Nordseeküsten-Radweg Tag 4: Texel

Die Nacht war total ruhig und wir können sogar bis viertel vor acht ausschlafen, allerdings werden wir dann aus unserem Zelt gekocht. Es ist sehr angenehm und weitläufig hier. Unsere nächsten Nachbarn wohnen ca. 30 Meter entfernt.

Wie bereits angekündigt, kombinieren wir diese Radreise mit Urlaub und beschließen, noch zwei weitere Tage hier zu bleiben. Könnte also sein, dass es dann etwas ruhiger um uns wird.

Wir nutzen den Tag, um die Tickets für die Überfahrt nach Vlieland zu reservieren. Hierzu fahren wir mit den Rädern ganz in den Norden zum Leuchtturm nach De Cocksdorp.

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Der Leuchtturm wurde am 1. November 1804 zum ersten Mal in Betrieb genommen. Wir klettern hinauf, um von dort oben die Aussicht auf die endlose Weite der Insel und dem Meer zu genießen. Das Nordkap von Texel hat einen enorm breiten Sandstrand, der sogar genügend Platz bietet, um mit Kitebuggies herumzubrettern.

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In greifbarer Nähe liegt Vlieland, nur 2,5km trennen Texel von Vlieland.
Nach der Leuchtturmbesichtigung fahren wir zum nahegelegenen Ticketschalter der Vlieland-Fähre. Das funktionert hier noch ganz klassisch: Mit Kugelschreiber und Schreibblock werden unsere Namen notiert, die Anzahl der Räder und der Anhänger. Ab hier fahren wir hart gegen den Wind nach Den Burg. Unterwegs machen wir Halt, als wir links des Radweges einen beschaulichen Picknickplatz finden.
Wir ruhen uns noch ein bisschen im Schatten aus und schlafen dabei ein. Geweckt werden wir durch eine Frau, die auf der Picknickbank nebenan sitzt und ganz laut ihren Mann ruft, der mit dem Rad an ihr vorbei zischt. Das ist aber gut so, sonst wären wir vielleicht erst am Abend wieder aufgewacht.

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Wir fahren weiter und schlendern mit den Rädern durch Den Burg und kehren zu einem Kaffee ein und vertrödeln die Zeit im Schatten eines großen Baumes. Der Tag ist unglaublich lang, wenn man nicht viel Rad fährt und wir sind uns auch nicht sicher, ob es eine gute Entscheidung war so lange zu bleiben, denn irgendwie kommt man schon ein wenig aus dem Rhythmus.

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Der nächste Stopp ist eine Fischbude, wo bereits die nächste kulinarische Spezialität auf mich wartet … „Brotje Matjes met uitjes“ .. ihr werdet es sicher googlen was das heißt 🙂
Jedenfalls komme ich daran in einem Hollandurlaub nicht vorbei.
Nun noch die letzten Kilometer mit einem kleinen Umweg durch den Wald nach De Koog. Am Ende stehen dann doch wieder 42km auf dem Tacho. Die größte Strecke davon im starken Gegenwind.

Im Abendrot versinkt die Sonne.

Buenos noches!

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