30.07.2017 Bodensee-Königsee & Alpe Adria Radweg: Von Tengen nach Meersburg


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Erkenntnis des Tages: Es gibt sie wirklich, Hibiskusblüten so groß wie eine Familienpizza

Um 7:45 Uhr treibt uns die Hitze aus dem Wigwam. Scheinbar muss es schon länger so heiß gewesen sein, denn ich wache mit einem Brand auf, so dass ich gleich am frühen Morgen einen Liter Wasser weg zische. Oder ist es noch der Flüssigkeitsverlust vom Vortag? Heiß genug war es ja. Wie auch immer, der Durst ist erstmal gelöscht. Beim Abbau des Zeltes und Verstauen in die Taschen, kommt das Wasser jedoch direkt wieder aus den Poren geschossen.

Eine Stunde später gehen wir zur Rezeption, um unsere Schulden zu begleichen. Normalerweise immer nur Vorkasse, aber weil es nicht klar war, ob wir an den Strom rankommen, wurde gestern eine Ausnahme gemacht. Unser Elektrospielzeug haben wir vorsichtshalber gestern schon in der Gaststätte aufgeladen. An der Kasse sagen wir, dass der Stromkasten leider außer Reichweite war. Der Chef sitzt nun im Zimmer nebenan und hört unser Gespräch mit. Da wir an diesem Tag die einzigen Radfahrer sind erkennt er uns und ruft aus dem Nebenzimmer der Rezeptionistin zu: „Machen Sie

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29.07.2017 Bodensee-Königsee & Alpe Adria Radweg: Von Villingen nach Tengen


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Erkenntnis des Tages: Es geht gleich gut los …

Zur Einstimmung in der Urlaub sind wir gestern Abend noch ins Capitol Mannheim gegangen. Gespielt wurde ‚Im weißen Rössl’ in einer einzigartigen Interpretation. Das Haus war rappelvoll, der Funke sprang von der ersten Minute an auf das Publikum über. Ein ‘must see’ für alle Mannheimer und Rhein-Neckar-Dreieckler.

Die Premierenfeier wollten wir dann auch nicht auslassen und so kamen wir erst um 1:30 Uhr in die Horizontale.

Um 6:15 Uhr klingelt dann auch schon wieder der Wecker. Das ist dann der Wehrmutstropfen für den gelungenen gestrigen Abend.

Nur gut, dass wir mit dem Packen schon so früh angefangen haben. Nur den Rest der ‚last-minute-Liste” einpacken und schon könnte es losgehen, wenn da nicht der Platten an Sabine’s Rad über Nacht gekommen wäre. Gestern habe ich noch die beiden Mäntel am Fahrrad gewechselt, da es inzwischen Slicks geworden sind. Offenbar habe ich dabei den Schlauch eingeklemmt. Jedenfalls kommen wir so nicht weit. Also erst Mal das Fahrrad aus dem Haus und vor die Haustür schieben und alle Satteltaschen wieder runter, Luftpumpe und Flickzeug raus, Mechaniker-Handschuhe an und den Schlauch wechseln. Wohlweislich haben wir für eine Panne Zeit eingerechnet, aber das wir sie gleich zu Anfang aufbrauchen, damit haben wir nun wirklich nicht gerechnet.

10 Minuten später sind wir wieder geflickt, gesattelt und fahrbereit. Noch schnell ein 360/180° Panorama (siehe Facebook) und los geht’s Richtung Hbf Mannheim. Wir schaffen es noch locker, sind sogar 20 Minuten zu früh. Wie das bei der DB so üblich ist, wird die Rolltreppe gerade umgebaut, also alle Satteltaschen wieder runter, Fahrräder die Treppen hochtragen und oben alles wieder befestigen. Ein Zug steht schon da, aber wir sind uns beide sicher, dass der Zug nicht unserer ist. In letzter Minute stellen wir jedoch fest, dass wir doch einsteigen müssen und springen in letzter Sekunde auf.

