2016 Mexiko & Kuba Rundreise: Von Mexiko nach Kuba

Um 2:45 Uhr klingelt der Wecker. Etwas zu früh, um einen ausgeschlafenen Eindruck zu machen. Yvonne, Uwe und sogar Patricia sind aufgestanden, um uns ‚Auf Wiedersehen‘ zu sagen. Wir packen schnell die Koffer, frühstücken im Stehen und machen uns gleich auf den Weg zum Busbahnhof. Uwe ist so freundlich und fährt uns mit dem Auto dort hin. Die Fahrt mit dem Bus zum Flughafen nach Mexico City dauert ca. zwei Stunden. Die Sitze sind bequem und der Busfahrer fährt sehr ruhig, so dass man hin und wieder einnickt.
Das Einchecken verläuft reibungslos, sodass wir noch 2,5 Zeit haben, bis der Flieger nach Havanna abhebt.
Wir bekommen durch Platztausch doch noch 2 Plätze nebeneinander,  obwohl beim Online-Checkin

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2016 Mexiko & Kuba Rundreise: Puebla

Die Nacht ist für mich etwas schlaflos wegen einer einsetzenden Erkältung. Da aber heute der letzte Tag in Mexiko ist, haben wir den Plan für heute etwas entschärft.

Yvonne geht mit Patricia zum Reifenhändler und die Plattfüße reparieren zu lassen. Ich nutze die Gelegenheit und schlafe nochmal eine Runde. Als die Beiden zurückkommen und ich aufstehe, geht´s mir komischerweise wieder recht gut. Wir beschließen ins Zentrum zu fahren um die Biblioteca Palafoxiana zu besichtigen.

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Die Biblioteca Palafoxiana ist eine Bibliothek in der zentralmexikanischen Stadt Heroica Puebla de Zaragoza. Sie wurde 1646 auf Initiative des spanischen Bischofs und Vizekönigs von Neuspanien Juan de Palafox y Mendoza errichtet. Sie ist damit die erste öffentliche Bibliothek im kolonialen Mexiko und wird gelegentlich auch als älteste Bibliothek des amerikanischen Doppelkontinents bezeichnet. 1673 wurde ein neues Gebäude fertiggestellt. Die Erdbeben von 1999 beschädigten die Bibliothek, was zu Restaurierungsarbeiten führte. 2005 wurde sie durch die UNESCO in das Weltdokumentenerbe aufgenommen.
Der Bestand umfasst 41.000 Medien, darunter auch neun Inkunabeln. (Quelle: Wikipedia)

Wir machen noch einen kleinen Streifzug durch Puebla und kommen an einer kleinen Zigarrendreherei vorbei.

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Zum Abschluss gehen wir noch bei einem vorzüglichen mexikanischen Restaurant „Mi Viejo Pueblito“ essen.

Yvonne & Uwe haben die besten Pesos-Konditionen und haben alle Kosten vorgestreckt. Wir rechnen noch ab, tauschen die Bilder aus, schreiben noch ein bisschen und gehen in die Horizontale, denn morgen klingelt um 2:45 Uhr schon wieder der Wecker.

Yvonne und Uwe werden uns zum Busbahnhof fahren, damit wir unsere Reise nach Kuba fortsetzen können.

An dieser Stelle nochmal ein 1000-facher Dank an Yvonne und Uwe, die sich wirklich die allergrößte Mühe gaben, dass wir es gut haben und wir so viel sehen und erlebt haben.

Bilder-Galerie des Tages

Wir konnten vieles über Land, Leute, Geschichte und die mexikanischer Kultur erfahren. Ihr wart bestens vorbereitet und habt uns immer wieder auf´s Neue überrascht mit Eurem fundiertem Wissen. Es waren viele unvergessliche Momente und Erlebnisse dabei über die wir noch lange Zeit reden werden.

VIELEN HERZLICHEN DANK FÜR EURE GASTFREUNDSCHAFT!!!

