31.07.2017 Bodensee-Königsee & Alpe Adria Radweg: Von Meersburg nach Wigratzbad

 


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Erkenntnis des Tages: Es gibt sie nicht „Die Fischerin vom Bodensee“

In der Nacht gab es ein Gewitter und Regen. Irgendwie spannend, wenn man im Zelt liegt und der Regen auf das Zeltdach prasselt und das Blitzlicht das Zeltinnere erhellt. Unsere neue Behausung hat es aber problemlos überstanden – und wir auch. Als wir um 7:30 Uhr aufstehen ist ein Radfahrer schon wieder weg. Wir versuchen unsere Sachen so gut wie möglich zu trocknen und verstauen alles wieder an seinen Platz. Eine Ortschaft weiter, in Hagnau, finden wir am Radweg einen Bäcker mit Außenterrasse. Das ist unser Frühstücksladen. Unsere Reiseroute geht anschließend weiter in Richtung Lindau, immer schön am Bodensee entlang. In Langenargen gibt’s dann wieder frisches Obst vom Bodensee, statt Currywurst mit Pommes. Obwohl das auch sehr verlockend riecht. Es ist nämlich gerade Seefest. Eine Musikkapelle marschiert blasmusizierend durch das Festgelände auf die große Freilichtbühne zu. Dort geben sie dann ‚Die Fischerin vom Bodensee‚ zum Besten. Allerdings gibt es die Fischerin scheinbar nur im Film. Das Publikum trällert lustig zur Blasmusik mit.

Am Bodensee gibt es zwar auch den ein oder anderen Hügel zu überwinden, aber damit ist nach dem Örtchen Zech, ein paar Kilometer nach Lindau, endgültig Schluss. Ab hier muss man kräftiger in die Pedale treten. Hier geht’s jetzt richtig los mit der Kletterei. Dafür sieht man ab hier kaum noch Radfahrer und ist fast für sich alleine. Am Bodenseeradweg musste man schon sehr auf der Hut sein, denn hier tummeln sich Tausende Radler. Manche fahren gefährlich langsam und andere wiederum gefährlich schnell und teilweise auch unvorsichtig. Auffallend ist, dass hier einige Megawattstunden an Akkupower unterwegs sind. Dort wo es eigentlich benötigt wird, nämlich ich den Bergen, sind die meisten Radler akkufrei unterwegs. In Hergensweiler wollen wir das Zimmer beziehen, welches wir vor 3 Jahren schonmal hatten. Aber heute ist Montag und Ruhetag. Wir müssten warten bis wieder jemand kommt. Im Biergarten machen wir dennoch eine Pause und planen unser weiteres Vorgehen. Bleiben oder weiterfahren? Wir entscheiden uns für weiterfahren.

In Wigratzbad finden wir unsere Bleibe für die Nacht. Eine Pension, denn der nächste Campingplatz ist im Bikelinebuch zwar in der Karte eingezeichnet, aber noch weit entfernt und es gibt keine weiteren Infos. Wir hatten es schon mal, dass ein Campingplatz sich als Wohnmobilstellplatz entpuppte. Man hätte eine Schlagbohrmaschine gebraucht, um die Heringe in den Boden zu kriegen. Da wir sowas gerade nicht dabei haben, entscheiden wir uns für die Bequemlichkeit in Form einer Pension. Die Kleider werden gewaschen und das nasse Zelt hängen wir auch nochmal zum Trocknen auf.

Heute ist Montag. Und Montag ist auch hier Ruhetag. 2 von 3 Lokalen in der näheren Umgebung sind geschlossen, und das einzig Offene ist das Restaurant der Gebetsstätte. Scheinbar sind wir hier an einem heiligen Ort, denn in diesem kleinen Dorf dreht sich alles um den lieben Gott. Für uns ist aber erstmal wichtig, etwas Essbares zu finden. Die Auswahl ist zwar sehr begrenzt, aber immerhin kann man zwischen einer Salatplatte und einem Wurstsalat wählen. Gerne dürft ihr raten, wer was gegessen hat. Der Gewinner erhält drei Marshmellows per Post zugeschickt. Leider leider (räusper) können wir an der Gebetsstunde nicht mehr teilnehmen, denn alles schliesst um 19 Uhr. Dafür haben wir umso mehr Bilder von diesem Ort gemacht und haben vergessen die wunderschöne Landschaft beim Aufstieg in die Allgäuer Voralpenlandschaft zu fotografieren. Wir schieben die Schuld daran an die große Hitze 🙂

Liest das überhaupt jemand bis zu Ende? 🙂



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