04.08.2017 Bodensee-Königsee & Alpe Adria Radweg: Von Ohlstadt nach Stallau


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Erkenntnis des Tages: Ein Ruhe- und Badetag tun auch mal gut

Unser italienischer Gastgeber serviert uns heute Morgen einen Filterkaffee, der so durchsichtig ist, dass man den Boden der Tasse erkennen kann. Sehr untypisch für ein gutes italienisches Restaurant. Das Essen gestern war hervorragend und bis Mitternacht waren die Tische im Garten voll belegt. Normalerweise halte ich mich mit Beschwerden gerne sehr bedeckt, aber die Müdigkeit am Morgen und der Kaffeedurst waren zu stark, so dass ich mich überwinde etwas zu sagen. Aber mit großer Freundlichkeit bekommen wir dann einen köstlichen Kaffee aus der echten italienischen Espressomaschine. Ein Traum.

Wir holen die Räder aus der

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03.08.2017 Bodensee-Königsee & Alpe Adria Radweg: Von Hopfen am See nach Ohlstadt


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Erkenntnis des Tages: No pain, no gain!

Etappenlänge 67,12 km – Gesamtanstieg: 718 m – Gesamtabstieg 846 m

Auf dem Campingplatz haben wir einen Stellplatz am Hang mit Blick auf den Hopfensee und dem dahinter liegenden Bergpanorama. Ein Ausblick wie er nicht besser sein könnte.

Um 7 Uhr klettern wir aus unserer Behausung aus Stoff. Die neuen Unterlagen sind übrigens fast so bequem wie eine echte Matratze und nehmen im entlüfteten Zustand den Platz eine Coladose ein. Naja, vielleicht etwas größer. Aber es ist schon Wahnsinn, was heute so technisch möglich ist, wenn ich bedenke wie sperrig und schwer die Isomatten noch vor 30 Jahren waren. Aufgeblasen werden sie mit einem Pumpbeutel. Wiegt so gut wie nix und nimmt keinen Platz weg, da man ihn z.b. mit einem Schlafsack befüllen kann und somit doppelt nutzbar ist. Er ist auch besser als die früheren ollen Fußpumpen, womit man nach 2 Luftmatratzen einen Krampf im Bein hatte. Man schließt das Ventil der Isomatte am Ausgang des Blasesacks an und fängt quasi die Luft ein, hält den Sack zu und drückt später die Luft vom Sack in die Term-A-Rest-Matte. Nach spätestens 3-4x Luft einfangen ist die dicke Isomatte mit Luft gefüllt. Früher lag ich nach zwei aufgeblasenen Luftmatratzen bewusstlos und hyperventiliert neben dem

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02.08.2017 Bodensee-Königsee & Alpe Adria Radweg: Von Bühl am Alpsee nach Hopfen am See


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Erkenntnis des Tages: Nur gut, dass es Schutzengel gibt

Als wir gestern unsere Schutzzone verlassen haben und zum Zelt gegangen sind, war die Spannung sehr groß. Das Unwetter hat seht stark gewütet. Orkanböen und heftiger Regen machten die Gegend unsicher. Der Blitz muss auch in unmittelbarer Nähe eingeschlagen haben, denn Blitz und ein heftiger Donner krachten quasi gleichzeitig ein und in diesem Moment war das Mobilfunknetz für eine Stunde lahmgelgt. Im Aufenthaltsraum zuckten vor Schreck so manche Schultern nach oben. Als es wieder aufhörte gingen wir mit großer Spannung an unsere teuere Neuanschaffung. Aber dem Zelt ist glücklicherweise nichts passiert. Der Zeltplatz steht zwar knöcheltief unter

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01.08.2017 Bodensee-Königsee & Alpe Adria Radweg: Von Wigratzbad nach Bühl am Alpsee


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Erkenntnis des Tages: Radlerhosen und Glühlampen mögen sich nicht besonders

Gestern war Waschtag. Die Sachen haben wir zum Trocknen im ganzen Zimmer verteilt. Um 6:30 Uhr sind wir bereits hellwach und ausgeschlafen, aber das Frühstück haben wir erst um 8 Uhr bestellt. Alles außer der Polsterung der Radlerhose ist trocken. Aber MacGyver „René“ ist ja erfinderisch und hängt die Hose über die warmen Glühlampen im Bad. Die Wärme der Lampen wird wohl die Hose trocknen. 5 Minuten später kommt jedoch ein übelriechender Kunststoffgeruch aus dem Bad. Die Hose ist tatsächlich fast trocken, hat aber zudem ein

