04.08.2017 Bodensee-Königsee & Alpe Adria Radweg: Von Ohlstadt nach Stallau


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Erkenntnis des Tages: Ein Ruhe- und Badetag tun auch mal gut

Unser italienischer Gastgeber serviert uns heute Morgen einen Filterkaffee, der so durchsichtig ist, dass man den Boden der Tasse erkennen kann. Sehr untypisch für ein gutes italienisches Restaurant. Das Essen gestern war hervorragend und bis Mitternacht waren die Tische im Garten voll belegt. Normalerweise halte ich mich mit Beschwerden gerne sehr bedeckt, aber die Müdigkeit am Morgen und der Kaffeedurst waren zu stark, so dass ich mich überwinde etwas zu sagen. Aber mit großer Freundlichkeit bekommen wir dann einen köstlichen Kaffee aus der echten italienischen Espressomaschine. Ein Traum.

Wir holen die Räder aus der Garage und satteln die Taschen auf das Rad. Los geht´s zuerst Richtung Kochel am See. Den Ort streifen wir nur. Über eine Knochenstein- und Schotterpiste kommen wir nach Benediktbeuern. Im Innenhof des Klosters machen wir kurz eine Panoramaaufnahme und fahren in den Ort, um die Kohlehydratspeicher wieder aufzufüllen.

In Bad Heilbrunn, das auf über eine 300 jährige Kurtradition zurückblickt, besuchen wir den Kräuter-Erlebnis-Park. Auf einer Parkbank sitzt ein Schwarzafrikaner, den ich mit einem freundlichen, englischen „Hello!“ grüße … er antwortet mit „Servus!“ in tiefstem bayrischen Dialekt. 🙂

Betritt man die Aussichtsplattform des Goldfischteichs, so machen sich Millionen Goldfische in unsere Richtung auf, in der Hoffnung, etwas Essbares abzubekommen (Foto).

Wir werden von einem alten Mann angesprochen, der sich wundert, warum wir mit Helmen fahren. Er sei früher immer nur bei den Radrennen mit einem Helm gefahren und das nicht immer. Er hat früher auch viele Urlaube mit dem Rad gemacht. Heute kann er aber aus gesundheitlichen Gründen nur noch kleine Spaziergänge im Kurgarten machen. Er macht dabei einen sehr traurigen Eindruck und man kann ihm seinen Wunsch von den Augen ablesen. Er würde auch gerne wieder Radfahren, aber es geht nicht mehr. Wir würden ihn am Liebsten auf die Reise mitnehmen.

An einer Quelle im Ort füllen wir gesundes Heilwasser in unsere Flaschen und fahren noch ein Stück weiter bis zum Stallauer Weiher. Dort ist ein toller Campingplatz am See gelegen. Wir dürfen unser Zelt direkt am Mohrsee aufbauen, springen den Tag über mehrmals ins Wasser und lassen es heute sehr früh gemütlich ausklingen.

Wir nennen es einfach mal Ruhe- und Badetag mit 37,65 km gefahrenen Kilometern bei 339 Hm.



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