2016 Mexiko & Kuba Rundreise: Stadtrundfahrt und Opernsängerin Yolanda

Nachdem wir wissen, dass der Shuttle einen kleinen Kreis fährt, nehmen wir einfach wieder ein Taxi. Den Fahrer kennen wir bereits und er uns. Unterwegs mache ich ein Foto von ihm und drucke es ihm aus. Das Geschenk bringt Nähe. Er zeigt uns während der Fahrt in seinem 63 Jahre alten klapprigen Auto, ganz stolz ein Foto seiner 6-jährigen Tochter. Ich versuche die Fahrt zum Rolling Stones Konzert mit Treffpunkten und Uhrzeiten für morgen zu organisieren und wir tauschen auch Telefonnummern aus. Es wird sich als schwierig gestalten bei 450.000 Zuschauern und mal sehen ob es klappt.

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Unterwegs lassen wir uns von ihm noch ein gutes Restaurant zeigen und uns dort absetzen.
Wir reservieren einen Tisch für 15.30 Uhr und machen uns auf den Weg zur Stadtrundfahrt mit einem oben offenen Doppeldecker-Bus. Sie dauert rund 1:30 Stunden und führt uns entlang sehenswerter Stellen von Havanna. Es ist heiss und wir freuen uns auf das klimatisierte Restaurant im Wildwest-Stil. Die Bedienungen laufen in kurzen Röckchen und Cowboy-Hüten herum und sorgen für unser leibliches Wohl. Allerdings lässt man sich diesen Augenschmaus auch äußerst gut bezahlen.

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Mulo hat uns per SMS zu Kaffee und Kuchen eingeladen und zwar zu der Opernsängerin ‚Yolanda‘. Yolanda war ein Opernstar und auf allen Brettern der Welt zu Hause. Sie ist mit einem Deutschen verheiratet und lebt zeitweise in München und in ihrem Stadtpalast in Havanna. Marmorsäulen zieren den Eingangsbereich. Der Palast ist äußerst stilvoll eingerichtet und gleicht einem Museum. Frische riesige Blumengestecke sorgen für einen frühlingshaften Duft im ganzen Haus. Bilder und Poster der Blütezeit ihrer Welt-Karriere verschönern die Wände. Yolanda spricht fließend

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2016 Mexiko & Kuba Rundreise: Prominenz im Club El Gato Tuerto

Frühstück um kurz vor knapp. Der ausgefüllte Tag gestern hat seinen Tribut gezollt. Aber wir schaffen es noch, bevor die Tische und das Essen abgeräumt werden. Heute lassen wir es gemütlich angehen. Rainer und Tom nehmen ein Bad im Pool während Sabine liest und ich Berichte schreibe und versuche, die Bearbeitung der Fotos aufzuholen. Das gelingt allerdings nur zum Teil, denn um 15 Uhr wollen wir den Bus nach Havanna nehmen und vorher noch etwas zwischen die Zähne bekommen. Wir warten auf unseren Shuttle, aber um 15.40 ist immer noch kein Bus in Sicht. Ich frage eine Hotelangestellte, die mich ins Chefbüro schickt. Dort sitzen zwei Damen auf engstem Raum und verstecken sich hinter einem alten Röhrenmonitor. Normalerweise sollte der Shuttle zur Stadt jede volle Stunde fahren. Die beiden Damen versichern mir, dass der Bus um 16 Uhr käme. Ein paar Minuten vor 16 Uhr kommt dann tatsächlich ein Bus und nimmt uns mit. Wir wundern uns, dass der Bus irgendwann eine Kehrtwende nimmt und wieder zurück fährt. Eine halbe Stunde später sind wir wieder da, wo wir eingestiegen sind. Das ist Kuba. Wir nehmen ein Taxi und fahren in die Stadt. In unserem Lieblingscafé verdauen wir die Erfahrung bei einer Limonada. Später gehen wir nochmal auf die tolle Aussichtsterrasse des Hotels Parque Central und genießen die Aussicht bis die Sonne hinter der Skyline verschwindet. Bei Nacht essen wir direkt an der Balustrade mit Blick auf die teils zerfallenen Kolonialbauten.

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Mulo Francel (Quadro Nuevo) möchte uns zum Drink in den Club El Gato Tuerto einladen, dort wird Live-Musik gespielt. Um 21 Uhr sind wir dort und um 22 Uhr fängt die Band an. Mulo wollte gerne die Fotos vom Shooting mitnehmen. Die Zeit nutze ich, um die Fotos mit der Unterstützung von Rainer und Tom zu sichten, eine Vorauswahl zu treffen und zu bearbeiten. Im Restaurant über dem Club finden wir dafür ein schönes Plätzchen auf dem Balkon mit Blick auf das Hotel National, in dem außer Obama schon viele andere bekannte Persönlichkeiten genächtigt haben.