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31.07.2017 Bodensee-Königsee & Alpe Adria Radweg: Von Meersburg nach Wigratzbad

 


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Erkenntnis des Tages: Es gibt sie nicht „Die Fischerin vom Bodensee“

In der Nacht gab es ein Gewitter und Regen. Irgendwie spannend, wenn man im Zelt liegt und der Regen auf das Zeltdach prasselt und das Blitzlicht das Zeltinnere erhellt. Unsere neue Behausung hat es aber problemlos überstanden – und wir auch. Als wir um 7:30 Uhr aufstehen ist ein Radfahrer schon wieder weg. Wir versuchen unsere Sachen so gut wie möglich zu trocknen und verstauen alles wieder an seinen Platz. Eine Ortschaft weiter, in Hagnau, finden wir am Radweg einen Bäcker mit Außenterrasse. Das ist unser Frühstücksladen. Unsere Reiseroute geht anschließend weiter in Richtung Lindau, immer schön am Bodensee entlang. In Langenargen gibt’s dann wieder frisches Obst vom Bodensee, statt Currywurst mit Pommes. Obwohl das auch sehr verlockend riecht. Es ist nämlich gerade Seefest. Eine Musikkapelle marschiert blasmusizierend durch das Festgelände auf die große Freilichtbühne zu. Dort geben sie dann ‚Die Fischerin vom Bodensee‚ zum Besten. Allerdings gibt es die Fischerin scheinbar nur im Film. Das Publikum trällert lustig zur Blasmusik mit.

Am Bodensee gibt es zwar auch den ein oder anderen Hügel zu überwinden, aber damit ist nach dem Örtchen Zech, ein paar Kilometer nach Lindau, endgültig Schluss. Ab hier muss man kräftiger in die Pedale treten. Hier geht’s jetzt richtig los mit der Kletterei. Dafür sieht man ab hier kaum noch Radfahrer und ist fast für sich alleine. Am Bodenseeradweg musste man schon sehr auf der Hut sein, denn hier tummeln sich Tausende Radler. Manche fahren gefährlich langsam und andere wiederum gefährlich schnell und teilweise auch unvorsichtig. Auffallend ist, dass hier einige Megawattstunden an Akkupower unterwegs sind. Dort wo es eigentlich benötigt wird, nämlich ich den Bergen, sind die meisten Radler akkufrei unterwegs. In Hergensweiler wollen wir das Zimmer beziehen, welches wir vor 3 Jahren schonmal hatten. Aber heute ist Montag und Ruhetag. Wir müssten warten bis wieder jemand kommt. Im Biergarten machen wir dennoch eine Pause und planen unser weiteres Vorgehen. Bleiben oder weiterfahren? Wir entscheiden uns für weiterfahren.

In Wigratzbad finden wir unsere Bleibe für die Nacht. Eine Pension, denn der nächste Campingplatz ist im Bikelinebuch zwar in der Karte eingezeichnet, aber noch weit entfernt und es gibt keine weiteren Infos. Wir hatten es schon mal, dass ein Campingplatz sich als Wohnmobilstellplatz entpuppte. Man hätte eine Schlagbohrmaschine gebraucht, um die Heringe in den Boden zu kriegen. Da wir sowas gerade nicht dabei haben, entscheiden wir uns für die Bequemlichkeit in Form einer Pension. Die Kleider werden gewaschen und das nasse Zelt hängen wir auch nochmal zum Trocknen auf.

Heute ist Montag. Und Montag ist auch hier Ruhetag. 2 von 3 Lokalen in der näheren Umgebung sind geschlossen, und das einzig Offene ist das Restaurant der Gebetsstätte. Scheinbar sind wir hier an einem heiligen Ort, denn in diesem kleinen Dorf dreht sich alles um den lieben Gott. Für uns ist aber erstmal wichtig, etwas Essbares zu finden. Die Auswahl ist zwar sehr begrenzt, aber immerhin kann man zwischen einer Salatplatte und einem Wurstsalat wählen. Gerne dürft ihr raten, wer was gegessen hat. Der Gewinner erhält drei Marshmellows per Post zugeschickt. Leider leider (räusper) können wir an der Gebetsstunde nicht mehr teilnehmen, denn alles schliesst um 19 Uhr. Dafür haben wir umso mehr Bilder von diesem Ort gemacht und haben vergessen die wunderschöne Landschaft beim Aufstieg in die Allgäuer Voralpenlandschaft zu fotografieren. Wir schieben die Schuld daran an die große Hitze 🙂

Liest das überhaupt jemand bis zu Ende? 🙂



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