10.01.2017 Flying Carpet Project mit Quadro Nuevo & Cairo Steps @ Deutsche Botschaft


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Um 5:42 Uhr ist die Nacht für Einige von uns beendet. Für Andere wiederum ist es nur eine kurze, ungewohnte Unterbrechung der Nachtruhe. Es gibt aber auch Kollegen in der Gruppe, die sich davon nicht beeindrucken lassen und einfach weiterschlafen: Von den Minaretten der Stadt schallen lautstarke Gebetsrufe, die über viele trichterförmige Druckkammerlautsprecher ausgestrahlt werden, sodass ein Überhören nahezu unmöglich ist.

Das Frühstück ist heute erst für 10 Uhr anberaumt. Unsere Ortskundigen weisen uns lückenlos ein, was man beim Frühstück lieber stehen lassen soll, damit wir empfindlichen Mitteleuropäer den Aufenthalt ohne „länge Sitzungen“ überstehen. So sind für uns Säfte, Wasser, Obst, Salat & Eis tabu. Auch die Zähne putzen wir uns mit Mineralwasser und achten darauf, dass die Flaschen verschweißt und verschlossen sind.  Mal schauen, ob es uns allen gelingt, konsequent daran zu denken. Noch sind wir am 2. Tag der Reise.

Nach dem Frühstück wechseln wir in einer kleinen Wechselstube ein paar Euro in ägyptische Dollar um, deren Wert sich gerade im Sinkflug befindet.

Nach dem Verladen der Instrumente und Koffer in die beiden Kleintransporter, rast, driftet und hupt sich unser freundlicher Chauffeur durch die urbane 20 Millionen Metropole.

Unser freundlicher Chauffeur

Dabei wuseln Menschenmassen durch den dichten Verkehr und teilen sich die vielspurige Fahrbahn mit den Blechlawinen. Es sind zwar Fahrbahnmarkierungen auf der Straße sichtbar, jedoch scheinen diese Markierungen keine Führungsstreifen für Fahrzeuge darzustellen, denn man fährt einfach da, wo es einem beliebt. Auch werden nicht an jeder Ampelanlage die Farben für bare Münze genommen. So kann Rot auch schon mal Grün bedeuten.  Es ist sehr spannend für Nichteinheimische wie uns. Auch sind wir uns noch nicht ganz im Klaren darüber, nach welcher Taktik die Hupe eingesetzt wird. Scheinbar wird sie auch manchmal im Rhythmus der Musik im Inneren des Fahrzeugs betätigt.

Unser erstes Ziel ist das älteste ägyptische Musikinstrumenten-Museum, welches gleichzeitig einen musealen, arabischen Konzertsaal beherbergt. Basem hat hier auch Musik studiert. Der Chef des Hauses macht mit uns eine spannende Führung durch´s Haus und zeigt uns, was Musikerherzen höher schlagen lässt.

Im malerischen, arabisch anmutenden Konzertsaal gibt man uns freundlicherweise die Gelegenheit, eine spontane Fotosession zu machen.

Aus der musikalischen Vergangenheit gelangen wir wieder in die Gegenwart zurück und lassen uns weiter zum Cairo Opera House chauffieren. Dort angekommen, trennen wir uns in zwei Gruppen: Die Musiker proben in einem der vielen Räume des Cairo Opera House für die kommenden Auftritte. Die beiden Fotografen René & Franz laufen mit Redakteur Oli und einem Guide des Opera House Mohamed über den Nil in die Stadt, um geeignete Locations für den bevorstehenden Videodreh zu finden.

Sich den Weg durch die hupenden Automassen zu bahnen, gleicht oft einem russischen Roulette, denn die Autoreifen kommen unseren Absätzen oft erschreckend nahe. Unser Guide bahnt uns jedoch ganz souverän und lässig den sicheren Weg auf die anderen Straßenseiten. Er kennt die Spielregeln aus dem ff.

Wir finden beim location scouting viele coole Locations, tolle Charaktere  und urbane Straßenszenen, die wir für den Videodreh verwenden können.

Nach gut zwei Stunden Fußmarsch durch die belebten Straßen und Gassen, machen wir uns wieder auf den Rückweg in Richtung Cairo Opera House.

Es bleibt nicht mehr viel Zeit bis zum ersten Konzert in der deutschen Botschaft in Kairo. Das Publikum in der Botschaft wurde schon in den Saal hineingelassen, während wir durch den Saal hindurch in den Backstagebereich gehen, um uns schnell für das bevorstehende Konzert vorzubereiten. Kurze Zeit später stehen Cairo Steps mit Quadro Nuevo auf der Bühne und geben ein fulminantes Konzert ab. Das Publikum ist absolut begeistert.

Nach dem Konzert wird ein reiches Abendbüffet angeboten, welches die Speicherzellen auf angenehmste Weise wieder auffüllt.

Text & Fotos: van der Voorden PHOTOGRAPHY



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