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2016 Mexiko & Kuba Rundreise: Val´Quirico, Cuexcomate & Ex-Hacienda de Chautla

Von Bonsai-Vulkanen, Wasserschlössern, Polizeikontrollen und Plattfüßen

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Nach dem Frühstück geht´s zuerst zur Bonsai-Variante eines Vulkans, der in der mexikanischen Millionenstadt Puebla zu besichtigen ist. Cuexcomate heißt der kleinste Vulkan der Welt was so viel wie „Lehmtopf“ bedeutet. „Töpfchen“ wäre noch treffender, denn der Cuexcomate ist nur 14 Meter hoch, und sein Krater misst 8 Meter Durchmesser in der Diagonale. In heidnischen Zeiten sollen Einheimische hier Menschenopfer dargebracht haben. Heute kann man auf einer Wendeltreppe ins Innere steigen – ohne Gefahr, denn der 23 Meter tiefe Schlund ist heute erkaltet. Zuvor schlendern wir nochmal durch einen typischen m022-_DSF1748exikanischen Markt.007-_DSF1700 Wir bleiben an einem Stand hängen, wo eine Frau eine Art große Käse-Kartoffel-Rösties in Fett backt. Wir bekommen etwas zu kosten und kaufen zwei davon, die wir gleich vor ihrem Stand verzehren. In der Zwischenzeit fotografiere ich eine ältere Frau am Stand nebenan, die in einer Garküche gefüllte Tortillas anbietet. Während wir unseren Snack verspeisen, drucke ich eben das Bild der Tortillas-Köchin aus und schenke es ihr. Sie ist über das Foto so glücklich, dass sie uns als Dank dafür gleich zwei gefüllte Tortillas schenken möchte. Es kostete mich einiges an Überredungskunst, bis sie das Geld dafür annimmt.

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Nach der Besichtigung des Mini-Vulkans fahren wir nach Val´Quirico. Auf dem Weg dorthin sieht man Dinge, die ich in Deutschland vermisse. Überall stehen Verkäufer auf der Autobahn, um ihre Ware an die Autofahrer zu verkaufen. Den Weg zum Sup039-_DSF1828ermarkt kann man sich eigentlich sparen, denn es wird auf der Autobahn alles verkauft, was man zum Leben benötigt. Auch Radfahrer kommen uns entgegen.

Man findet über die Entstehung des Dörfchens Val´Quirico im Internet nicht viel. Es sieht aus, wie ein gepflegtes mexikanisches Dörfchen einer Wild-West-Kulisse. Entweder ist alles ganz toll restauriert oder möglicherweise originalgetreu nachgebaut. Jedenfalls ist es sehr sehenswert. Es gibt einige Lokale und Cafés darin und Möglichkeiten um große Feste, Events oder Firmenveranstaltungen zu feiern. Letzteres findet gerade statt. Eine Firmenveranstaltung einer Bank. 033-_DSF1795Sie haben Lassowerfer und Reiter engagiert und zeigen ihr Können zu Pferd und mit dem Lasso. Sehr beeindruckend.

Nach einem Kaffee mit leckeren Kuchen fahren wir dann weiter zum Ex-Hacienda de Chautla, ein Wasserschloss aus dem Jahre 1898. Auf dem Dach des Wasserschlosses gibt es eine Aussichtsterrasse, die wir bestiegen. Anschließend  umrunden wir den dazugehörigen See. Auf Quack-Kommando der Chef-Ente kommen alle Enten aus dem Wasser. Sodann werden wir bei der Umrundung des See`s von einer Horde watschelnder Enten verfolgt.

Auf der Rückfahrt nach Hause kommen wir in eine Polizeikontrolle, bei der auch die Armee mit beteiligt ist. Riesige Schnellfeuergewehre haben sie umhängen und am Anschlag. Wohlbehagen löst diese Situation nicht gerade in uns aus. Der Polizist tippt unser mexikanisches Kennzeichen in das Handy ein, vergleicht es mit den Papieren und lässt uns weiterfahren.

 

Am Abend laden uns Sven und Rócio noch zum Weber-Grillen ein. Alles, inklusive Gemüse, wird auf dem Grill zubereitet. Herrlich lecker. Vielen Dank für Eure Gastfreundschaft!

051-_DSF1881 Auf der Rückfahrt ist es bereits stockdunkel. Die Fahrt, die normalerweise keine 10 Minuten dauert, wird von einem heftigen Schlag unterbrochen. Um genau zu sein, von zwei heftigen Schlägen. Am Abrollgeräusch052-_DSF1883 war sofort klar, das ist ein Plattfuss. Wir manövrieren das Auto in eine Bucht, damit wir von den vielen vorbeifahrenden Autos nicht überfahren werden und wir in Ruhe das Rad wechseln können. Mit Handybeleuchtung wird das defekte Rad demontiert und die „Trennscheibe“ (Reserverrad) vorne montiert.

Wir leuchten noch das Hinterrad ab und tatsächlich, auch dieses ist platt. Wir rufen Sven an, damit er uns sein Reserverad bringt. 10 Minuten später waren Sven und Rocio da. Nochmal 10 Minuten später war auch das Hinterrad gewechselt. Verabschiedung die Zweite und wenige Minuten später sind wir wieder zu Hause. Es ist nach Mitternacht und wir fallen direkt in die Federn.

