Etappe 7: Von Singen nach Möggingen

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Etappe 7: Von Singen nach Möggingen
Singen, Germany

Singen, Germany


Etappenlänge: 21,76 km, 341 hm

Nach der gestrigen, anstrengenden Etappe steht für heute ein vergleichsweise ruhiger Wandertag auf dem Plan. Man könnte es fast einen Ruhetag nennen.

Um 9.oo Uhr verlassen wir die Pension. Sie gleicht mehr einer verwohnten, leerstehenden, Mietwohnung im 4ten Stock. Wir sind froh, die Nacht überlebt zu haben, irgendwie ist es unheimlich hier. Wir suchen eine Bäckerei mit Stehcafé. Das HTC-Desire erweist sich wieder mal als freundlicher Helfer und lotst uns mittels Google’s Maps auf schnellstem Wege dorthin. Milchkaffee, belegtes Baguette und ein süßes Teilchen beruhigen unsere knurrenden Mägen. Der Weg heute ist we***** spektakulär, aber dennoch ganz das Gegenteil von langweilig. Von Singen aus geht es nach wenigen 100 Metern in den Wald. Es geht ca. 9 km leicht bergan. Dann geht’s hinunter nach Steißlingen, ein blitzblank geputztes, sauberes Örtchen, mit vielen geschmackvollen Häusern. Man kann deutlich merken, dass wir dem Bodensee näher kommen. Am Ortseingang werden wir auf einen schönen, privaten Hühnerhof mit Teich aufmerksam, auf dem allerlei Tiere herumschwammen und liefen. Wir bleiben stehen und bewundern das kleine Anwesen. Wir kommen mit der Besitzerin ins Gespräch, die gerade mit der Aufzucht eines schwachen Kückens beschäftigt ist. Sie fragt uns über unsere Wanderung. Wir interessieren uns für ihren Kleintierzoo und die Handaufzucht. So erzählen wir sicher 15 Minuten über „Gott und die Welt“. Am Ende bekommen wir noch einen guten Tipp für einen romantischen Rastplatz. Es ist ein Badesteg am nahegelegenen See. Die Rast wird uns für die bevorstehende Steigung stärken. Jetzt geht es hinauf zu den Schlosshöfen, an deren Ende sich der Aufgang zur Burgruine Homburg befindet. Wir klettern die Burgruine hinauf bis zur Aussichtsplattform, geniessen die wahnsinnig gute Aussicht auf den Bodensee, die Alpen, die zurückliegenden und erklommenen Vulkankegel und können unser heutiges Ziel in der Ferne erahnen. Es liegt hinter einer Bergkuppe. Ein schmaler Pfad namens Schlosshaldenweg führt wieder hinunter nach Stahringen. In Güttingen, genehmigen wir uns im Stehcafés des Nettomarktes einen Kaffee und ein Stück Kuchen bevor wir das letzte kurze Stück nach Möggingen in Angriff nehmen. Die Ortschaften werden zunehmend ansprechender, je näher wir dem Bodensee kommen. Zuvor ging der Querweg so gut wie nie durch die Zivilisation, jetzt zunehmend mehr.
Wir übernachten in einer privaten Pension bei einer sehr liebenswerten, älteren, alleinstehenden Dame, die nur noch Wanderer aufnimmt, weil das Ihrer Aussage nach, die zufriedensten und freundlichsten Gäste sind. Sie sind genügsam, anspruchslos und freuen sich wenn Sie ein sauberes Bett und ein gutes Frühstück haben. Morgens verlassen Sie zeitig das Haus und sie hat wieder Zeit zum Erholen. Das braucht Sie auch, den letztes Jahr hatte sie einen Herzinfarkt. Trotzdem will Sie auf „Ihre Wanderer“ nicht verzichten, denn Sie sorgen auch für gute Unterhaltung und das scheint ihr Lebenselixier zu sein. Die freundliche Dame empfielt uns den Gasthof Adler zum Abendessen. Also nochmal rein in die Wanderlatschen und eine Ortschaft zurück laufen, nach Güttingen. Das Essen war seeehr gut, aber an das von gestern reicht es natürlich nicht heran.