Foto-Galerie des Tages

Als Mulo kommt, sind wir soweit, um die fertigen Bilder auf einen USB-Stick zu übertragen. Die Musiker sind bereits warm gespielt, als wir vom Restaurant in den Club hinabsteigen. Dieser ist bereits knallvoll. Als die Band den Schlussakkord einstimmt, sind wir der Meinung, dass es das war. Weit gefehlt, denn jetzt geht es erst richtig zur Sache. Die zweite Band beendet ihren Soundcheck sehr schnell und beginnt mit einem kubanischen, sich ständig wiederholenden Rhytmus. Eine kleine 98- jährige Frau, deren Gesicht einem Gorilla gleicht, kommt mit langsamen, rhytmischen Bewegungen auf die Menge zu. Sie trägt ein knallrotes Kostüm, schwarze Handschuhe und am Ringfinger einen überdimensional großen, blau-blinkenden Ring. Auf ihrem Kopf eine blonde Perücke.

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Ihre gewaltige Stimme feuert die Zuschauer an. Stühle und Tische werden beiseite geschoben, um der Greisin und ihrem bulligen Begleiter Platz zu schaffen. Binnen Sekunden erheben sich alle Zuschauer von ihren Plätzen, damit sie dieses Spektakel mit ihren Handys fotografieren und filmen können. Als sie auf der Bühne steht, kommt ein Filmteam in den Club. Es ist Jorge Gonzáles, Choreograf und Model, der als extrovertierter Laufstegtrainer von Germany’s Next Topmodel und Juror von Let’s Dance bekannt ist. Sein Kumpane, Thomas Hayo, Creative Director und Juror der Castingshow Germany’s Next Topmodel ist auch mit dabei. Beide präsentieren sich immer mal wieder

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2016 Mexiko & Kuba Rundreise: Treffen mit Mulo Francel (Quadro Nuevo) & Friends

Das Frühstück ist reichhaltig und gut. Aus der Kaffeemaschine kommt nur noch heißes Wasser. Die meisten Gäste wissen in welches Land sie gereist sind und sehen über das kleine Manko hinweg, es gibt aber auch Ausnahmen. Aber die Beschwerden der wenigen Gäste werden einfach von einem Mitarbeiter zum Nächsten  weitergereicht, bis die Information irgendwann verebbt ist. Dass der Grund aber sein könnte, dass es einfach keinen Kaffee mehr gibt, auf diese Idee kommen diese Nörgler nicht.
Nach dem Frühstück fragen wir in der Rezeption nach einem Taxi. Den Preis verhandeln wir immer vor der Fahrt um kein Fiasko zu erleben. Als wir uns einig sind, steigen wir in die 59 Jahre alte Karosse ein, in der es herrlich nach Benzin und Öl riecht. Heute ist Obama und auch Raúl Castro mit seinem Gefolge in der Stadt unterwegs. Deshalb sind wieder überall Straßensperren aufgebaut. Unser Taxifahrer wird von einer Sperre zur nächsten umgeleitet. Aus dem Taxi heraus können wir die Kolonne von Raúl Castro vorbeifahren sehen. Am Malecón  (Uferpromenade von Havanna) muss uns der Taxifahrer rauswerfen, da es für ihn kein Weiterkommen gibt. Der Malecón ist für Fahrzeuge abgeriegelt. Wir gehen zu Fuß weiter und während wir so laufen, fahren mehrere große Kolonnen mit Polizeischutz an uns vorbei. Obama muss in einer dieser verdunkelten Luxuslimousinen sitzen.

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Um 15 Uhr haben wir uns mit Mulo Francel (Quadro Nuevo) und seiner Familie und Freunden verabredet. Wir haben also noch viel Zeit bis zu unserem Treffen.
Wir setzen unseren Streifzug fort und machen mit Sabine nochmal die gleiche Altstadt-Tour wie ein paar Tage zuvor. Dieses mal zu viert. Wir bleiben an jeder Kneipe stehen, in der Musik gemacht und getanzt wird. Aus heiterem Himmel kommt Mulo für ein Saxophon-Solo auf die Bühne. Wir trauen unseren Augen nicht. In einer 2 Millionen Metropole trifft man sich ganz zufällig in der Musikkneipe Café de Paris.
Gemeinsam setzen wir unseren Streifzug durch die Altstadt Havanna’s fort und kommen an das Hotel, an dem wir uns eigentlich verabredet haben. Was zwei Tage zuvor noch so einfach ging, ist jetzt leider

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2016 Mexiko & Kuba Rundreise: Hotelumzug