 

 

 

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2016 Mexiko & Kuba Rundreise: Atlixco

Heute im mexikanischen Fernsehen 🙂

„Mornin´ has broken“, wurde Cat Stevens sagen.

In Deutschland sind wir von Vielem verwöhnt. Beispielsweise können wir unsere Zähne mit Leitungswasser putzen und den Mund damit ausspülen. In Mexiko sollte man das vorsichtshalber tunlichst vermeiden, da das Wasser aus der Leitung kein Trinkwasser ist und alle möglichen Krankheiten auslösen kann. Trotzdem passiert es anfangs aus Macht der Gewohnheit, dass man das Wasser aus dem Hahn benutzt. Toi toi toi ist bis jetzt noch nichts passiert.

Woran man sich hier auch erst gewöhnen muss ist, dass man Flaschen mit CO2 langsam öffnen muss. Ich wurde noch vorgewarnt, habe aber nicht mehr daran gedacht und meine 4 Reisegefährten mit Mineralwasser geduscht. Nur gut, dass es keine Cola ist. Vermutlich liegt es am niedrigen Luftdruck, dass die Flaschen hier quasi explodieren, wenn man sie schnell öffnet. Der Öffnungsvorgang dauert gute 30 Sekunden, wenn man eine Dusche vermeiden will. Bei 2 Liter Flaschen dauert es mindestens 2 Minuten.

Heute lassen wir es etwas langsamer angehen. Auf diese Weise komme ich mit meinen Reiseberichten nicht in Rückstand und Yvonne kann sich um ihre Wäsche kümmern, denn sie war, bevor wir gekommen sind, auch erst aus dem Urlaub gekommen.

Um 14 Uhr waren wir dann alle soweit fertig, um zur nahegelegenen „Blumenstadt“ zu fahren. Die Stadt mit 130.000 Einwohnern liegt im Valle de Cristo und ist gekennzeichnet durch ein mildes subtropisches Klima. Von daher eignet sich diese Gegend hervorragend für die Aufzucht von Blumen und Pflanzen.

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In Mexiko sind die Läden immer in Gruppen sortiert. So gibt es Einkaufsmeilen, in der man nur Autowerkstätten findet. Eine andere Straße wiederum beherbergt nur Ton- und Töpferwaren. In der nächsten Straße konzentriert sich alles auf Hilfsmittel für Behinderte. Dann gibt es Straßen mit Gärtnereien, Banken, Baumärkten, Möbelhäusern usw. In Atlixco dreht sich eben alles um Blumen & Pflanzen. Wir fahren mit dem Auto langsam durch die Gärtnereistraße und machen ein paar Fotostopps. Dann geht´s weiter in die Blumenstadt. Wir finden einen Parkplatz am Straßenrand mitten im belebten und malerischen Städtchen.

Schön ist, dass man in alle kleinen Geschäfte direkt hineinschauen kann. Wir sehen, wie eine Zahnärztin ihren Patienten behandelt. Das große Fenster steht offen und der Patient schaut hinaus (und wir hinein). Auf dem Rückweg fragen wir die Zahnärztin am vergitterten, offenen Fenster nach dem Weg hinauf zur Kirche, die ca. 200 hm weiter oben auf einen erkalteten Vulkankegel liegt. Wir schauen Kindern beim Karateunterricht zu, daneben ein Fitnessstudio, aus dem ohrenbetäubende Musik schallt. Ein Nagelstudio, Chips-Röstereien, Trödelläden, eine Wäscherei und viele kleine Lebensmittellädchen …. und, und, und. Wir kommen aus dem Staunen nicht mehr heraus.

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Auf dem Zócalo (Marktplatz) ist ein nettes 2-geschossiges italienisches Café. Wir setzen uns auf die Terrasse in der 2. Etage und haben einen wunderbaren Blick über des Getümmel. Von hier oben kann man auch gut den riesigen Blumenteppich sehen, der den  gesamten Vorplatz des Rathauses bedeckt.

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Als wir gerade bezahlen wollen, kommt ein ganzes Filmteam auf unseren Tisch zu und möchte ein kurzes Interview mit uns führen. Während Yvonne das Interview gibt, bei dem es viel zu lachen gibt, dokumentiere ich das Spektakel mit Fotos und Videos. Es wird heute zwischen 9-12 Uhr lokaler Zeit im mexikanischen Fernsehen übertragen.