Wir wundern uns etwas darüber, dass der Zug quasi vor unserer Haustür in MA-Rheinau anhält. Die 10km Fahrt in die Innenstadt hätten wir uns also auch sparen können. Als unerfahrene Zugfahrer sei es uns bitte verziehen.

In Karlsruhe steigen wir um. Der Aufzug und die Rolltreppen funktionieren. Das ist fast wie ein Lottogewinn bei der Deutschen Bahn. Normalerweise ziehen wir diesbezüglich immer eine Niete, aber dieses Mal haben wir Glück und lassen uns mit der Rolltreppe hinunter und mit dem Aufzug wieder hinauf fahren.

Im Zug werden wir von einem jungen Pärchen über unser Vorhaben ausgefragt und antworten bereitwillig. Die Beiden wollen heute mit den Mountainbikes von Karlsruhe nach Mainz am Rhein entlang fahren. Respektable Tour. In unserem Abteil feiert eine Gruppe lustiger junger Frauen mit musikalischer Unterhaltung aus der Bosebox ihren Junggesellenabschied (Foto). Wir wünschen der zukünftigen Braut auf diesem Wege alles Gute für die Zukunft.

Als wir in Villingen aussteigen, ist dann auch rechtzeitig die Sonne rausgekommen. Beim Bäcker gegenüber vernaschen wir ein Stück Kuchen. Wir haben nicht damit gerechnet, dass es jetzt schon bergig ist, denn wir haben uns auf eine Flachetappe eingestellt und müssen uns hurtig umstellen und die müden Glieder stärker aktivieren als uns lieb ist. Wir fahren durch das landschaftlich schöne und hügelige Hegau, welches sich durch seine zahlreichen erloschenen Vulkankegel auszeichnet.

In Tengen haben wir 60km und zahlreiche Höhenmeter auf dem Tacho und finden zufälligerweise einen 5-Sterne-Camping. Aber leider ist der Zeltplatz ausgebucht. Wir unterhalten uns noch eine Weile mit der Dame an der Rezeption und fragen, wie weit wir noch fahren müssen bis zum nächsten Campingplatz. Sie sieht wohl unseren Schmerz im Gesicht und wird dann doch weich. Sie nimmt den Telefonhörer in die Hand, ruft ihren Chef an und jammert ihm was vor. Und siehe da, auf einmal geht´s doch. Wir bekommen einen wunderschönen Platz auf dem Grünstreifen eines Beachvolleyballplatzes zugewiesen. Der Campingplatz bietet alles was man sich wünschen kann: Hallenbad, Badesee, Minigolfplatz, Restaurant und viele weitere Attraktionen. Nachdem wir unser neues Zelt zum ersten Mal aufgebaut haben, nehmen wir ein ausgiebiges, kühlendes und erfrischendes Bad im eiskalten Badesee und fühlen uns danach wie befreit von allen Strapazen. Nach den Spaghetti sind wir zu 75% wieder hergestellt. Jetzt nur noch schlafen.

Bon nuit.



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28.07.2017 Bodensee-Königsee & Alpe Adria Radweg: Etappenübersicht


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Es ist angerichtet …

Unsere nächste Radreise steht bevor. Auch wenn unsere Radtouren keine Extrem-Weltenbummler-Radreisen sind, so sind wir doch von der Faszination des Reisens auf Drahteseln infiziert und haben uns inzwischen vom gemütlichen Sonntagsausflügler zum fast erwachsenen Radurlauber gemausert. Zunächst immer Flachetappen und oft an Flüssen entlang. Anfangs in Pensionen und Hotels, dann auch mit Zeltausrüstung. Letztes Jahr haben wir es zum ersten Mal gewagt, mit unseren Reiserädern die Via Claudia Augusta über die Alpen zu fahren, allerdings noch ohne Zelt.

