Willkommen ~ Welcome!

Sehen lernen entwickelt das Bewusstsein, pflegt der Meister der fotografischen Künste Robert Häusser zu sagen. Diesen Rat versuche ich in meiner Arbeit als Fotograf umzusetzen und habe ihn zu meinem Credo gemacht. In diesem Sinne viel Spaß beim Sehen.

René van der Voorden

Wer sich für die Nutzung von Fotos interessiert kann hier mehr erfahren


Learn to see develops your awareness, maintains the master of photographic arts Robert Haeusser to say. That’s the advice I try to implement in my work as a photographer and I´ve made it to my credo. With this in mind, have fun with „seeing“.

René van der Voorden

 

15.06.2019 Camino Primitivo: Von As Seixas nach Melide


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Erkenntnis des Tages: 
Dumm gelaufen (wörtlich genommen)


Gestern Abend beim Abendessen in der nahegelegenen Bar war es dann noch sehr angenehm. Ich war nämlich der Hahn im Korb und umringt von vier hübschen Frauen am runden Tisch. Das hat man nicht alle Tage. Zu meiner Linken saß eine quirlige Koreanerin, zur Rechten ein junge Frau aus Tschechien und mir gegenüber eine flotte Italienerin und daneben meine Geliebte aus Deutschland. Der Vorteil für mich war, dass ich mich berieseln lassen konnte, denn ich kam kaum zu Wort und hatte dabei stets einen schönen Anblick. Am Nebentisch sitzt ein gut erhaltener Rentner aus Franken, der bereits seit 2 Jahren unterwegs ist und keinen festen Wohnsitz mehr hat. Er läuft die Jakobswege kreuz und quer, rauf und runter. Er kennt auch die Jakobswege, die sonst kein Mensch läuft. Mit einem Segelschiff ist er über den Atlantik quasi per Anhalter mitgefahren und hat dort den berühmt berüchtigten Appalachian Trail in 4 Monaten gelaufen. Ein zäher Hund, das sieht man ihm schon an.

Um 6:30 Uhr raschelt uns die flotte Italienerin von gestern aus dem Bett.

Morgenstund hat Gold im Mund

Wir waren nur zu dritt im 6-Bettzimmer. Das Frühstück besteht heute aus einem Automaten-Instant-Kaffee und einem Stück trockenen, galicischen Kuchen, den wir uns noch beim Abendessen haben einpacken lassen.

Auf wenig befahrenen Straßen und einigen Wegen geht es im Nebel weiter leicht bergig durch abgelegene galicische Dörfer bis zu einer Anhöhe kurz hinter Hospital das Seixas.

Nach 9 Kilometern kommt erst die nächste Versorgungsstelle, wo wir die Koreanerin und die Tschechin wieder treffen. In der Bar holen wir das magere Frühstück von heute Morgen nach. Wir buchen dort ein Zimmer für Pontevedra, wo das Konzert von Lila Downs statt findet. Während des Buchens stellen wir mit Erstaunen fest, dass wir an diesem Ort schonmal übernachtet haben. Nämlich 2017, als wir den Camino Portugués gelaufen sind. Es reift die Idee heran, den Weg bis dorthin weiterzulaufen. Jetzt haben wir aber dummerweise aus Unwissenheit schon ein bisschen Zeit verbummelt und absichtlich kleinere Etappen gelaufen, weil der ursprüngliche Plan war, mit einem Mietauto von Santiago nach Pontevedra zu fahren. Jetzt müssten wir teilweise sehr lange Etappen laufen, um es rechtzeitig zu schaffen. Mal sehen, wie es uns in den nächsten Tagen geht und wie wir uns entscheiden.

Die letzten 7 km wandern wir zügig bergab und auf dem letzten Stück schnurgerade über Asphalt nach Melide.

Ab hier geht der Pilgerrummel richtig los. Vorbei ist die Zeit, wo wir fast alleine unterwegs sind. Hier werden die Pilger vermutlich wie an einer Perlenkette aufgereiht laufen.