Wir gehen weiter den Berg hinauf, worauf sich auf halber Höhe ein Amphietheater und noch weiter oben eine Kirche mit einem herrlichen Rundumblick befindet.

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Wir klettern langsam hinauf und geniessen die zahlreichen tollen Ausblicke auf die Hochebene Mexikos.

Auf dem Rückweg kommen wir noch an einem Fussballfeld vorbei. Das Training der Kinder ist gerade zu Ende und ich fotografiere 3 Kinder und gebe ihnen das vom Instax ausgedruckte Mini-Foto. Es dauert nicht lange und die ganze Kinderschar fällt über das Foto her. Sie wollen alle fotografiert werden und raufen sich zu einem Gruppenfoto zusammen. Den beiden Trainern gebe ich jeweils ein Foto. Seitens der Kinder und der Trainer bekommt man hundertfach und immer wieder ein „Gracias“ aus der Menge.  Die Fotos werden herum gereicht, es wird gelacht und gekichert. Die Investition des mobilen Instax-Druckers hat sich gelohnt und wird sich in Kuba sicherlich noch mehr bezahlt machen.

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Am Abend gehen wir beim Italiener in Atlixco essen. Ein wunderbar schmackhaftes Abendmahl direkt am belebten Zócalo.

Wir benötigen noch ein paar Lebensmittel für morgen. Auf dem Heimweg geht´s noch in den hypermodernen Supermarkt „Chedraui“, der in Europa seinesgleichen sucht. Es sieht hier aus wie in einem schönen Wohnzimmer mit Schiffsparkettoptik und es gibt hier eigentlich ALLES.

Um 9:00 Uhr sind wir nach Hause gekommen und fallen zufrieden in unsere Gemächer.

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2016 Mexiko & Kuba Rundreise: Tlaxcala, Cacaxtla Pyramiden & St. Ana Chiautempan

Benötigt man auf 2000 Metern Höhe weniger Schlaf als auf 90? Liegt es an der Neugier? Letztlich weiß ich es nicht und es ist eigentlich auch egal. Ich bin jedenfalls schon wieder als erstes auf den Beinen. Die Zeit werde ich gleich nutzen, um dem Gemeinwohl zu dienen: Frühstück für meine Wegbegleiter vorbereiten.

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Wir frühstücken gemeinsam und machen uns sogleich auf den Weg zu den Pyramiden Tlaxcala & Cacaxtla. Die Fahrt mit dem Auto dauert ca. 90 Minuten.

Mexikanischer Schwertransport

In den Ortschaften wird die Fahrt durch Hundertschaften von Toppes (Bremsschwellen) unterbrochen. Manche Toppes sind mit Warnschildern versehen, damit man rechtzeitig herunterbremsen kann. Allerdings sind das oft Toppes, die man aufgrund ihrer Größe eh nicht übersehen kann. Die meisten Schwellen sind jedoch ohne Warnschilder und kommen zum Teil sehr unerwartet. Die Beschaffenheit der Toppes folgt keiner Norm, sondern jeder Toppes hat seine ganz individuelle Form. Manche sind langgezogen und hoch. Manche sind kurz und niedrig. Manche sind auch kurz und hoch, was dann dazu führt, dass der Audi A3 des Öfteren mal aufsitzt. Auch die Abstände variieren zwischen 100 und 10 Metern.

Weil wir uns ein bisschen verfahren, kommen wir durch viele kleine lang gezogene Dörfchen. In einem Örtchen ist etwas mehr los und wir entdecken einen Trödelmarkt in der Ferne. Wir beschließen kurz auszusteigen, um uns dem Treiben hinzugeben.

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Die Weiterfahrt zu den Pyramiden ist teils sehr abenteuerlich. Eine Straße war so steil, dass die Vorderräder schon an Haftung verloren. Ich schätze 20% Steigung. Die Schlaglöcher muss man gekonnt umschiffen, um nicht die Reifen zu demolieren. Letztendlich sind wir den Berg aber hochgekommen.

Wir erreichen die Pyramiden Tlaxcala und werden zufällig Zeuge einer Beerdigung, die so ganz anders „gefeiert“ wird als in unseren Breiten. Der Sarg wird von der Kirche zum Friedhof getragen, begleitet von Familie und Freunden. Dahinter eine Blaskapelle, die aber im Gegensatz zu unserer Tradition sehr fröhliche Musik spielt. Das Video zeigt einen Ausschnitt der Zeremonie.

Die Pyramiden Tlaxcala sind mit einem gigantischen Wellblechdach überbaut, um die Ausgrabungsstätte mit ihren zahlreichen, gut erhaltenen Wandmalereien zu schützen.