Unerfahren wie wir sind, haben wir dafür zu viel Zeit eingeplant, so dass wir nachher auch wieder über den Brenner-Radweg zurück über die Alpen gefahren sind und nachher immer noch Zeit übrig hatten. Auch die Zeltausrüstung haben wir aus Gewichtsgründen lieber zu Hause gelassen und in Pensionen, Gasthäusern und Hotels geschlafen. Die tolle Natur, die Landschaften, die faszinierenden Ausblicke in den Bergen sind immer noch präsent und so gehen wir nun nochmal einen Schritt weiter und freuen uns auf unser nächstes Abenteuer.

Unser Ziel ist es diesmal auch mit Zeltausrüstung über die Alpen zu fahren. Unsere Route soll uns zum Einradeln von Villingen-Schwenningen entlang des Heidelberg-Schwarzwald-Bodensee-Radwegs zum Bodensee bis nach Lindau führen. Anschließend nehmen wir den Bodensee-Königsee-Radweg (Gesamtlänge: 418 km, Gesamtanstieg: 4.576 Hm, Gesamtabstieg: 4.364 Hm)  bergauf und bergab bis nach Traunstein. Da wir diesen Radweg schonmal gefahren sind, radeln wir jetzt nicht ganz bis zum Königsee, sondern biegen in Traunstein ab in Richtung Salzburg. Dort steigen wir in den Alpe-Adria-Radweg (Gesamtlänge: 410 km, Gesamtanstieg ca. 3500 Hm) ein und wollen versuchen, bis nach Grado an die Adria zu kommen.

In unserem Alter fängt man normalerweise eher an, bequem zu werden. Wir sträuben uns noch ein wenig und versuchen den Spieß umzudrehen, in der Hoffnung später zu altern: Anstrengung statt Strandurlaub. Radfahren statt im Auto oder Flugzeug zu sitzen, Zelt statt Hotel, denn: Komfortabel haben wir es jeden Tag. Strom zu jeder Tages und Nachtzeit, fließendes kaltes und sogar warmes Wasser, schallisolierte und wohlriechende Räume, 200MBit Internet-Leitung, bequemes Sofa, ein geräumiges weiches tolles Bett, eine warme Dusche, Essen und Trinken immer und überall. Leben im Überfluss.

Das Tolle am Verzicht solcher Annehmlichkeiten ist, dass man es nachher umso mehr zu schätzen weiß, dass eben nicht alles so selbstverständlich ist. Es erdet und macht uns am Ende der Reise immer sehr glücklich über das was wir erlebt und gesehen haben. Und das Schöne ist, der Urlaub wirkt bei uns auch noch länger nach als ein bequemer Strandurlaub.  Oft ist man ja schon nach der Rückreise vom Strandurlaub gestresst und würde am Liebsten gleich wieder in Urlaub fahren. Diesen Effekt kennen wir beim Radfahren nicht. Alle Probleme des Alltags sind weit weggestrampelt und man fühlt sich anschließend wie neu geboren und hat die Kraft der zwei Herzen. Also jeder. Ganz ähnlich ist es übrigens auch beim Fern- oder Streckenwandern. Mit etwas Glück haben wir aber auch noch einen Tag übrig, um uns faul an den Strand an die Adria zu legen.

Mal sehen ob unser Plan aufgeht. Wir freuen uns jedenfalls riesig, wenn es morgen losgeht!

Hat jemand tolle Tipps für unterwegs? Was sollte man unbedingt gesehen oder besucht haben? Wir sind dankbare Abnehmer für Eure guten Ratschläge und Ideen. Schreibt uns einfach unten einen Kommentar.

P.S. Wir sind keine Kilometerfresser oder Höhenmetervernichter. Sicher könnte ein Tour-de-France-Radrennfahrer ohne Gepäck die komplette Tour in 4 Etappen schaffen, aber wir sind Genussfahrer mit schweren Rädern und Gepäck und lassen es sehr moderat angehen. Bei der letzen Radtour sind wir im Durchschnitt 68 km und ∅ 748 Hm / Fahrtag gefahren.

