2016 Mexiko & Kuba Rundreise: Viñales

Havanna geht heute zu Ende. Wir starten unsere Rundreise mit dem Auto. Dazu müssen 4 Personen samt Gepäck ins Taxi. Vor dem Frühstück halten wir ein Kleintransporter-Taxi an und verabreden uns um 10.00 Uhr. Nach dem Frühstück ist das gewünschte Fahrzeug jedoch in weiter Ferne. Ich frage einen anderen Taxifahrer, ob er meint, dass wir mit dem Gepäck in seinen 60 Jahre alten amerikanischen Schlitten passen würden. Ein zweifelnder Blick, aber es scheint nicht unmöglich. Also probieren wir es aus. Nach etwas rangieren und arrangieren haben wir das Gepäck verstaut und steigen ins Taxi. In diesem Augenblick kommt unser Kleintransporter und guckt uns fragend aus seinem Bus an. Aber wer zu spät kommt, den bestraft das Leben. Unser Fahrer bringt uns nach nur einmal Verfahren zur richtigen Autovermietung. Das Auto steht laut Voucher erst ab 13.00 Uhr zur Verfügung. Es ist 11.00 und wir fragen, ob wir das Auto früher haben können. Der Autovermieter verneint. Es käme erst um 13 Uhr. Wir fragen ihn, ob er glaubt, dass unser Gepäck ins Auto passt. Er meint, es sei kein Problem. Also warten wir geduldig. Eine halbe Stunde später kommt ein Bia S6 auf den Hof gefahren und er meint, wir sollen diesen nehmen statt dem gemieteten Peugeot 207 Combi. Ein bulliger SUV mit getönten Scheiben.

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Es ist das beste Auto das wir bislang auf der ganzen Insel gesehen haben. Vielleicht abgesehen von Obama’s und Raúl’s Luxuslimousinen. Um 11:30 Uhr sind wir startklar und fahren gut klimatisiert von Havanna in Richtung Pinár del Rio. Ohne Kompass, GPS, Beschilderung oder Kartenmaterial. Auf halber Strecke werden wir von einem Polizisten angehalten. Er fragt uns, ob wir eine Person des liegengebliebenen Autos mitnehmen können, damit diese dann einen Mechaniker zurückschicken kann. Wir rücken zusammen und nehmen 1 Person mit, die anderen warten am Auto.
Als Dankeschön für’s Mitnehmen möchte er uns eine kostenlose Führung auf einer Tabakplantage und eine Zigarre anbieten. Wir bringen aber zuerst Sabine ins Hotel und fahren dann zu dritt weiter. Als wir dann in eine unbefestigte Seitenstraße abbiegen, ist nicht mehr ganz klar, ob dies nun ein abgekartertes Spiel ist oder nicht. Dort angekommen, bietet man uns einen Kaffee an und auch die Zigarren zum direkten Verkosten. Angeblich werden hier die Zigarren in allerbester Qualität für die Regierung hergestellt. Am Ende der Führung bietet man uns natürlich Zigarren zum Kauf in einer edlen Kiste an. Wir haben nicht den Eindruck, als habe man sich sehr um das liegengebliebene Fahrzeug gekümmert. Am Ende bleibt ein nicht ungetrübtes und ein etwas mulmiges Gefühl. Man will ja den Leuten nichts Böses unterstellen, aber dies sieht uns im Nachhinein gesehen nach einer Masche und Bauernfängerei aus. Unser Gefühl wird noch dadurch bestärkt, dass ein anderer Mietwagen in dieselbe unbefestigte Straße einbiegt, als wir herausfahren. Mietwagen erkennt man sofort am äußeren Erscheinungsbild und manchmal auch am roten Nummernschild, es sind einfach die besten Autos auf Kuba. Ich frage mich jetzt allerdings, wie man echte Polizisten von Unechten unterscheidet.

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Wir fahren noch nach Vigñales und bleiben auf einer Anhöhe stehen, von der man einen herrlichen Panoramablick auf das Valle de Vigñales hat. Es gibt dort ein Restaurant mit kleinen, auf Holzstelzen stehenden Aussichtsterrassen.

Foto-Galerie des Tages

Wir genießen den Ausblick und hoffen

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2016 Mexiko & Kuba Rundreise: Rolling Stones Konzert

Heute wird in Kuba Geschichte geschrieben. Erstmals seit 1935 ist ein solches Ereignis möglich. Der heutige Tag ist ganz alleine für das Rolling Stones Konzert reserviert.
Damit wir fit für den Abend sind, lassen wir den Tag ruhig angehen.
Rainer, Tom & Sabine legen sich an den Pool und ich bearbeite meine Bilder und schreibe mal wieder meine Reiseberichte im klimatisierten Zimmer.
Unser Taxifahrer kommt, nach kubanischer Pünktlichkeit, eine gute halbe Stunde später. Wir müssen allerdings noch auf jemanden warten, lässt er uns wissen. Nach weiteren 15 Minuten kommt ein anderes rotes Taxi mit weißem Dach, worin er uns einsteigen lässt. Dieses Taxi würde uns dann später am selben Punkt wieder abholen, wo der Fahrer uns am Konzertgelände aussteigen lässt.

