Rückreise

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Rückreise
Konstanz, Germany

Konstanz, Germany


Wir frühstücken ausgiebig im Hotel Barbarossa und laufen durch die schöne Konstanzer Altstadt zum Hauptbahnhof. Wir kaufen für 37 € ein „Schönes Wochenende“ Ticket, das auch in Freiburg´s Straßenbahn gültig ist. Pünktlich um 10:38 Uhr fährt die Schwarzwaldbahn los. Zunächst rattert die Bahn eine ganze Weile am Bodensee entlang. Wir fahren in wenigen Minuten an den Hegaubergen vorbei, die wir 3 Tage zuvor mühevoll erklommmen haben. Dann entfernt sich die Bahn von unserer Wanderstrecke in Richtung Nordwesten. Unser erster Umstieg ist in Donaueschingen. Weiter geht die Zugfahrt nach Neustadt, wo wir nochmals umsteigen. Wir passieren Titisee, Hinterzarten, Kirchzarten und erreichen schließlich Freiburg nach 2h 40min. Die Straßenbahn Linie 1 bringt uns zurück zum P+R Parkplatz „Padua-Allee“, von wo aus wir mit dem Auto zurück nach Mannheim fahren.

Wenn Ihr mögt, könnt Ihr uns gerne noch Eure Anmerkungen oder Fragen als Kommentar hinterlassen. Wir würden uns sehr darüber freuen.


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Etappe 8: Von Möggingen nach Konstanz

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Etappe 8: Von Möggingen nach Konstanz
Möggingen, Germany

Möggingen, Germany


Etappenlänge: 27,61 km, 332 hm

Die letzte Etappe ist nicht gerade kurz, darum wollen wir eigentlich früh los. Aber unsere Gastgeberin (siehe Vortag) ist sehr gesprächig und die Gespräche sind sehr interessant. Es geht in der Hauptsache um die Kinder, ihre Enkel und das Reisen. Viel Gesprächsstoff. Erst um kurz vor 10 Uhr können wir uns entfesseln und gehen auf die Piste. Zuvor machen wir noch ein Abschiedsfoto und versprechen Ihr, das Foto zuzusenden. Sie freut sich sehr darüber. Wir hätten gut und gerne noch zwei Stunden länger bleiben können, es wäre nicht langweilig geworden. Von Möggingen aus geht es, wie sollte es anders sein, 7 km bergauf nach Langenrain. Die Steigung ist aber heute sehr moderat und bringt den Kreislauf nicht besonders in Schwung. Das gestrige Essen war wohl zu spät oder zu viel, oder beides. Jedenfalls schliefen wir Beide nicht besonders gut und torkeln so vor uns hin. Nach 1:45 Std. geht es bergab. Kurze Zeit später stehen wir vor dem Eingang der Marienschlucht, eine kurze aber sehr enge, durch Brücken, Treppen und unzählige Holzstege, erschlossene Schlucht. Wir gehen die Schlucht nicht wieder hinauf, wie es eigentlich vorgesehen ist, sondern bleiben auf dem schmalen Pfad, der sich unten am Ufer des Bodensees entlang schlängelt. Auf der linken Seite das Ufer, auf der rechten Seite der Steilhang. Immer ein wenig auf und ab. Ein sehr idyllischer Weg. Der Pfad endet in Wallhausen. Am Hafengrill, eine Art Kiosk mit Gartenwirtschaft, sorgt eine „süße Spritze“ (Apfelstrudel mit Vanillesoße) für neue Energie.
Wie gedopt, gehen wir wieder hinauf zu unserem Querweg, der zum Aussichtspunkt Purren führt. An diesem Aussichtspunkt sehen wir zum ersten mal die Insel Mainau vor uns liegen. Auf der anderen Uferseite erkennen wir Meersburg und Überlingen. Leider ist heute keine gute Fernsicht – die Alpen verschwinden hinter einem leichten Dunstvorhang und bleiben uns verborgen. Trotzdem fühlen wir uns wie im Paradies und verweilen für eine Weile auf einer Bank und saugen alles in uns auf. Nach der Erholung geht es hinunter nach Konstanz. Unterwegs essen wir noch Eis und trinken einen Cappuccino im Eiscafé, bevor wir die Brücke über den Rhein überqueren. Wir schlendern durch die Altstadt um zu unserem Hotel Barbarossa zu kommen. Zur Feier des Tages, gönnen wir uns diesen Luxus.
Wir speisen noch im Restaurant zum Elefanten. Dort feiern wir „den Querweg“ und lassen unsere besten Erlebnisse noch mal Revue passieren.

Unser Resümee:
Der Querweg war der bisher schönste, abwechslungsreichste und zugleich anspruchsvollste Fernwanderweg, den wir bis jetzt gewandert sind. Ein 5 Sterne Weg.


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Etappe 7: Von Singen nach Möggingen

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Etappe 7: Von Singen nach Möggingen
Singen, Germany

Singen, Germany


Etappenlänge: 21,76 km, 341 hm

Nach der gestrigen, anstrengenden Etappe steht für heute ein vergleichsweise ruhiger Wandertag auf dem Plan. Man könnte es fast einen Ruhetag nennen.

