Mexico

2016 Mexico & Kuba Rundreise: Cholula

Die Anreise war schon ein wenig anstrengend, der Zeitunterschied von 7 Stunden tut sein Übriges. Darum schlafen wir etwas länger. Um 7 Uhr war für mich allerdings die Nacht zu Ende. Die frische Morgenluft nutze ich um auf das Dach von Yvonne und Uwe´s Hause zu klettern. Drei Vulkane in glasklarer Luft sind zu sehen. Später höre ich, dass sich die Vulkane in den letzten Wochen hinter Wolken verbargen, sodaß die Vulkane nicht zu sehen waren. Das Glück ist wieder auf unserer Seite. Strahlender Sonnenschein und glasklare Luft. Während alle andern noch schlafen, fotografiere ich die erste Speicherkarte schon halb voll.

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Danach reicht die Zeit sogar noch, um die Fotos zu bearbeiten und das Frühstück für die Langschläfer vorzubereiten.

002-_DSF0834Nach dem Frühstück fahren wir zu meinem Neffen Sven und seiner Freundin Rocío. Auch sie wohnen seit ca. 2 Jahren in Mexiko, arbeiten bei Audi und wohnen 7 Minuten von Yvonne & Uwe entfernt. Auf dem Weg dorthin sehen wir einen Elektriker, der ohne Hebebühne direkt am Mast hängt, um sein Kabelgewirr in den Griff zu bekommen. Der Beruf hat hier noch seinen besonderen „Reiz“. Keine Sicherung, kein Berührungsschutz und kein VDE. Dafür Artisten der Lüfte und „Schlangenbeschwörer“. Eine Fehlersuche stelle ich mir hier sehr abenteuerlich vor. Dokumentation von Verkabelung und Stromlaufplänen ebenfalls.

Nächster kurzer Fotostop ist auf eine Brücke der Autobahn. Von hier gibt es eine Stelle, wo sich die größte Pyramide von Cholula vor dem Vulkan Popocatepetl abbildet. Die Pyramide von Cholula gleicht allerdings eher einem Berg, worauf eine Kirche trohnt. Darunter befindet sich die Pyramide.

Bei Rocio und Sven machen wir noch eine Führung durch´s ganze Haus bis auf´s Dach. Von hier hat man wieder einen tollen Rundumblick auf die umliegenden Vulkane, wovon zumindest der Popocatepetl noch aktiv ist. Er ist mit 5426 Metern Höhe ein gewaltiger und fast magischer Anziehungspunkt. Von überall ist er zu erblicken. Der höchste Berg in den Alpen (Mont Blanc) ist mit seinen 4810 Metern Höhe im Vergleich ein Zwerg.

Wir fahren an den Fuß des Berges, worunter die Pyramide von Cholula mit der größten Grundfläche der Welt begraben ist. Wir machen eine hochinteressante Führung durch das Tunnelsystem, welches ein Teilstück entlang der ausgegrabenen Grundmauern geht. Die Grundfläche der Pyramide beträgt 450 m x 450 m, die Höhe allerdings „nur“ 66 Meter, womit sie wiederum nicht so hoch ist wie die Cheops-Pyramide. Danach schlendern wir über den „Zocalo“ – den Marktplatz von Cholula. Mehre Hunderschaften von Straßenverkäufern tummeln sich und verkaufen alles was man sich vorstellen kann oder auch nicht: Frittierte Heuschrecken, Nüsse, Maispilz, Hängematten, Obst in allen Variationen, Gemüse, Jesuskreuze, Kakao, Schokolade und sogar Betten und andere Möbelstücke.

Wenn sich Leute von mir fotografieren lassen, bekommen sie von mir ein Foto von meiner neuen Errungenschaft. Es ist ein mobiler INSTAX-Fotodrucker von Fuji. Das Teil lässt sich über WLAN mit meiner Fujifilm X-Pro2 Kamera (aber auch via Smartphone) verbinden und druckt ein Minibild im Stile von Polaroid.

86 jährige BäuerinMan glaubt nicht, was das auslöst. Die Leute lachen, reichen das Foto herum, die wiederum lachen wieder. Wir bekommen von den Leuten zum Teil „Gottes Segen“ und bedanken sich in aufrichtiger Herzlichkeit. Ich bin davon überzeugt, dass die Fotos zum Teil im heiligen Schrein aufgehängt werden und wir täglich ins Gebet mit eingeschlossen werden. Jedenfalls hat man diesen Eindruck, wenn man das Leuchten in den Augen der Menschen sieht.

Die alte 86-jährige Bauerin, die heute noch täglich auf der Straße sitzt um gewürzte Nüsse zu verkaufen, schenkt uns dafür auch noch eine Handvoll Ihrer Kostbarkeiten.

Die ärmsten Menschen, sind die Dankbarsten.