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450.000 Besucher auf dem Rolling Stones Konzert

Wir haben uns gefragt, wie man das hier organisiert mit 450.000 Leuten auf dem riesigen Open-Air-Gelände in der Nähe einer blau-weißen Ufo-ähnlichen Halle. Die Antwort ist einfach: Gar nicht.
Man lässt es scheinbar alles auf sich zukommen und wartet ab, ob es klappt oder nicht.

Bilder-Galerie des Tages

Man muss gestehen, alles ist sehr entspannt. Es gibt keine Einlasskontrolle, nur sehr sporadisch und stichprobenartig schaut man in die Rucksäcke. Es gibt keine Toiletten weit und breit, nur ungefähr 5 Blechkabinen, die direkt über einem Gulli am Straßenrand stehen, die als Toiletten dienen. Davor jeweils eine hundert Meter lange Warteschlange. Man hat jedoch niemanden wild an die

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2016 Mexiko & Kuba Rundreise: Stadtrundfahrt und Opernsängerin Yolanda

Nachdem wir wissen, dass der Shuttle einen kleinen Kreis fährt, nehmen wir einfach wieder ein Taxi. Den Fahrer kennen wir bereits und er uns. Unterwegs mache ich ein Foto von ihm und drucke es ihm aus. Das Geschenk bringt Nähe. Er zeigt uns während der Fahrt in seinem 63 Jahre alten klapprigen Auto, ganz stolz ein Foto seiner 6-jährigen Tochter. Ich versuche die Fahrt zum Rolling Stones Konzert mit Treffpunkten und Uhrzeiten für morgen zu organisieren und wir tauschen auch Telefonnummern aus. Es wird sich als schwierig gestalten bei 450.000 Zuschauern und mal sehen ob es klappt.

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Unterwegs lassen wir uns von ihm noch ein gutes Restaurant zeigen und uns dort absetzen.
Wir reservieren einen Tisch für 15.30 Uhr und machen uns auf den Weg zur Stadtrundfahrt mit einem oben offenen Doppeldecker-Bus. Sie dauert rund 1:30 Stunden und führt uns entlang sehenswerter Stellen von Havanna. Es ist heiss und wir freuen uns auf das klimatisierte Restaurant im Wildwest-Stil. Die Bedienungen laufen in kurzen Röckchen und Cowboy-Hüten herum und sorgen für unser leibliches Wohl. Allerdings lässt man sich diesen Augenschmaus auch äußerst gut bezahlen.

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Mulo hat uns per SMS zu Kaffee und Kuchen eingeladen und zwar zu der Opernsängerin ‚Yolanda‘. Yolanda war ein Opernstar und auf allen Brettern der Welt zu Hause. Sie ist mit einem Deutschen verheiratet und lebt zeitweise in München und in ihrem Stadtpalast in Havanna. Marmorsäulen zieren den Eingangsbereich. Der Palast ist äußerst stilvoll eingerichtet und gleicht einem Museum. Frische riesige Blumengestecke sorgen für einen frühlingshaften Duft im ganzen Haus. Bilder und Poster der Blütezeit ihrer Welt-Karriere verschönern die Wände. Yolanda spricht fließend

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2016 Mexiko & Kuba Rundreise: Prominenz im Club El Gato Tuerto

Frühstück um kurz vor knapp. Der ausgefüllte Tag gestern hat seinen Tribut gezollt. Aber wir schaffen es noch, bevor die Tische und das Essen abgeräumt werden. Heute lassen wir es gemütlich angehen. Rainer und Tom nehmen ein Bad im Pool während Sabine liest und ich Berichte schreibe und versuche, die Bearbeitung der Fotos aufzuholen. Das gelingt allerdings nur zum Teil, denn um 15 Uhr wollen wir den Bus nach Havanna nehmen und vorher noch etwas zwischen die Zähne bekommen. Wir warten auf unseren Shuttle, aber um 15.40 ist immer noch kein Bus in Sicht. Ich frage eine Hotelangestellte, die mich ins Chefbüro schickt. Dort sitzen zwei Damen auf engstem Raum und verstecken sich hinter einem alten Röhrenmonitor. Normalerweise sollte der Shuttle zur Stadt jede volle Stunde fahren. Die beiden Damen versichern mir, dass der Bus um 16 Uhr käme. Ein paar Minuten vor 16 Uhr kommt dann tatsächlich ein Bus und nimmt uns mit. Wir wundern uns, dass der Bus irgendwann eine Kehrtwende nimmt und wieder zurück fährt. Eine halbe Stunde später sind wir wieder da, wo wir eingestiegen sind. Das ist Kuba. Wir nehmen ein Taxi und fahren in die Stadt. In unserem Lieblingscafé verdauen wir die Erfahrung bei einer Limonada. Später gehen wir nochmal auf die tolle Aussichtsterrasse des Hotels Parque Central und genießen die Aussicht bis die Sonne hinter der Skyline verschwindet. Bei Nacht essen wir direkt an der Balustrade mit Blick auf die teils zerfallenen Kolonialbauten.

