2016 Via Claudia Augusta: Von Sterzing nach Patsch

Brennerpass überquert.

Reisedaten: 52,86 km | Gesamtanstieg 997 Meter | Gesamtabstieg 923 Meter.

Auf dem Laternenfest gestern Abend ist es sehr spät geworden. Nach dem Bearbeiten der Fotos sind die Augen schwer geworden, so dass das Schreiben des Reiseblogs nicht mehr möglich war. Zumal die Königsetappe von über 1500 Hm doch etwas Energie gekostet hat.


Heute früh habe ich die Muse und der Text fließt in einem Rutsch in den WordPress-Blog hinein. Sabine holt noch schnell die gröbsten Fehler raus und ab geht die Post.

Wir frühstücken heute etwas später, aber wir haben nur das Ziel, den Brennerpass zu überqueren und irgendwo kurz vor Innsbruck zu übernachten. Der erste Halt ist aber gleich der SPAR-Laden ein paar Ecken weiter, wo wir uns mit dem Tagesbedarf Essen eindecken.

Spaßig ist, wenn man auf der Piste von Mountainbike-Fahrern ohne Gepäck überholt wird und sich dran hängen kann, um sie kurz vor dem Zwischengipfel (mit Gepäck) wieder einzuholen. Natürlich gibt es auch Radfahrer, die mit einem Tempounterschied von 10 km/h am 10%igen Berg an uns vorbei zischen. Die Leistungsunterschiede sind enorm.

Wir sind sehr überrascht, wie schön der Brennerradweg bis zum Pass angelegt ist. Vom Autofahren her kennen wir den Brenner natürlich sehr gut und man kann vom Auto aus nicht erahnen, wie wunderbar dieser Radweg hier ist.

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Entspannungsschaukel

Entspannungsschaukel

Kurz vor dem Brennerpass lädt ein Spielplatz mit Parkbank für eine kurze Verschnauf- und Essenspause ein.

 

Am Pass machen wir noch das obligatorische Beweisfoto, bevor wir die alte Brennerstraße ins Tal hinunter donnern. Anfangs geht es sehr schnell bergab, dann mäßigt sich das Gefälle, sodass wir sogar gegen den Wind treten müssen.

In Steinach am Brenner gibt´s endlich Apfelstrudel und einen Kaffee auf österreichische Art. Dort serviert man den Kaffee (fast) immer mit einem Glas Wasser. Der Verkehr auf der alten Brennerstraße gefällt uns aber nicht und wir folgen nach ca. 35 km der Beschilderung MTB-Strecke 33 Richtung Innsbruck. Auch der München-Venedig-Radweg ist parallel dazu ausgeschildert. Ab jetzt wird es wieder eine Schufterei, denn nach jedem kleinen Ort kommt zwar eine schöne Downhillstrecke, die jedoch am Ortseingang des nächsten Dorfes wieder kräftig aufwärts gekurbelt werden muss. So geht das in vielen Wellen auf und ab und wir entfernen uns immer weiter von der Brennerautobahn und auch der alten Brennerstraße. Landschaftlich ist diese Strecke auf jeden Fall wesentlich reizvoller als an der befahrenen alten Brennerstraße entlang – wenn auch viel anstrengender, denn die alter Brennerstraße geht stetig bergab.

Heute kommen fast wieder 1000 hm zusammen. Aber man merkt deutlich, dass alles viel leichter geht wie noch 10 Tage zuvor. Nach knapp 53 Kilometer erreichen wir Patsch und finden im Hotel Bärenwirth noch ein freies Doppelzimmer.

Die Wirtsleute sind sehr nett und es gibt statt einem Rauchverbotsschild sogar zwei gemalte Bilder an der Wand und vom Zimmer aus hat man einen wunderschönen Ausblick auf die Nordkette hinter Innsbruck. Auf der anderen Seite kann man ins Stubaital schauen. Herrlich!

Das Abendessen ist hervorragend. Ich wünsche Euch …

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