Wir besteigen noch den Berg, worunter sich die zweifach überbaute und verschüttete Pyramide befindet und auf deren Spitze die im 17. Jahrhundert erbaute spanische Kirche sitzt. Von dort hat man ein wundervolles 360° Panorama auf Puebla und die umliegenden Vulkane.

Anschließend schlendern wir noch durch Cholula, welches früher eine eigenständige Stadt war, jedoch jetzt mit Puebla zusammengeschmolzen ist.

In dem mexikanischen Restaurant „Frieda“ stärken wir uns, um danach den lokalen Markt von Cholula zu besuchen. Das war für mich ein weiteres Highlight des Tages.

Hier geht es zu den Fotoimpressionen.

Erkenntnis des Tages:
Ich bereue nichts im Leben – außer dem, was ich nicht getan habe (Coco Chanel)

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2016 Mexiko & Kuba Rundreise: Mexiko, wir kommen …

Vor Aufregung mache ich kein Auge zu. Die lange Nacht überbrücke ich mit Musikhören. Zuerst Emerson Lake & Palmers ‚Pictures of an exhibition‘ zu Ehren des gestern verstorbenen Keith Emerson, dann zwei CD’s von Pat Metheny ‚Imaginary Day‘ und ‚Turn Left‘. Bei dem genialen Lied ‚Are you going with me‘ schlummere ich endlich in meine wunderbare Traumwelt. Es muss gegen 2 Uhr gewesen sein.
Um 7 Uhr ist meine Freundin und Frau schon wach. In der Hoffnung im Flieger weiterschlafen zu können, stehe ich auch auf.
Damit die Koffer ins Auto passen, laden wir das Auto komplett aus. Timo nimmt sich die Zeit und fährt uns freundlicherweise und sicher zum FFM-Airport.

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Abschied in FFM

Die Bordkarten lösen wir an einem Automaten bevor wir am Roboter unsere Koffer aufgeben. Das ist zwar sehr unpersönlich geworden, hat aber den Vorteil, dass wir das Übergewicht von Sabine’s Koffer etwas faken können. Die vielen Tina-Hefte für Yvonne und Gummibärchen für Uwe wiegen halt doch einiges.
Im Käfer’s genießen wir einen Kaffee mit Blick auf die Terminals und das Rollfeld. Hinter uns sitzt ein Pärchen, am Dialekt ordnen wir sie Sandhausen zu. Wir kommen ins Gespräch und tatsächlich, Sandhausä. 🙂

Am Sicherheitscheck läuft mein Gepäck einwandfrei durch, obwohl sich darin eine Menge Kameras, Objektive, Kabel, Laptop und elektronisches Gedöns befindet. Sabine’s Rucksack wird auf’s Abstellgleis befördert. Man hat es wohl auf das Schweizermesser abgesehen.
Die freundliche Dame sagte, Messer dürfe man nicht mitnehmen, schon gar keine Grünen. Sie müsse die Polizei rufen und das könne eine Stunde dauern. Sabine versteht den Scherz nicht gleich und ich ließ sie in dem Glauben. Sichtlich merkte man wie Sabine’s gesunde Farbe aus dem Gesicht wich. Die Beamtin löste den Scherz jedoch sogleich auf und wünscht uns einen guten Flug. Mit Messer.

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Unser Vogel. Boing 747.

Am Gate werden wir von einem monströsen Fluggerät überrascht. Die Boing 747-8I bietet eine doppelstöckige Brücke zum Einsteigen. Wir müssen uns allergings mit der unteren Etage begnügen. Die 1st Class steigt oben ein.
Etwas überrascht sind wir als wir hören, dass der Kapitän ‚Michaela Baumgartner‘ heißt.

Wir sitzen auf unseren Plätzen. Angeblich gibt es Probleme mit den Dokumenten, weshalb wir erstmal nicht auf die Rollbahn fahren. Dann laufen dicke Techniker mit gelben Jacken im Flugzeug hin und her. Die Kapitänin berichtet, es müsse noch eine neue Software auf einem PC der Innenkabine aufspielen, dieses dauere nochmal 15 Minuten.
Wir hoffen, dass unterwegs nicht andere Probleme zum Vorschein kommen. Mit 80 Minuten Verspätung legt die Karre dann los.

Der Flug dauert zwar 12h ist aber sehr schnell erklärt: Sitzen, essen, trinken, Reiseführer lesen, 007, Sitzen, essen, trinken, lesen, 007, sitzen, sitzen und nochmal sitzen.

Die Zollabfertigung nimmt nochmal 90 Minuten in Anspruch. Schreibfehler beim Ausfüllen der Migrationspapiere werden nicht toleriert, sondern mit nochmal ausfüllen quittiert.

Wir drücken den Knopf des Zufallsgenerators und bekommen grünes

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