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Mulo Francel (Quadro Nuevo) möchte uns zum Drink in den Club El Gato Tuerto einladen, dort wird Live-Musik gespielt. Um 21 Uhr sind wir dort und um 22 Uhr fängt die Band an. Mulo wollte gerne die Fotos vom Shooting mitnehmen. Die Zeit nutze ich, um die Fotos mit der Unterstützung von Rainer und Tom zu sichten, eine Vorauswahl zu treffen und zu bearbeiten. Im Restaurant über dem Club finden wir dafür ein schönes Plätzchen auf dem Balkon mit Blick auf das Hotel National, in dem außer Obama schon viele andere bekannte Persönlichkeiten genächtigt haben.

Foto-Galerie des Tages

Als Mulo kommt, sind wir soweit, um die fertigen Bilder auf einen USB-Stick zu übertragen. Die Musiker sind bereits warm gespielt, als wir vom Restaurant in den Club hinabsteigen. Dieser ist bereits knallvoll. Als die Band den Schlussakkord einstimmt, sind wir der Meinung, dass es das war. Weit gefehlt, denn jetzt geht es erst richtig zur Sache. Die zweite Band beendet ihren Soundcheck sehr schnell und beginnt mit einem kubanischen, sich ständig wiederholenden Rhytmus. Eine kleine 98- jährige Frau, deren Gesicht einem Gorilla gleicht, kommt mit langsamen, rhytmischen Bewegungen auf die Menge zu. Sie trägt ein knallrotes Kostüm, schwarze Handschuhe und am Ringfinger einen überdimensional großen, blau-blinkenden Ring. Auf ihrem Kopf eine blonde Perücke.

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Ihre gewaltige Stimme feuert die Zuschauer an. Stühle und Tische werden beiseite geschoben, um der Greisin und ihrem bulligen Begleiter Platz zu schaffen. Binnen Sekunden erheben sich alle Zuschauer von ihren Plätzen, damit sie dieses Spektakel mit ihren Handys fotografieren und filmen können. Als sie auf der Bühne steht, kommt ein Filmteam in den Club. Es ist Jorge Gonzáles, Choreograf und Model, der als extrovertierter Laufstegtrainer von Germany’s Next Topmodel und Juror von Let’s Dance bekannt ist. Sein Kumpane, Thomas Hayo, Creative Director und Juror der Castingshow Germany’s Next Topmodel ist auch mit dabei. Beide präsentieren sich immer mal wieder

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2016 Mexiko & Kuba Rundreise: Treffen mit Mulo Francel (Quadro Nuevo) & Friends

Das Frühstück ist reichhaltig und gut. Aus der Kaffeemaschine kommt nur noch heißes Wasser. Die meisten Gäste wissen in welches Land sie gereist sind und sehen über das kleine Manko hinweg, es gibt aber auch Ausnahmen. Aber die Beschwerden der wenigen Gäste werden einfach von einem Mitarbeiter zum Nächsten  weitergereicht, bis die Information irgendwann verebbt ist. Dass der Grund aber sein könnte, dass es einfach keinen Kaffee mehr gibt, auf diese Idee kommen diese Nörgler nicht.
Nach dem Frühstück fragen wir in der Rezeption nach einem Taxi. Den Preis verhandeln wir immer vor der Fahrt um kein Fiasko zu erleben. Als wir uns einig sind, steigen wir in die 59 Jahre alte Karosse ein, in der es herrlich nach Benzin und Öl riecht. Heute ist Obama und auch Raúl Castro mit seinem Gefolge in der Stadt unterwegs. Deshalb sind wieder überall Straßensperren aufgebaut. Unser Taxifahrer wird von einer Sperre zur nächsten umgeleitet. Aus dem Taxi heraus können wir die Kolonne von Raúl Castro vorbeifahren sehen. Am Malecón  (Uferpromenade von Havanna) muss uns der Taxifahrer rauswerfen, da es für ihn kein Weiterkommen gibt. Der Malecón ist für Fahrzeuge abgeriegelt. Wir gehen zu Fuß weiter und während wir so laufen, fahren mehrere große Kolonnen mit Polizeischutz an uns vorbei. Obama muss in einer dieser verdunkelten Luxuslimousinen sitzen.

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Um 15 Uhr haben wir uns mit Mulo Francel (Quadro Nuevo) und seiner Familie und Freunden verabredet. Wir haben also noch viel Zeit bis zu unserem Treffen.
Wir setzen unseren Streifzug fort und machen mit Sabine nochmal die gleiche Altstadt-Tour wie ein paar Tage zuvor. Dieses mal zu viert. Wir bleiben an jeder Kneipe stehen, in der Musik gemacht und getanzt wird. Aus heiterem Himmel kommt Mulo für ein Saxophon-Solo auf die Bühne. Wir trauen unseren Augen nicht. In einer 2 Millionen Metropole trifft man sich ganz zufällig in der Musikkneipe Café de Paris.
Gemeinsam setzen wir unseren Streifzug durch die Altstadt Havanna’s fort und kommen an das Hotel, an dem wir uns eigentlich verabredet haben. Was zwei Tage zuvor noch so einfach ging, ist jetzt leider

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