Um 9.oo Uhr verlassen wir die Pension. Sie gleicht mehr einer verwohnten, leerstehenden, Mietwohnung im 4ten Stock. Wir sind froh, die Nacht überlebt zu haben, irgendwie ist es unheimlich hier. Wir suchen eine Bäckerei mit Stehcafé. Das HTC-Desire erweist sich wieder mal als freundlicher Helfer und lotst uns mittels Google’s Maps auf schnellstem Wege dorthin. Milchkaffee, belegtes Baguette und ein süßes Teilchen beruhigen unsere knurrenden Mägen. Der Weg heute ist we***** spektakulär, aber dennoch ganz das Gegenteil von langweilig. Von Singen aus geht es nach wenigen 100 Metern in den Wald. Es geht ca. 9 km leicht bergan. Dann geht’s hinunter nach Steißlingen, ein blitzblank geputztes, sauberes Örtchen, mit vielen geschmackvollen Häusern. Man kann deutlich merken, dass wir dem Bodensee näher kommen. Am Ortseingang werden wir auf einen schönen, privaten Hühnerhof mit Teich aufmerksam, auf dem allerlei Tiere herumschwammen und liefen. Wir bleiben stehen und bewundern das kleine Anwesen. Wir kommen mit der Besitzerin ins Gespräch, die gerade mit der Aufzucht eines schwachen Kückens beschäftigt ist. Sie fragt uns über unsere Wanderung. Wir interessieren uns für ihren Kleintierzoo und die Handaufzucht. So erzählen wir sicher 15 Minuten über „Gott und die Welt“. Am Ende bekommen wir noch einen guten Tipp für einen romantischen Rastplatz. Es ist ein Badesteg am nahegelegenen See. Die Rast wird uns für die bevorstehende Steigung stärken. Jetzt geht es hinauf zu den Schlosshöfen, an deren Ende sich der Aufgang zur Burgruine Homburg befindet. Wir klettern die Burgruine hinauf bis zur Aussichtsplattform, geniessen die wahnsinnig gute Aussicht auf den Bodensee, die Alpen, die zurückliegenden und erklommenen Vulkankegel und können unser heutiges Ziel in der Ferne erahnen. Es liegt hinter einer Bergkuppe. Ein schmaler Pfad namens Schlosshaldenweg führt wieder hinunter nach Stahringen. In Güttingen, genehmigen wir uns im Stehcafés des Nettomarktes einen Kaffee und ein Stück Kuchen bevor wir das letzte kurze Stück nach Möggingen in Angriff nehmen. Die Ortschaften werden zunehmend ansprechender, je näher wir dem Bodensee kommen. Zuvor ging der Querweg so gut wie nie durch die Zivilisation, jetzt zunehmend mehr.
Wir übernachten in einer privaten Pension bei einer sehr liebenswerten, älteren, alleinstehenden Dame, die nur noch Wanderer aufnimmt, weil das Ihrer Aussage nach, die zufriedensten und freundlichsten Gäste sind. Sie sind genügsam, anspruchslos und freuen sich wenn Sie ein sauberes Bett und ein gutes Frühstück haben. Morgens verlassen Sie zeitig das Haus und sie hat wieder Zeit zum Erholen. Das braucht Sie auch, den letztes Jahr hatte sie einen Herzinfarkt. Trotzdem will Sie auf „Ihre Wanderer“ nicht verzichten, denn Sie sorgen auch für gute Unterhaltung und das scheint ihr Lebenselixier zu sein. Die freundliche Dame empfielt uns den Gasthof Adler zum Abendessen. Also nochmal rein in die Wanderlatschen und eine Ortschaft zurück laufen, nach Güttingen. Das Essen war seeehr gut, aber an das von gestern reicht es natürlich nicht heran.

Wir fallen in unsere Kojen und halten nun unseren Schönheitsschlaf.

Gute Nacht und bis morgen

René &amp; Sabine


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Etappe 6: Von Engen nach Singen

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Etappe 6: Von Engen nach Singen
Engen, Germany

Engen, Germany


Etappenlänge: 34,70 km, 1204 hm

Heute wird der Reisebericht vielleicht etwas kürzer, denn ich bin wirklich fix und fertig. Oben genannte Daten sprechen für sich.