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Überdachte Tlaxcala Pyramide

Sie gilt als eine der bedeutendsten archäologischen Entdeckungen des 20. Jhdts. Erbaut und betrieben wurde die Anlage im Spätklassikum, etwa von 650 – 900 n. Chr. von den Olmeca-Xicalanca, einem Volk, das wahrscheinlich von der Golfküste kam. Ungefähr 10000 Menschen sollen hier gewohnt haben. Die Wände waren verputzt und z.T. mit Stuck verziert. Das besondere sind die Wandmalereien. Sie sind riesig und sie sind sehr gut erhalten.

 

Am Ende der Besichtigung lassen wir uns im Schatten eine großen Baumes nieder, um die warme Sommerbriese um unsere Nasen wehen zu lassen. Die restlichen Pizzastücke von gestern gibt es heute beim Picknick.

Picknick an der Pyramide

Von der Tlaxcala Pyramide zur Cacaxtla Pyramide gibt es einen neu gebauten Fussweg, der heute allerdings geschlossen ist, so müssen wir nochmal ins Auto steigen, um die Cacaxtla Pyramiden zu besichtigen.

Dort befinden sich gleich mehre Pyramiden. Um eine davon herauszupicken:

Spiralpyramide

Die Spiralpyramide mit kreisrundem Grundriss besteht aus neun geböschten Stufen, die als Spirale angeordnet sind. Sie bilden auch den einzigen alten Zugang zur Plattform an der Spitze der Pyramide. Das aus dem Präklassikum stammende Bauwerk wurde mehrfach überbaut, ohne den Charakter zu ändern.

Anschließend fahren wir zurück nach Puebla auf einer Strecke die sehr „ursprünglich“ und wenig befahren ist. Uns durstet es, aber die Getränke sind im Kofferraum. Wir halten kurz an, um die Getränke nach vorne zu holen. Sabine holt die Getränke und ich mache ein Foto von einem Gebäude gegenüber, das einer Garage gleicht.

In diesem Augenblick schreit jemand aus etwa 100 Metern Entfernung und rennt schreiend und fluchend auf uns zu. Einen Augenblick später rennen noch zwei andere Leute aus der Garage auf uns zu. Panik kommt auf. Ich ziehe Sabine am Arm und schreie: „Schnell, ins Auto!“. Ich springe auch ins Auto und bekomme in letzter Sekunde noch die Türe zu, denn in diesem Moment war auf schon der kreischende Typ neben unserer Tür.

Ort des Grauens

Ort des Grauens

Yvonne schreit Uwe an „FAHR LOS!“. Mit Vollgas und quietschenden Reifen entkommen wir unseren Verfolgern. Kurze Zeit später sagt Uwe: „Im Rückspiegel sehe ich einen Jeep, er kommt immer näher!“. Unser Atem stockt und alle sind kreidebleich im Gesicht. Uwe tritt auf´s Gas, um den Jeep abzuhängen. An der nächsten Kreuzung biegt der Jeep aber in eine andere Richtung ab. Der Schock sitzt tief und wir wissen bis heute nicht, was jemanden dazu

veranlasst, so zu reagieren. Möglicherweise war der Laden den ich fotografiert habe nicht ganz hasenrein? Wir wissen es nicht!

Es dauerte noch viele Stunden, bis wir diese brenzliche Situation verdaut haben.

Straßenverkäuferin in St. Ana Chiautempan

Nächster Stopp ist der Ort St. Ana Chiautempan. Dort durchstreifen wir einige riesige Markthallen & Passagen in denen es hauptsächlich mexikanische bunte Ponchos, Kleidung und Schuhe zu kaufen gibt. Jede Passage hat ihren eigenem heiligen Schrein und auch sonst findet man diese überall. Mit einem Kaffee beschließen wir diesen Zwischenstopp bevor wir zurückfahren.

Um 18:00 Uhr kommen wir nach Hause, ziehen uns noch schnell um und gehen gemeinsam mit Rocio und Sven zu einem Brasilianer essen. 28 Sorten Fleisch, Ananas und Gambas am Spieß. Ein reichhaltiges und köstliches Büffet. Ein toller Nachtisch. Äußerst quirlige und aufmerksames Personal. Dieses Abendmahl ist das i-Tüpfelchen des Tages.

Im brasilianischen Restaurant

Erkenntnis des Tages:
Am Ende gilt doch nur, was wir getan und gelebt haben – und nicht was wir ersehnt haben.
(Arthur Schnitzler)

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