Wir fallen in unsere Kojen und halten nun unseren Schönheitsschlaf.

Gute Nacht und bis morgen

René &amp; Sabine


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Etappe 6: Von Engen nach Singen

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Etappe 6: Von Engen nach Singen
Engen, Germany

Engen, Germany


Etappenlänge: 34,70 km, 1204 hm

Heute wird der Reisebericht vielleicht etwas kürzer, denn ich bin wirklich fix und fertig. Oben genannte Daten sprechen für sich.

Im Reiseführer steht, wir sollen heute etwas früher aufstehen, weil die Etappe sehr lang und die Anstrengendste von allen sein wird. Das lesen wir aber erst, als der Tag fast zu Ende war. Darum stehen wir erst um 7.30 Uhr auf. Es gibt kein Frühstück, nur einen Pad-Kaffee auf unserem privaten Zimmer, darum sind wir um 8.oo Uhr auf den Beinen. Wir suchen eine Bäckerei wo wir frühstücken können. Wir schlendern noch durch die wunderschöne Altstadt, machen ein paar Fotos und werden fündig. Nach dem Frühstück im Café der kleinen Bäckerei suchen wir den Einstieg auf den Querweg. Wie immer, geht es gleich bergauf. Der Blick auf das Höhenprofil und die Etappenlänge sind furchteinflößend – es sieht aus wie große Sägezähne. Sabine beschließt nach dem ersten Berg, die restlichen 5 Vulkangipfel und Burgen auszulassen und nimmt den kürzesten Weg zur schönen Burg Hohentwiel und wartet auf mich, bis ich alle Gipfel und Burgruinen abgeklappert habe. Als da wären: Hohenhewen, Hohenstoffeln, Hegaukreuz, Mägdeberg, Hohenkrähen, Staufen, Hohentwiel. Normalerweise geht der Querweg immer unterhalb entlang, aber wenn ich ein Kreuz oder eine Fahne sehe, MUSS ich auf den höchsten Punkt. Keine Ahnung was mich da reitet. Ich laufe im Schweinsgalopp die Berge hoch und runter, aber Sabine muss trotzdem 2h auf mich warten. Trotzdem nicht schlecht für 20 km Umweg und 13 kg auf dem Buckel. Die Landschaft des Hegau hat es mir irgendwie angetan. Sie ist unbeschreiblich schön. Die Burg Hohentwiel ist allein schon eine Reise wert.
Wenn ich Dichter oder Philosoph wäre, würde ich ein schönes Gedicht über diese wunderbare Landschaft schreiben. Vielleicht gibt es schon welche?! Der Bodensee rückt immer näher und jetzt erkennen wir sogar schon die Segelboote darauf.
Wir gehen Essen in einem vornehmen Restaurant namens „Der goldene Löwen“ in Singen. Leute, ich gehe ja viel Essen in den unterschiedlichsten Restaurants in Deutschland, aber was wir da serviert bekamen, hat uns beide schlichtweg umgehauen. Es hat einfach alles gestimmt: Das Ambiente, das Personal, die Küche und das Preis-/Leistungsverhältnis ist ausgezeichnet.
Jetzt sind wir satt, zufrieden und Müde.

CU tomorrow.

René &amp; Sabine


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Etappe 5: Von Blumberg nach Engen

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Etappe 5: Von Blumberg nach Engen
Blumberg, Germany