Melide: Praza do Convento

In Melide finden wir sogar eine Albergue mit einem Zweibettzimmer. Der Knaller ist hier die Toilette, bei der man automatisch zum Sitzpinkler wird. Eine geniale Erfindung des Architekten! 😅

Toilette mit Sitzpinkelzwang


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14.06.2019 Camino Primitivo: Von San Román nach As Seixas


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Erkenntnis des Tages: 
Irgendwo im Nirgendwo (Song von Stephan Ullmann)


Heute Nacht hatte ich einen ganz klaren Traum. In diesem Traum wurden wir gefragt, ob wir zu Fuß zur nächsten Herberge laufen wollen, oder lieber mit einer Sänfte getragen werden wollen. Wir entschieden uns gemeinsam für die Sänfte. 😄 Kurze Zeit später kam ein Jaguar Cabriolet vorbei gefahren und hielt an. Es saß ein äußerst adrett gekleidetes Pärchen vorne im offenen Cabrio. Hinten im Wagen war der Rand mit Leder ausgekleidet, allerdings hing das Leder in Fetzen herunter. In der Mitte befand sich ein tolles flauschigen Bett, allerdings war alles total verstaubt. Das Pärchen fragte uns, ob wir nicht lieber mit Ihnen fahren wollten, statt in der Sänfte getragen zu werden. Wir nahmen dankend an und legten uns unter die verstaubte Bettdecke. Der Jaguar fuhr los und kurze Zeit später schwamm der Cabrio auf dem offenen Meer. Die Wellen wurden immer höher. Mit der ersten Welle ins Cabrio bin ich aufgewacht.

So, liebe Leser, Traumdeuter oder diejenigen, die es werden wollen. Schreibt mir Eure Ideen und Vorschläge gerne in den Kommentar. 👻

Das Frühstück ist heute im Preis inbegriffen. Das ist längst nicht immer so. Eher eine Seltenheit. Der junge Herbergsvater macht sich einen schlanken Fuss und lässt die Pilger ihr Frühstück selbst zubereiten. Wir sitzen am Tisch mit zwei Spanierinnen und unterhalten uns auch über das Wetter. Sie bestätigen unsere Vermutung: Die Temperaturen sind für diese Jahreszeit sehr kalt. Gestern Abend haben wir mit Fleece am Abendessen gesessen und haben noch gefroren. Aber zum Wandern ist das eigentlich genau richtig.

Albergue in San Román

Als wir los laufen, ist es sehr nebelig. Wir kommen noch etwas höher auf den Berg und im Tal sieht man die Nebelschwaden liegen. Man könnte fast meinen, man sei im Schwarzwald.

Wenig später kann man förmlich zuschauen, wie der Nebel durch die Sonne aufgefressen wird.
Auf dem Weg sind heute hauptsächlich ein paar Spanier unterwegs, aber man kann sie immer noch an einer Hand abzählen. Sonst sind wir wieder ziemlich alleine auf dieser gottverlassenen Strecke. Wir sehen in der Ferne eine Bar.

Bar im Nirgendwo

Stephan Ullmann würde jetzt singen „Irgendwo im nirgendwo“. Das wundervolle Lied hat natürlich ursprünglich eine ganz andere, tiefsinnigere Bedeutung und ich hoffe dass es in Ordnung ist, wenn ich nur den Refrain auf diese Weise verwende. Jedenfalls hat sich dieser Ohrwurm sich tief in meine Hirnrinde hineingegraben.

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Irgendwo im Nirgendwo

Apropos Irgendwo im Nirgendwo: Es ist erstaunlich, dass man hier in den verlassensten Gegenden durchgängig ein 4G Netz hat. Ich frage mich, warum man das in Good-Old-Germany nicht schafft und im Odenwald oder Schwarzwald nur GPRS Empfang hat, wenn überhaupt. Irgendwie habe ich den Eindruck, dass Deutschland technologisch ziemlich weit hinten angekommen ist.

