06.06.2017 Jakobsweg: Von Arcos nach Barcelos


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Erkenntnis des Tages: Die Caminowelt ist klein

Wir drei Pilgerpärchen haben uns gemeinsam darauf geeinigt, um 8 Uhr zu frühstücken. Die Sitzordnung ist noch dieselbe wie gestern. Die Tochter des Hauses erklärt uns, was wir am Büffet alles vorfinden. So gibt es viele Sorten hausgemachte Marmeladen. Unter anderem eine Tomatenmarmelade. Allerdings hat keiner von uns den Mut, sie mal zu probieren. Auch der Honig und der Ananaskuchen sind selbst gemacht. Eine Riesenschüssel wunderbaren Obstsalat und frischgepressten Orangensaft und frische Eier aus der Nachbarschaft. Ein Gaumenschmaus schon am frühen Morgen.

Wir verabschieden uns von unseren Weggefährten und den gastfreundlichen Gastgebern und machen uns so langsam wieder auf den Weg.
Heute ist es teils sonnig und teils bewölkt. Wenn die Sonne raus kommt, ist es sehr warm aber nicht unangenehm heiß. Wir genießen es aber auch, wenn die Sonne mal hinter den Wolken verschwindet. Der Weg führt teils durch Eukalyptus-Wälder und einige kleine Dörfer. Hohe Steinmauern säumen wieder lange Strecken des Weges und die wenig befahrenen Landstraßen. Felder rechts und links. Auf den Anhöhen hat man Ausblicke auf die hügelige und teilweise bergige Landschaft. Es geht immer mal wieder bergauf, sodass im Laufe des Tages ca. 300 Höhenmeter zusammenkommen.
Nach ca. 3 Stunden Wanderung erreichen wir Pedra Furada. Im Ort gibt es ein kleines aber feines Restaurant wo sich viele Pilger versammeln, um das dargebotene Pilgermenü mit Suppe vorweg für 6 Euro in Anspruch zu nehmen. Sehr schmackhaft und genügend Kalorien, um die restlichen 8 km bis Barcelos durchzustehen. Als wir fertig mit dem Essen sind kommen auch Bernhard und Barbara aus Wesel herein spaziert, die mit uns in der Villa übernachtet haben. Sie setzen sich zu uns an den Tisch und wir erzählen noch bis sie das Essen bekommen. Wir sind aber schon so lange hier und wollen dann weiter. Kurz vor Barcelos treffen wir dann auch noch das Schweizer Pärchen. Ja, die Caminowelt ist klein und man trifft sich oftmals wieder.

Wir steuern eine Herberge an, bekommen dort aber gesagt, dass alle Herbergen bereits belegt sind, so dass wir ‚leider‘ wieder ein Zimmer nehmen müssen. Wir finden aber ein TOP modernes klimatisiertes Doppelzimmer für 40€ und können dafür unsere Ohrenstöpsel im Rucksack lassen.



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