Blumberg, Germany


Etappenlänge: 30,87 km, 642 hm

Rrrrriiiiiiiing! Um 7.00 Uhr machen wir die Äuglein auf. Der Frühstückstisch ist für 4 Personen gedeckt. An unseren Tisch setzen sich zwei sächsische Mädels in unserem Alter. Sie durchwandern den Schluchtensteig. Das hört sich auch sehr verlockend an. Um richtig wach zu werden, geht es gleich nach dem Frühstück auf einem schmalen Trampelpfad 45 min bergauf zur Buchberghütte. Von dort geht’s leicht bergab nach Randen, wo wir auf einer Anhöhe bei Sonnenschein und guter Fernsicht auf die Alpen blickend, eine kurze Rast einlegen. Unsere Essensvorräte waren jetzt leer, aber der nächste größere Ort ist nicht mehr weit.
Nach der Stärkung geht’s wieder bergauf zum „Blauen Stein“ – Reste eines Vulkankraters. Nach weiteren 4 km erreichen wir Riedöschingen, wo wir einkaufen und Kaffee trinken wollen. Erste Enttäuschung: Der Lebensmittelladen wurde geschlossen. Zweite Enttäuschung: Das Café UND die Bäckerei haben Betriebsferien. Weit und breit keine Einkaufsmöglichkeit und noch mind. 15 km Strecke vor uns. Was nun?
Kurz vor Ortsausgang sehen wir zwei vitale Rentner, die gerade einen Schrank eine Treppe hinauftragen. Ich spreche die Beiden an und schildere unsere Situation. Die Frau des Hauses, eine Berlinerin, fackelt nicht lange, setzt sogleich einen Kaffee auf und deckt einen paradisischen Vespertisch. Wir unterhalten uns angeregt über 1001 verschiedene Themen, essen, trinken Kaffee und Cola und dürfen sogar noch etwas für unterwegs mitnehmen. Die drei „Helfer in der Not“ sind unglaublich gastfreundlich, herzlich – einfach wunderbar! Schön, das es solche netten Menschen gibt. An dieser Stelle nochmal 1000 Dank für die fantastische Verköstigung!
Der Abschied fällt schwer, aber wir müssen uns leider verabschieden, damit wir es noch vor Einbruch der Dunkelheit nach Engen schaffen.
Mit aufgefüllten Speicher gehen wir wieder auf unsere Querweg-Piste. Auf dem alten Postweg geht es nochmal 10 km leicht bergauf in Richtung Napoleonseck. Zwischen den vielen Vulkanhügeln sehen wir schon den Bodensee hervorschimmern. Die Alpen in nördlicher Richtung. Die Sonne scheint. Ein wunderschöne Hügellandschaft mit tollen Fernblicken.
Dann nochmal 5 km hinunter nach Engen. Wir kaufen Proviant ein, damit uns dasselbe wie heute nicht wieder passiert. Gehen zum Italiener essen und steuern unser schönes privates Zimmer bei Dorothea Knophius an.

Ein ereignisreicher Tag neigt sich dem Ende entgegen.

Gute Nacht und bis morgen

René &amp; Sabine


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Etappe 4: Von der Schattenmühle nach Blumberg

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Etappe 4: Von der Schattenmühle nach Blumberg
Schattenmühle, Germany

Schattenmühle, Germany


Etappenlänge: 21,78 km, 845 hm

Das viele Auf und Ab und das unwegsame Gelände vom Vortag steckt uns noch ein wenig in den Knochen. Heute hätte ich noch gerne bis zum Mittag geschlafen … Um 8.00 Uhr zum Frühstück gegangen. Dorothea, Julia und Klaus sitzen bereits am Frühstückstisch.
Heute sieht der Himmel trübe aus. Den Regenschirm halten wir schon mal griffbereit. Wir folgen dem großen Holzwegweiser mit der Aufschrift „Wutachschlucht“ und genießen das Naturschauspiel den zweiten Tag. Die Pfade gehen über einige Brücken, Leitern, folgen der Wutach in unmittelbarer Höhe des Wasserspiegels und gehen dann wieder hoch hinauf. Mehr und mehr sind steil aufragende Felsformationen zu bewundern, die manchmal sogar überhängen. Die Pfade werden noch schmaler und sind teilweise durch Geländer aus Eisen und Stahlseile gesichert. Hier und da hängen Halteseile, damit man nicht in die Tiefe stürzt. In der Schurhammerhütte machen wir Rast und verzehren unsere letzten Vorräte. An der Wutachmühle, nach ca. 12,5 km geht es dann aus der Schlucht hinaus. Am Kiosk gibt es für mich eine schmackhafte Linsensuppe und Sabine genießt einen herrlichen Apfelstreusel. Wir haben am Kiosk noch 1h gewartet, aber unsere drei Wanderfreunde haben wir leider nicht mehr verabschieden können. Wir hoffen, es ist Ihnen nichts zugestoßen.
Ab der Wutachmühle wurde es dann für einige 100 Meter ziemlich matschig. Aber die Schuhe bleiben trotz Matsch absolut dicht. Nach ca. 1 1/4 Std erreichen wir Achdorf. Dann noch ein letzter kräftiger und sehr steiler Anstieg auf extrem schmalen, steilen und wunderschönen Trails bis hinauf nach Blumberg.
Damit haben wir unser Etappenziel erreicht.
Wir übernachten in der privaten Pension „Zimmermann“ und laufen zum Essen nochmal in die Stadt zur Pizzeria Da Mauro.