Heute ist die Strecke wieder schöner als gestern. Es ist zwar auch recht viel Straße dabei, aber es wechselt sich wenigstens schön mit grün gesäumten Pfaden, Waldstücken oder alten Dörfchen ab.

Auf halber Strecke gibt es wieder eine kleine Bar, wo wir uns mit einem Bocadillos con Queso (Baguette mit Käse) und einem Café con leche verköstigen. Ein paar Kilometer weiter kommen wir dann zum nächsten Irgendwo im Nirgendwo, Es heißt auch noch so. Nämlich Neverland. Dort lebt ein Künstler mit seiner Lebensgefährtin, verköstigt Pilger, plaudert, verkauft selbstgemachte Lederwaren und ist der Einzige auf dem Weg, dessen Pilgerstempel individuell und handgemalt in die Credential gemalt werden. Sehr originell, wie wir finden.

Da wir noch genügend Zeit haben, verweilen wir lieber hier auf dem ruhigen Camino Primitivo. Ab morgen kommen wir dann in den Trubel des Camino Frances. In Melide führen sie zusammen.

Feldarbeit wie in alten Zeiten

Wir finden eine wunderschöne Albergue Irgendwo im Nirgendwo. Da wir schon um 13 Uhr hier sind, nutzen wir heute die Waschmaschine, um unseren Sachen einen frischen Duft zu verleihen. Wir sind übrigens die ersten Pilger und haben noch die Herberge ganz für uns alleine.

Albergue in As Seixas

Gegen Abend laufen wir 125 Meter nach unten zur Bar, wo es das Pilgermenü zu einem etwas gehobenen Preis gibt.



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13.06.2019 Camino Primitivo: Von Lugo nach San Román


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Leider hat die Routenaufzeichnung heute nicht geklappt. Laut Reiseführer sind es von Lago nach San Román 19,6 km. Dazu kommen noch der Weg auf der Stadtmauer und ein kleiner Umweg zu einer Bar. Geschätzte Entfernung heute 22 km.


Erkenntnis des Tages: 
Straße, Asphalt, Bitumen und Teer. Nichts lieben wir mehr.


Vorwort: Wenn der heutige Reisebericht etwas komisch aussieht, dann könnte es eventuell daran liegen, dass ich ihn mit einem etwas erhöhten Alkoholspiegel verfasst habe. Ich bitte deshalb 1000 Mal um Verzeihung!

Wir frühstücken in der nahegelegenen Cafébar gegenüber des massiven Tors, das die Stadtmauer durchbricht. Da wir einen kleinen Stadtrundgang bereits gestern gemacht haben, umrunden wir einen Teil der gigantischen historischen Mauer, auf der ein breiter Pfad angelegt ist, beginnend am Aufgang der Puerta de San Pedro. Von hier oben hat man gute Ausblicke auf die Stadt. Linkerhand die Altstadt, rechts der Mauer die neueren Häuser.

Lugo erinnert stellenweise etwas an Havanna. Überall findet man alte, verlassene und baufällige Substanzen. An der Puerta de Santiago verlassen wir die Mauer wieder und besuchen die Kathedrale von Lugo.

In der Kathedrale werde ich freundlich lächelnd von einem Mann empfangen und er zeigte mit seinem Zeigefinger auf das heilige Sakrament. Nein, nicht mein heiliges Sakrament, sondern das in der Kathedrale. Ich schaute ihn fraglos an und er zeigte anschließend auf meine Kopfbedeckung (Buff), das ich vergaß abzunehmen. Bei dieser Gelegenheit dachte ich an andere Religionen, wo man ohne Kopfbedeckung nicht in die Kirche kommt. Da fängt die Uneinigkeit schon an. Ich habe im Religions- und Konfirmandenunterricht wohl zu tief geschlafen. Warum nimmt man eigentlich in einer christlichen Kirche die Kopfbedeckung ab? Kennt jemand den Grund? Dann bitte gerne in den Kommentar!

