15.06.2017 Jakobsweg: Von Caldas de Reis nach Padrón


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Erkenntnis des Tages: Spanier sind unglaublich freundlich

Das Zimmer und das Hotel selbst sind einmalig. Wir frühstücken in der Nobelherberge, aber in jeder kleinen Bar ist es besser und gemütlicher. Hier ist eher Massenabfertigung und der Kaffee kommt aus dem Vollautomaten. Auf dem Tisch liegen Einweg-Papiertischdecken. Ich liebe es, wenn der frisch gemahlene Kaffee in den Halter gestampft wird und der gebrühte Kaffee langsam über die kleinen Metallrinnen in die Tasse läuft. Wenn ich den Platz hätte, würde ich mir so ein Gerät in die Küche stellen.
Wir laufen den selben Weg die Stadt hinaus, den wir gestern schon Mal gegangen sind. Heute geht es auch häufig bergauf (siehe Höhenprofil). Wir wandern durch ländliches und locker besiedeltes Gebiet, welches sich mit wunderschönen Waldpassagen abwechselt.
Die erste kurze Rast machen wir an einem Getränkeautomaten, wo uns auch unsere treuen Begleiter B. & B. aus W. wieder überholen. Wir tauschen uns kurz aus und sie ziehen von dannen.
Die zweite Pause legen wir in einer Bar ein, wo wir das nachholen, was wir heute morgen schmerzlich vermisst haben: Einen guten Kaffee aus der mehrfach besagten Maschine. Dazu gibt es eine köstliche Tortilla.
Weiter geht’s … laufen, laufen, laufen … hinunter ins Tal des Rio Valga bis nach Pontecesures. Auf dem direkten Weg nach Padrón überqueren wir den Rio Ulla und laufen zur Stadtmitte durch eine Platanenallee. In einer Bar fragen wir nach einer Unterkunft für die Nacht. Zufälligerweise sind in der Bar gerade eine junge Frau und ein Mann namens Fernando, die das mitbekommen. Die junge Frau fragt uns, ob wir mit einer Pension zufrieden sind und wir stimmen freudig zu. Der nette Mann und die junge Frau fahren uns mit dem Auto zur Pension Flavia ca. 500m zurück. Es stellt sich heraus, dass die Frau dort arbeitet.
Wir helfen noch die Einkäufe für die Bar hinein zu tragen.
Sabine füllt die Formulare aus und ich unterhalte mich mit Fernando in meinem besten, nicht vorhandenen spanisch. Er ist Polizist und muss gleich zur Arbeit fahren, bekommen wir unter anderem mit. Ich bitte die junge Frau einen Drink für Fernando’s guten Dienste zu servieren. Als er das mitbekommt dreht er den Spieß einfach um und will UNS unbedingt einladen. Er bestellt uns und sich einen Wein. Er lässt sich nicht davon abhalten UNS einzuladen, legt das Geld auf den Tresen und geht nach draußen, um eine Zigarette zu rauchen. Die Gelegenheit nutzen wir gleich, um die Rechnung zu bezahlen. Als er wieder rein kommt riecht er den Braten und bestellt ungefragt nochmal Wein für sich und uns und bezahlt. Dann fährt er mit zwei Gläsern Wein im Kopf zur Arbeit. Er ist Polizist, wohlgemerkt.
Unglaublich nette Menschen hier. Ich würde gerne wissen ob man in Deutschland auch sowas erleben kann?



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