Das Frühstück bei Elisa und Ramón ist wieder göttlich. Ein lustiges Ehepaar um die 60. Elisa trinkt gerne mal einen über den Durst und wird lustig und anhänglich. Ramón sorgt mit seinem speziellen Humor auch für gute Laune. Der Fernseher läuft hier den ganzen Tag in unüberhörbarer Lautstärke. Die Live-Übertragung von Barack Obama und Raúl Castro läuft gerade. Die Nationalhymnen von Kuba und den USA werden gerade gespielt und ich fotografiere den Fernseher, als Obama die Hand auf’s Herz legt. In diesem Augenblick gesellt sich Ramon neben den Fernseher. Es entsteht ein historisches Foto, welches in die Geschichte eingehen könnte. Ein Gruppenfoto mit Raúl, Barack und Ramón.
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Heute ist der Tag des Abschieds in diesem Haus. Gerne wären wir noch geblieben,  aber wir haben ab heute ein Hotel ca. 15km westlich von Havanna-Zentrum. Es heißt Acuario und liegt am Yachthafen Marina Hemingway. Ramón besorgt uns über einen Freund ein Taxi. Aber vier Personen und Gepäck ist nur in zwei Fahrten möglich. Sabine und ich nehmen das erste Taxi. Die Fahrt dauert ca. 35 Minuten. Um 13 Uhr ist letztendlich der komplette Umzug vollzogen.

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Unsere Zimmer sind leider noch nicht bezugsfertig. Man sagt uns, um 15 Uhr bekämen wir die Schlüssel. Aber an der Rezeption herrscht organisiertes Chaos. Viele Leute hinter’m Tresen sind am Hin- und Herlaufen. Um ein Problem zu lösen, schauen 3 Mitarbeiter gleichzeitig auf eine Liste mit vielen Handnotizen. Wir verlassen uns aber darauf, dass am Ende doch wieder alles klappt, denn so ist es eigentlich immer. Letztlich bekommen wir um

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2016 Mexiko & Kuba Rundreise: Havanna

Die Nacht bietet nicht viel Schlaf. Erkältung, tropisch warm, laut und schlechte Luft. Diese Kombination ist leider etwas ungünstig für einen guten Schlaf. Sabine hat die Nacht zwar gut überstanden, aber die Migräne schlägt bei ihr zu, wahrscheinlich war der Tag gestern doch zu heftig.
Als ich aufstehe, ist meine Stimme fast komplett weg. Das Frühstück findet erst um 11 und leider nur zu Dritt statt.
Sabine wird heute322-_DSF2028 zu Hause bleiben müssen, denn es geht ihr wirklich nicht gut. Das Frühstück ist total reichhaltig mit viel Obst, einem Omelett mit Schinken und Käse, einem sehr guten Espresso, Brötchen usw.

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Rainer, Tom und ich streifen durch die Gassen von Havanna, um möglichst viele Eindrücke des Lebens einzufangen. Wir landen am Prado, der Prachtmeile von Havanna. Aus einem Hotel unweit des Capitols hören wir kubanische Musik, die uns wie ein Magnet anzieht. Wir finden einen schattigen Platz unter den Arkaden im Kolonialstil. Wir bestellen uns etwas zu trinken, lauschen der Musik und sehen dem Treiben auf der Straße zu. Ich fotografiere einen ehemaligen kubanischen Boxer, der 1972 in Berlin einen Wettkampf geboxt hat. Der Boxsport spielt ja bekanntlich in Kuba eine große Rolle. Ich drucke ein Instax-Bild aus und schenke es ihm. Stolz betrachtet er sich und zeigt es seinen Nachbarn. Die Band muss das wohl irgendwie mitbekommen haben und fragt mich, ob ich auch ein Foto von ihr machen könnte. Selbstverständlich geht das in Ordnung. Anschließend gehen wir hinauf zur Aussichtsterrasse des Hotels Parque Central. Normalerweise dürfen nur Hotelgäste hinauf, aber der Sicherheitsdienst hat wohl eine schwache Minute,  so dass wir mit dem Aufzug in den 8. Stock fahren können. Oben befindet sich ein Swimmingpool und mehrerer Tropical Bars. Wir nehmen einen Tisch in der Nähe der Balustrade und genießen einen Kaffee in der Sonne. Wenige Minuten später kommt eine kubanische Band mit zwei hübschen Sängerinnen.343-_DSF2107

Eine gute Stunde verweilen wir und in der Spielpause lassen wir uns von den zwei Grazien überreden, eine CD zu kaufen. Das CD-Cover ist eine Klarsichtfolie und das Foto mit einem Tintenstrahldrucker erstellt. Noch ein Instax-Foto mit den Sängerinnen für’s Familienalbum und weiter geht’s in die Altstadt Havannas. In der Straße namens Obrapia gibt es viele Kneipen, aus denen kubanische Musik schallt und die Leute in die Lokale lockt. Vor und in den Kneipen wird getanzt.
Auf dem Rückweg fängt es heftig an zu regnen. Wir stellen uns in einem Kircheneingang unter, aber der Regen wird nicht

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