Durch das Tor Puerta Santiago geht es stark bergab zur Stadt hinaus.

Puerta Santiago

Zum Aufwachen geht es aber anschließend wieder bergauf.
Rückwärts blickend sieht die Neustadt aus wie eine Trabantenstadt. Im Kern ist es aber eine Perle.

Unterwegs füttern wir noch eine ausgehungerte Katze, die uns maunzend hinterher läuft, mit den Essensresten von gestern.

Es dauert nicht lange und uns begegnet die Holländerin Adriane, deren Camino-Zeit heute leider abgelaufen ist. Sie hat einen 10 km Spaziergang gemacht und muss morgen leider wieder zurück nach Holland und heute noch einen Tag in Lugo verweilen, weil nur von hier aus Busse fahren.

Heute laufen wir die meiste Zeit nur auf Asphalt. Das Klappern der Wanderstöcke auf dem harten Belag dauert stundenlang an. Irgendwann kommt mir dabei dieses urkomische Lied von Helge Schneider in den Sinn und kann nicht mehr aus meinem Kopf entweichen. Wenn Sabine müde ist, verfällt sie bei lustigen Dingen gerne in einen Lachkrampf. Als ich dann Kla…kla…kla…kla…kla….kla… Klapperstrauß sage ist es geschehen. Wir müssen aber diesmal beide vor Lachen stehenbleiben.

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Der Entscheidende Part kommt ab 2:10 … Aber vorher ist auch schon der Brüller

Der Weg auf dem Beton will heute kein Ende nehmen. Vor lauter Verzweiflung beginnt Sabine hinter mir an, die kleine Nachtmusik von Mozart zu trällern und ich stimme mit ein.
Nach 15 km Teer, endlich die große Hoffnung: Es kommt ein Abzweig in einen Waldweg. Dieser ist zwar wunderschön, aber leider nur ca. 1 km lang. Dann geht es wieder auf den Asphalt. Gleich rechts um die Ecke geht es noch mal in den Wald hinein jedoch auch wieder nur für ein paar hundert Meter. Einerseits sind wir froh, die großen Anstiege und Berg-Etappen geschafft zu haben, andererseits vermissen wir die wunderschönen Aussichten.

Wir machen noch mal eine Pause und schauen in den Himmel. Wir versuchen in den Wolken Figuren zu erkennen und Sabine findet mich: Ein kleines Schweinchen mit kurzen Beinen. 😄

Kurz vor dem Ziel kommen wir an einen Friedhof mit Kapelle. Ein toller Ort der Stille. Hier fühlt man sich als Toter bestimmt sehr wohl.

Toller Ort der Stille

Wir bleiben hier eine ganze Weile stehen, schauen übers Mäuerchen und wissen nicht warum es uns hier so gut gefällt. Ist es vielleicht die Symmetrie? Liegt es daran dass die Gräber jetzt nebeneinander statt übereinander geordnet sind? Vielleicht weil wir von etwas erhöht hinabschauen? Oder sind wir einfach nur müde und wollen nicht weiter laufen?

Wir raffen uns noch ein letztes Mal auf und nehmen die letzten paar 100 Meter der Etappe in Angriff.

Am Abend gibt es in der Albergue wieder ein fantastisches Pilgermenü zu 10 € mit einer fantastischen Flasche Rotwein, die ich heute ganz alleine leertrinken darf. 😍 Proooost!

Man … geht’s uns heute wieder gut!

P.S. Wir wurden gefragt wie es unseren Füßen und Wanderschuhen geht.

Antwort: Den Füßen geht es prächtig. Sabine’s rechter Wanderschuh hält. Die Sohle des linken Schuhs löste sich wieder ab, wurde aber mittels Sicherheitsnadel-und-Gaffer-Tape-Spezialkonstruktion wieder in Ordnung gebracht. Siehe Fotos weiter unten.