Etappen im Überblick:

29.07.2017 Bodensee-Königsee & Alpe Adria Radweg: Von Villingen nach Tengen

30.07.2017 Bodensee-Königsee & Alpe Adria Radweg: Von Tengen nach Meersburg

31.07.2017 Bodensee-Königsee & Alpe Adria Radweg: Von Meersburg nach Wigratzbad

01.08.2017 Bodensee-Königsee & Alpe Adria Radweg: Von Wigratzbad nach Bühl am Alpsee

02.08.2017 Bodensee-Königsee & Alpe Adria Radweg: Von Bühl am Alpsee nach Hopfen am See

03.08.2017 Bodensee-Königsee & Alpe Adria Radweg: Von Hopfen am See nach Ohlstadt

04.08.2017 Bodensee-Königsee & Alpe Adria Radweg: Von Ohlstadt nach Stallau

05.08.2017 Bodensee-Königsee & Alpe Adria Radweg: Von Stallau nach Bad Feilnbach

06.08.2017 Bodensee-Königsee & Alpe Adria Radweg: Von Bad Feilnbach nach Rohrdorf

07.08.2017 Bodensee-Königsee & Alpe Adria Radweg: Von Rohrdorf nach Roßdorf

08.08.2017 Bodensee-Königsee & Alpe Adria Radweg: Von Roßdorf nach Golling an der Salzach

09.08.2017 Bodensee-Königsee & Alpe Adria Radweg: Von Golling an der Salzach nach Bad Gastein

10.08.2017 Bodensee-Königsee & Alpe Adria Radweg: Von Bad Gastein nach Spittal

11.08.2017 Bodensee-Königsee & Alpe Adria Radweg: Von Spittal nach Villach

12.08.2017 Bodensee-Königsee & Alpe Adria Radweg: Ruhetag und 2. Treffen mit Mandana

13.08.2017 Bodensee-Königsee & Alpe Adria Radweg: Von Villach nach Pontebba

14.08.2017 Bodensee-Königsee & Alpe Adria Radweg: Von Pontebba nach Gemona

15.08.2017 Bodensee-Königsee & Alpe Adria Radweg: Von Gemona nach Udine

16.08.2017 Bodensee-Königsee & Alpe Adria Radweg: Von Udine nach Grado

17. – 23.08.2017 Bodensee-Königsee & Alpe Adria Radweg: Grado – Chillen – Resümee



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2017 Three in the Box @ TiKK – Theater im Kulturhaus Karlstorbahnhof Heidelberg

three in the box war bisher ein ideen- und facettenreiches Trio aus Heidelberg: Tina Kuka, Dorothee Grubert und Oliver Kuka. Jetzt sind sie vier – und bleiben three in the box.

Jutta Werbelow, Sängerin und Schlagzeugerin der Nachtigallen, singt und spielt jetzt mit. Und das ist kein Zufall. Als Gründungsmitglied der Nachtigallen kennt Oliver Jutta schon lange. Kürzlich ein gemeinsames Konzert. Danach ein Anruf. Eine Probe. Passt!

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Egal ob aktueller Popsong, Folkballade oder zeitloser Swingklassiker: three in the box interpretieren immer auf ihre ganz eigene Art – mal groovig swingend, mal intensiv entschleunigt, mal geschmackvoll reduziert. Ihre Einflüsse reichen von Latin-Jazz-Pop-Motown-Folk-Rock and Roll bis hin zu Funky Rhythmen. Gesang, Gitarre, Kontrabass und Schlagzeug verzahnen sich wie

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2017 Delta Rock @ ASV Neulußheim

DELTA ROCK steht für handgemachte und virtuos gespielte authentische Rockmusik aus dem Rhein-Neckar Delta. Im Gepäck haben die fünf Profimusiker um den stimmgewaltigen Lead-Sänger Cornelius Wurth Rockklassiker der 70er bis 90er Jahre, die sich für kleine Clubs ebenso eignen wie für größere Festivals.

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DELTA ROCK präsentiert dabei ganz bewusst auch anspruchsvolle

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