2016 Mexiko & Kuba Rundreise: Atlixco

Heute im mexikanischen Fernsehen 🙂

„Mornin´ has broken“, wurde Cat Stevens sagen.

In Deutschland sind wir von Vielem verwöhnt. Beispielsweise können wir unsere Zähne mit Leitungswasser putzen und den Mund damit ausspülen. In Mexiko sollte man das vorsichtshalber tunlichst vermeiden, da das Wasser aus der Leitung kein Trinkwasser ist und alle möglichen Krankheiten auslösen kann. Trotzdem passiert es anfangs aus Macht der Gewohnheit, dass man das Wasser aus dem Hahn benutzt. Toi toi toi ist bis jetzt noch nichts passiert.

Woran man sich hier auch erst gewöhnen muss ist, dass man Flaschen mit CO2 langsam öffnen muss. Ich wurde noch vorgewarnt, habe aber nicht mehr daran gedacht und meine 4 Reisegefährten mit Mineralwasser geduscht. Nur gut, dass es keine Cola ist. Vermutlich liegt es am niedrigen Luftdruck, dass die Flaschen hier quasi explodieren, wenn man sie schnell öffnet. Der Öffnungsvorgang dauert gute 30 Sekunden, wenn man eine Dusche vermeiden will. Bei 2 Liter Flaschen dauert es mindestens 2 Minuten.

Heute lassen wir es etwas langsamer angehen. Auf diese Weise komme ich mit meinen Reiseberichten nicht in Rückstand und Yvonne kann sich um ihre Wäsche kümmern, denn sie war, bevor wir gekommen sind, auch erst aus dem Urlaub gekommen.

Um 14 Uhr waren wir dann alle soweit fertig, um zur nahegelegenen „Blumenstadt“ zu fahren. Die Stadt mit 130.000 Einwohnern liegt im Valle de Cristo und ist gekennzeichnet durch ein mildes subtropisches Klima. Von daher eignet sich diese Gegend hervorragend für die Aufzucht von Blumen und Pflanzen.

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In Mexiko sind die Läden immer in Gruppen sortiert. So gibt es Einkaufsmeilen, in der man nur Autowerkstätten findet. Eine andere Straße wiederum beherbergt nur Ton- und Töpferwaren. In der nächsten Straße konzentriert sich alles auf Hilfsmittel für Behinderte. Dann gibt es Straßen mit Gärtnereien, Banken, Baumärkten, Möbelhäusern usw. In Atlixco dreht sich eben alles um Blumen & Pflanzen. Wir fahren mit dem Auto langsam durch die Gärtnereistraße und machen ein paar Fotostopps. Dann geht´s weiter in die Blumenstadt. Wir finden einen Parkplatz am Straßenrand mitten im belebten und malerischen Städtchen.

Schön ist, dass man in alle kleinen Geschäfte direkt hineinschauen kann. Wir sehen, wie eine Zahnärztin ihren Patienten behandelt. Das große Fenster steht offen und der Patient schaut hinaus (und wir hinein). Auf dem Rückweg fragen wir die Zahnärztin am vergitterten, offenen Fenster nach dem Weg hinauf zur Kirche, die ca. 200 hm weiter oben auf einen erkalteten Vulkankegel liegt. Wir schauen Kindern beim Karateunterricht zu, daneben ein Fitnessstudio, aus dem ohrenbetäubende Musik schallt. Ein Nagelstudio, Chips-Röstereien, Trödelläden, eine Wäscherei und viele kleine Lebensmittellädchen …. und, und, und. Wir kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus.

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Auf dem Zócalo (Marktplatz) ist ein nettes 2-geschossiges italienisches Café. Wir setzen uns auf die Terrasse in der 2. Etage und haben einen wunderbaren Blick über des Getümmel. Von hier oben kann man auch gut den riesigen Blumenteppich sehen, der den  gesamten Vorplatz des Rathauses bedeckt.

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Als wir gerade bezahlen wollen, kommt ein ganzes Filmteam auf unseren Tisch zu und möchte ein kurzes Interview mit uns führen. Während Yvonne das Interview gibt, bei dem es viel zu lachen gibt, dokumentiere ich das Spektakel mit Fotos und Videos. Es wird heute zwischen 9-12 Uhr lokaler Zeit im mexikanischen Fernsehen übertragen.

Wir gehen weiter den Berg hinauf, worauf sich auf halber Höhe ein Amphietheater und noch weiter oben eine Kirche mit einem herrlichen Rundumblick befindet.

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Wir klettern langsam hinauf und geniessen die zahlreichen tollen Ausblicke auf die Hochebene Mexikos.

Auf dem Rückweg kommen wir noch an einem Fussballfeld vorbei. Das Training der Kinder ist gerade zu Ende und ich fotografiere 3 Kinder und gebe ihnen das vom Instax ausgedruckte Mini-Foto. Es dauert nicht lange und die ganze Kinderschar fällt über das Foto her. Sie wollen alle fotografiert werden und raufen sich zu einem Gruppenfoto zusammen. Den beiden Trainern gebe ich jeweils ein Foto. Seitens der Kinder und der Trainer bekommt man hundertfach und immer wieder ein „Gracias“ aus der Menge.  Die Fotos werden herum gereicht, es wird gelacht und gekichert. Die Investition des mobilen Instax-Druckers hat sich gelohnt und wird sich in Kuba sicherlich noch mehr bezahlt machen.

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Am Abend gehen wir beim Italiener in Atlixco essen. Ein wunderbar schmackhaftes Abendmahl direkt am belebten Zócalo.

Wir benötigen noch ein paar Lebensmittel für morgen. Auf dem Heimweg geht´s noch in den hypermodernen Supermarkt „Chedraui“, der in Europa seinesgleichen sucht. Es sieht hier aus wie in einem schönen Wohnzimmer mit Schiffsparkettoptik und es gibt hier eigentlich ALLES.

Um 9:00 Uhr sind wir nach Hause gekommen und fallen zufrieden in unsere Gemächer.

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