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12.06.2019 Camino Primitivo: Von Castroverde nach Lugo


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Erkenntnis des Tages: 
Ab jetzt: Restkilometer 2-stellig


Der gestrige Abend war dann noch eine Überraschung, die man im Reisebericht erwähnen sollte. In der Bar mit der abgeschlossener Pension Cortes bediente uns eine Frau, die uns die Auswahl des Pilgermenü in deutscher Sprache aufsagte. Die holländische Pilgerin sprach davon, dass sie mit ihr holländisch gesprochen hätte. Ich lobte sie für ihr Sprachtalent und kam mit ihr ins Gespräch. So nach und nach ließ sie dann erblicken, dass das längst nicht alles ist. Sie spricht, englisch, französisch, italienisch, spanisch, deutsch, niederländisch, portugiesisch, galego oder galicisch, weiterhin studiert sie jetzt arabisch. Vermutlich hat sie noch ein paar andere Sprachen unterschlagen, sie war nämlich eher eine bescheidene und zurückhaltende Person. Sie sagt wenn man mal 3-4 Sprachen spricht, lernt man die anderen Sprachen sehr viel schneller. Ich spreche zwar auch 3 Sprachen, aber weit davon entfernt zu behaupten, dass ich jetzt schnell eine 4. Sprache lernen könnte. Eine unscheinbare aber interessante Erscheinung, die es aber ziemlich faustdick hinter den Ohren hat. Gerne hätte ich mehr über sie erfahren. Warum arbeitet eine so talentierte Person in einer einfachen Bar/Pension und nicht im Goethe-Institut? Fragen, die wohl für immer unbeantwortet bleiben.

Nach dem Frühstück steigen wir in unsere Wanderschuhe und suchen noch etwas Proviant für unterwegs. Laut Reiseführer gibt es auf der 25 km langen Strecke offenbar nur zwei Automaten. Die anstrengenden Berg-Etappen haben wir inzwischen hinter uns gelassen. Es kommen zwar noch kleine Anstiege, aber nicht zu vergleichen mit denen der letzten Tage. Einen Teil der Strecke laufen wir heute auch an der wenig befahrenen Landstraße entlang. Es gibt einige Waldabschnitte, die unterschiedlicher kaum sein können. So wechseln sich Pinienwald und Eukalyptuswald mit Zauberwald und totem Wald ab.

Zu unsere Freude kommt dann nach ca. 6 km doch noch eine Herberge mit Einkehrmöglichkeit. Sie steht nicht in unserem Outdoor-Buch verzeichnet. Kann sie auch nicht, denn sie wurde erst im Oktober letzten Jahres eröffnet, erzählt uns der junge aufgeschlossene und redseelige Mann hinter dem Tresen.

Herberge und Einkehr in Vilar

Er erzählt uns alles über die Herberge und deren Entstehungsgeschichte, dass der leckere Galicische Kuchen von seiner Tante selbst gebacken wurde, dass der Vater eine Metzgerei hat und dass er jedes Jahr in ein Ferien-Camp gegangen ist, wo auch Auswanderer aus Argentinien, Uruguay und Mexiko waren, deren Vorfahren früher in Galicien gewohnt haben. Jetzt sei er mit seinen 18 Jahren zu alt für’s Camp. Seine Enttäuschung darüber stand ihm deutlich ins Gesicht geschrieben.

Anfangs ist es noch neblig und recht kalt, aber je länger der Tag, umso schöner und wärmer wird es.

Nach knapp 25 km kommen wir ziemlich angezählt in Lugo mit seiner gewaltigen 2130 m langen, vollständig erhaltenen Stadtmauer an.

