2016 Mexiko & Kuba Rundreise: Puebla

Gestern war ein langer anstrengender Tag und ich hatte am späten Abend keine Motivation mehr, den Reisebericht fertigzustellen. Um 5 Uhr morgens wache ich auf und kann an nichts anderes denken, als den unvollendeten Reisebericht. Ständig gehen mir irgendwelche Texte und Bilder durch den Kopf, also stehe ich lieber auf, statt mich mit diesen Gedanken weiter im Bett herumzuquälen.

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Los Fuertes

Um 8 Uhr stehen die Langschläfer auf. Just zu diesem Zeitpunk bin ich auch fertig mit Bild und Text.

Nach dem Frühstück fahren wir nach La Paz. Yvonne & Uwe müssen dort ihr Visum verlängern lassen. Wir nutzen die Zeit und klettern auf die Spitze des Hügels, worauf sich die Kirche „Iglesia del Cielo“ befindet, die allerdings heute leider nicht geöffnet ist, um sie zu besichtigen. Auf dem Platz vor der Kirche haben wir uns verabredet und warten auf die Beiden.

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Weiter geht´s nach Puebla Centro. Uwe ist mittlerweile ein alter Fuchs und kennt die kleinen Kniffe und Tricks die man braucht, damit das Auto sicher steht. Auf einem Platz stehen Männer mit vielen Eimern, halb mit Wasser gefüllt. Man gibt einem dieser Männer 30 Pesos (=1,50 €), dafür passt er den ganzen Tag auf das Auto auf und wenn man nach dem Besichtigungstag zurück kommt ist das Auto auch noch blitzblank geputzt.

Wir schlendern durch Parks, schmale Gassen und bunte belebte Straßen bis wir an der Catedral de Puebla am Zocalo ankommen. Den Zocalo gibt es in jeder Stadt und oft auch in den Stadtteilen. Ein Stadtpark in den Zentren, ein Treffpunkt für Jung und Alt. Dort buchen wir einen Sightseeing-Bus um in 1:30 h einen groben Überblick über Puebla zu bekommen. Bis der Bus abfährt, besichtigen wir die gewaltige Kathedrale, dürfen aber leider nicht fotografieren. Bevor der Bus losfährt, reicht die Zeit noch für einen leckeren Kaffee gegenüber der Kathedrale.

Im Bus werden Einweg-In-Ear-Kopfhörer verteilt und man kann sich in der Sprache seiner Wahl mit Informationen berieseln lassen. Einen kleinen Haken hat diese Technik jedoch: In regelmäßigen Abständen bekommen die Leute einen kleinen elektrischen Stromschlag ins Ohr gesendet. Man darf für umgerechnet 4 € für Rundfahrt plus Kopfhörer nicht zu viel erwarten und muss mit kleinen Einschränkungen leben. Abgesehen von diesem Manko, war die Fahrt aber sehr informativ.

Im Anschluss an die Bus-Fahrt gehen wir bei einem Italiener, der in Sichtweite zur Kathedrale liegt, essen. Unzählige Kellner versorgen uns bestens mit allerlei Köstlichkeiten. Der Gruß aus der Küche war eine Suppe, dessen Schärfe uns Feuer speien ließ. Geschmacklich erste Sahne. 50 € für fünf Personen, eine Feuersuppe als Vorspeise, 5 Pizzen, 10 Getränke. Also durchaus bezahlbar 🙂

Im Anschluss klappern wir die schönsten Punkte, die wir im Bus vernommen haben, nochmal mit dem Auto ab. Ganz nach dem Motto: Mit mehr Zeit, sieht man mehr.

Am Ende des Abends besuchen wir nochmal einen Markt und decken uns im Supermarkt für die kommenden Tage ein. Auf Abstandswarner im Auto kann man hier getrost verzichten, denn überall stehen Leute mit Trillerpfeifen, die Dir für 2 Pesos (10 ct) aus der Parklücke helfen. Die Einkaufstüten werden im Supermarkt durch Schüler oder Senioren eingepackt. Auf Wunsch kann man seine Einkäufe auch ans Auto tragen lassen. Aber diese Dekadenz lassen wir nicht zu. Wir sind ja zu fünft.

Den Abend beschließen wir mit einem wundervollen Sonnenuntergang auf dem Dach des Hauses von Yvonne und Uwe.

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Erkenntnis des Tages:
Die Heimat des Abenteuers ist die Fremde
(Emil Gött)

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