6 km führen beide Wege aber wieder zusammen und gehen auf der Südseite weiter.
Wie fahren weiter Richtung Tulln und kommen an einem alten Bauernhaus vorbei, welches bewirtschaftet wird.
In dieser 200 Jahre alten Bärndorfer Hütte machen wir eine verdiente Kaffee und Spezi Pause. Die Hütte wurde in Kärnten abgetragen und mit einigen Veränderungen hier wieder aufgebaut. Das Gebäude im Hintergrund ist ein fertiggestelles Atomkraftwerk, welches allerdings nie Strom ins Netz lieferte.
In den 1970 Jahren gebaut, wurde durch eine Volksabstimmung 1978 die Inbetriebnahme verhindert.

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In großer Hitze fahren wir weiter zum Campingplatz nach Tulln. Er liegt am östlichen Ende der Stadt. Eine Fügung, denn nebenan liegt das Aubad, ein großer Badesee, in dem wir uns nach dem Aufbau des Zeltes herrlich erfrischen. In den letzten Tagen ist aus der anfänglichen „Hetzjagd“ ein sehr entspannter Urlaub geworden, denn unser Ziel ist in greifbarer Nähe. Es müsste schon mit dem Teufel zugehen, wenn wir es bis Wien nicht schaffen würden. Aber man soll ja bekanntlich den Tag nicht vor dem Abend loben. So hoffen wir weiterhin, dass uns nichts in die Quere kommt.

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