Sie stammt aus dem 1. und 2. Jahrhundert und wurde im Mittelalter erneuert und ausgebaut. Im Jahr 2000 wurde die Mauer von der UNESCO zum Weltkulturgut erklärt. Am gigantischen Tor Puerta de San Pedro steht auch der Monolith, mit km-Tafel, an der wir uns auf den Sensor der Kamera verewigen.

km-Tafel: Ab jetzt 2-stellig (99,583 km)

Die Dusche und ein kleines Nickerchen bringen uns wieder auf die Beine. Gegen Abend schlendern wir noch durch die Altstadt und genießen in einem Restaurant unser tolles Abendessen.



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Erkenntnis des Tages: “Langsam macht schnell glücklich.” (Christof Hermann) #langsamkeit #slowlife #glück


Das Wandern (oder Pilgern) ist im Vergleich eine sehr langsame Fortbewegung für einen modernen Menschen. Heute hasten wir mit dem Flugzeug, Zug oder Auto hektisch von A nach B und weiter nach C, leben nur noch nach der Armbanduhr und vergessen dabei schnell, dass wir nur einmal leben. Alles kann uns nicht schnell genug gehen. Der Autofahrer vor uns ist ein langsamfahrender Trottel, obwohl er im Vergleich zu uns locker 25 Mal schneller unterwegs ist. Der nur auf der linken Spur fährt ist sowieso ein Vollidiot. In der Warteschlange drängeln sich alle zur nächsten Kasse vor, die gerade aufmacht, nur um ein paar Minuten einzusparen. Oftmals vergebens. Ich gebe zu, dass ich mich häufig auch in einer solchen Mühle befinde und den Augenblick oder die schönen, kleinen Dinge des Lebens oft gar nicht mehr wahrneme, geschweige denn genießen kann. Für mich gibt es kaum eine bessere Art, diesem Hamsterrad zu entkommen und zu entschleunigen, als das Streckenwandern oder das Pilgern. Man nimmt alles sehr bewusst war. Man hat Zeit, die Langsamkeit zu genießen und ist dennoch nicht gelangweilt, da man ja in ständiger Bewegung ist und die anderen Sinne wie Riechen, Hören und Sehen geschärft werden. Man ist einfach schnell ein glücklicher Mensch. Deshalb gefällt mir das Zitat von Christof Hermann so gut und wurde auch zur Erkenntnis des Tages erkoren. Es beschreibt das Gefühl des Wanderns oder Pilgerns mit einem einzigen Satz sehr treffend.

Heute haben wir einen Ruhetag eingelegt. Ein Ruhetag mit nur 10 Kilometern. Wir sind, obwohl langsam unterwegs, zu schnell am Ziel. Wir haben den Rummelplatz Santiago de Compostela schon zweimal als Ziel gehabt und eigentlich genug davon gesehen. Deshalb entschleunigen wir weiter und machen heute eine sehr kurze Etappe. Es hat aber noch einen anderen Grund. Die nächste Übernachtungsmöglichkeit wäre nochmal 20 km weiter. Und gestern hatten wir schon fast 30 km gelaufen, deshalb teilen wir es auch in zwei Etappen.

Das Profil ist heute recht einfach. Einmal bergauf, einmal bergab. Übrigens kann man sich die Höhenprofile ansehen, indem man oben auf die Karte klickt und herunter scrollt. Die Route teilt sich auf halbem Wege. Wir nehmen die etwas längere, schönere Route, auf der es noch eine Kapelle und eine Kirche zu sehen gibt.

In Castroverde treffen wir dann Adriane aus Holland, die uns bereits ein paar Tage begleitet. Wir trinken gemeinsam einen Kaffee in der nahegelegenen Bar. Sie hat bereits sehr viele Wege gelaufen, auch den Camino del Norte, den wir noch im Visier haben und den Camino de la Plata, den wir bisher als zu anstrengend empfanden. Sie lobte die Schönheit des Weges in höchsten Tönen.

Obwohl wir erst um um 9:15 Uhr losgelaufen sind, kommen wir schon um 13 Uhr in der Pension an.

Viel Zeit zum Ausstrecken, Entspannen und Entschleunigen.



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