Viele Grüße

René &amp; Sabine


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Etappe 3: Vom Hochfirst zur Schattenmühle

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Etappe 3: Vom Hochfirst zur Schattenmühle
Berggasthaus Hochfirst, Germany

Berggasthaus Hochfirst, Germany


Etappenlänge: 18,53 km, 253 hm

In der Wutachschlucht gibt es keinen Internetanschluss und keinen Mobilfunkempfang, daher kommt der Reisebericht etwas verspätet.

Heute dürfen wir etwas länger schlafen, weil wir bereits gestern den zähen Anstieg von Etappe 3 gelaufen sind, darum klingelt der Wecker erst um 8.00 Uhr. Die nette 3er-Gruppe aus dem Nebel ist übrigens auch noch am Vorabend auf dem Hochfirst eingetroffen.
Die netten Wirtsleute haben einen 5er Tisch zum Frühstück gedeckt, so dass wir zusammen plaudern und ausgedehnt frühstücken. Nach dem Frühstück besteigen wir den Aussichtsturm und geniessen bei Sonnenschein und guter Fernsicht das fantastische Panorama. Der Blick reicht zu den Vogesen bis hin zu den Alpen. Vom Hochfirst führt ein breiter Forstweg hinab nach Kappel. Nach ca. 15 Minuten kommen wir am Vogelfelsen vorbei, der rechter Hand auf einer Lichtung liegt. Es ist zwar eigentlich noch zu früh für eine Einkehr, aber in der Wutachschlucht gibt es keine Möglichkeit mehr, also kehren wir in das Gasthaus Blume in Kappel ein und bestellen einen Gemüsepfannenkuchen und verspeisen ihn zu zweit. Das Gasthaus zeichnet sich durch ein sehr gemütliches Ambiente und einer sehr freundlichen und aufmerksamen Bedienung aus. Das Essen ist sehr schmackhaft und optisch sehr schön angerichtet (mit essbaren Blumen).
Jetzt sind es nur noch drei km bis zur Haslachmündung der Wutachschlucht. Das Naturschutzgebiet Wutachschlucht ist eines der größten Highlights auf dem Querweg. Sie besticht durch eine ganz besondere Atmosphäre. Zeitweise erinnert es an einen Dschungel, vor allem im Bereich des Einstiegs. Die Landschaft ist vor allem grün, naturbelassen, felsig, verwurzelt, steil, feucht und abwechslungsreich. Einfach nur Balsam für Augen und Seele. Das Räuberschlössle, zu dem uns der Pfad vorbeiführt, ist ein schöner Rastplatz und bietet schöne Ausblicke in die tiefe Schlucht. Jetzt geht es ganz hinaus aus der Schlucht, über eine Wiese, bevor wir zur Schattenmühle hinabtauchen. Wir erreichen unser Domizil für heute Nacht. Die Schattenmühle war durch einen Blitzschlag abgebrannt und wurde danach neu aufgebaut. Die Zimmer sind modern und sehr geräumig hergerichtet, unter Beibehaltung des Schwarzwaldflairs. Auch die Bedingungen verrichten Ihren Dienst mit Trachten und schwarzwälder Bollenhut. Die Speisekarte gleicht von der Auswahl her einem Telefonbuch. Die Küche ist sehr gut.
Wie es der Zufall will, treffen auch die Nebelwanderer wieder ein.
Wir essen gemeinsam an einem Tisch und siehe da, ab heute kennen wie auch die Namen der Nebelwanderer, es sind Dorothea, Julia und Klaus.

Ein erlebnisreicher Wandertag neigt sich dem Ende.

Viele Grüße aus dem Schwarzwald

René &amp; Sabine


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