Im Reiseführer steht, wir sollen heute etwas früher aufstehen, weil die Etappe sehr lang und die Anstrengendste von allen sein wird. Das lesen wir aber erst, als der Tag fast zu Ende war. Darum stehen wir erst um 7.30 Uhr auf. Es gibt kein Frühstück, nur einen Pad-Kaffee auf unserem privaten Zimmer, darum sind wir um 8.oo Uhr auf den Beinen. Wir suchen eine Bäckerei wo wir frühstücken können. Wir schlendern noch durch die wunderschöne Altstadt, machen ein paar Fotos und werden fündig. Nach dem Frühstück im Café der kleinen Bäckerei suchen wir den Einstieg auf den Querweg. Wie immer, geht es gleich bergauf. Der Blick auf das Höhenprofil und die Etappenlänge sind furchteinflößend – es sieht aus wie große Sägezähne. Sabine beschließt nach dem ersten Berg, die restlichen 5 Vulkangipfel und Burgen auszulassen und nimmt den kürzesten Weg zur schönen Burg Hohentwiel und wartet auf mich, bis ich alle Gipfel und Burgruinen abgeklappert habe. Als da wären: Hohenhewen, Hohenstoffeln, Hegaukreuz, Mägdeberg, Hohenkrähen, Staufen, Hohentwiel. Normalerweise geht der Querweg immer unterhalb entlang, aber wenn ich ein Kreuz oder eine Fahne sehe, MUSS ich auf den höchsten Punkt. Keine Ahnung was mich da reitet. Ich laufe im Schweinsgalopp die Berge hoch und runter, aber Sabine muss trotzdem 2h auf mich warten. Trotzdem nicht schlecht für 20 km Umweg und 13 kg auf dem Buckel. Die Landschaft des Hegau hat es mir irgendwie angetan. Sie ist unbeschreiblich schön. Die Burg Hohentwiel ist allein schon eine Reise wert.
Wenn ich Dichter oder Philosoph wäre, würde ich ein schönes Gedicht über diese wunderbare Landschaft schreiben. Vielleicht gibt es schon welche?! Der Bodensee rückt immer näher und jetzt erkennen wir sogar schon die Segelboote darauf.
Wir gehen Essen in einem vornehmen Restaurant namens „Der goldene Löwen“ in Singen. Leute, ich gehe ja viel Essen in den unterschiedlichsten Restaurants in Deutschland, aber was wir da serviert bekamen, hat uns beide schlichtweg umgehauen. Es hat einfach alles gestimmt: Das Ambiente, das Personal, die Küche und das Preis-/Leistungsverhältnis ist ausgezeichnet.
Jetzt sind wir satt, zufrieden und Müde.

CU tomorrow.

René &amp; Sabine


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Etappe 5: Von Blumberg nach Engen

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Etappe 5: Von Blumberg nach Engen
Blumberg, Germany

Blumberg, Germany


Etappenlänge: 30,87 km, 642 hm

Rrrrriiiiiiiing! Um 7.00 Uhr machen wir die Äuglein auf. Der Frühstückstisch ist für 4 Personen gedeckt. An unseren Tisch setzen sich zwei sächsische Mädels in unserem Alter. Sie durchwandern den Schluchtensteig. Das hört sich auch sehr verlockend an. Um richtig wach zu werden, geht es gleich nach dem Frühstück auf einem schmalen Trampelpfad 45 min bergauf zur Buchberghütte. Von dort geht’s leicht bergab nach Randen, wo wir auf einer Anhöhe bei Sonnenschein und guter Fernsicht auf die Alpen blickend, eine kurze Rast einlegen. Unsere Essensvorräte waren jetzt leer, aber der nächste größere Ort ist nicht mehr weit.
Nach der Stärkung geht’s wieder bergauf zum „Blauen Stein“ – Reste eines Vulkankraters. Nach weiteren 4 km erreichen wir Riedöschingen, wo wir einkaufen und Kaffee trinken wollen. Erste Enttäuschung: Der Lebensmittelladen wurde geschlossen. Zweite Enttäuschung: Das Café UND die Bäckerei haben Betriebsferien. Weit und breit keine Einkaufsmöglichkeit und noch mind. 15 km Strecke vor uns. Was nun?
Kurz vor Ortsausgang sehen wir zwei vitale Rentner, die gerade einen Schrank eine Treppe hinauftragen. Ich spreche die Beiden an und schildere unsere Situation. Die Frau des Hauses, eine Berlinerin, fackelt nicht lange, setzt sogleich einen Kaffee auf und deckt einen paradisischen Vespertisch. Wir unterhalten uns angeregt über 1001 verschiedene Themen, essen, trinken Kaffee und Cola und dürfen sogar noch etwas für unterwegs mitnehmen. Die drei „Helfer in der Not“ sind unglaublich gastfreundlich, herzlich – einfach wunderbar! Schön, das es solche netten Menschen gibt. An dieser Stelle nochmal 1000 Dank für die fantastische Verköstigung!
Der Abschied fällt schwer, aber wir müssen uns leider verabschieden, damit wir es noch vor Einbruch der Dunkelheit nach Engen schaffen.
Mit aufgefüllten Speicher gehen wir wieder auf unsere Querweg-Piste. Auf dem alten Postweg geht es nochmal 10 km leicht bergauf in Richtung Napoleonseck. Zwischen den vielen Vulkanhügeln sehen wir schon den Bodensee hervorschimmern. Die Alpen in nördlicher Richtung. Die Sonne scheint. Ein wunderschöne Hügellandschaft mit tollen Fernblicken.
Dann nochmal 5 km hinunter nach Engen. Wir kaufen Proviant ein, damit uns dasselbe wie heute nicht wieder passiert. Gehen zum Italiener essen und steuern unser schönes privates Zimmer bei Dorothea Knophius an.

Ein ereignisreicher Tag neigt sich dem Ende entgegen.

Gute Nacht und bis morgen

René &amp; Sabine


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