Willkommen ~ Welcome!

Sehen lernen entwickelt das Bewusstsein, pflegt der Meister der fotografischen Künste Robert Häusser zu sagen. Diesen Rat versuche ich in meiner Arbeit als Fotograf umzusetzen und habe ihn zu meinem Credo gemacht. In diesem Sinne viel Spaß beim Sehen.

René van der Voorden

Wer sich für die Nutzung von Fotos interessiert kann hier mehr erfahren


Learn to see develops your awareness, maintains the master of photographic arts Robert Haeusser to say. That’s the advice I try to implement in my work as a photographer and I´ve made it to my credo. With this in mind, have fun with „seeing“.

René van der Voorden

 

19.06.2019 Camino Primitivo: Von Vilamaior nach Santiago de Compostela


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Erkenntnis des Tages: 
Glücklich. Ein bisschen stolz. Und eine wundervolle Überraschung ….


Der Ruhetag ist beendet. Jetzt sind die Akkus wieder voll und wir sind bereit, die letzten 11 km nach Santiago in Angriff zu nehmen. Nach dem Frühstück dürfen wir zur Erinnerung noch ein gemeinsames Foto mit unserem sympathischen Hostaliero machen. Es hat uns super im Casa de Āmancio gefallen. Muchas gracias!

Netter Gastgeber

Heute merken wir wieder sehr schnell, dass wir auf der last💯zone unterwegs sind. Die Pilger reihen sich auf wie an einer Perlenkette und viele davon haben entweder gar nichts auf dem Rücken, oder nur eine Trinkflasche in der Hand.

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18.06.2019 Camino Primitivo: Ruhetag in Vilamaior


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Erkenntnis des Tages: 
In der Ruhe liegt die Kraft


Die beiden letzten Tage haben uns sehr viel Kraft gekostet. Man könnte auch sagen, dass wir uns blutleer und ausgelaugt fühlen. Nicht einmal zum Schreiben des Blogs reicht die Energie. Daher beschließen wir, nach 18 Wandertagen einen Ruhetag einzulegen. Es ist ein ruhiges Hotel mit unglaublich angenehmem Servicepersonal und Menüs der etwas gehobenen Kategorie. Ein Ort, an dem man sich sehr wohl fühlt. Außerdem ist der Camino ein Weg, der entschleunigen soll. Unsere Beschleunigung hat dem Ganzen nicht gut getan, drum ändern wir unseren Plan ein zweites Mal und nehmen doch wieder die zuerst geplante Variante. Nämlich, nach Santiago de Compostella laufen und dann mit dem Zug nach Pontevedra.

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17.06.2019 Camino Primitivo: Von Salceda nach Vilamaior


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Erkenntnis des Tages: 
Nur die Frösche hatten ihren Spaß


Ausgeschlafen und dennoch furchtbar müde schleppen wir uns zum Frühstückstisch. Nach dem Kaffee und Frühstück geht’s uns leider auch nicht viel besser. Heute ist der erste Tag, an dem wir uns beide den ganzen Tag nur Schritt für Schritt quälen und auch nicht gut fühlen. Vermutlich hätten wir heute mal einen Ruhetag gebraucht. Wahrscheinlich stecken uns noch die knapp 30 Kilometer von gestern in den Knochen. Es stellt sich auch eine gewisse Wehmut ein, denn es wäre der letzte Tag zum ernannten Ziel gewesen. Das ging uns bisher immer so, dass der letzte Tag nach Santiago nicht der Fröhlichste war. Man sollte denken, froh zu sein das Ziel erreicht zu haben. Aber andererseits ist es dann auch alles wieder vorbei. All diese schönen Erfahrungen, Erlebnisse und Begegnungen. Alles vorbei. Einfach so.

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16.06.2019 Camino Primitivo: Von Melide nach Salceda


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Erkenntnis des Tages: 
Im Paradies angekommen!


Um 6:30 hat der Wecker geklingelt. Aber irgendwie war mir noch nach ein bisschen mehr Schlaf. Deshalb noch mal kurz auf stumm geschaltet. 10 Minuten später schalten wir dann doch den Wecker aus und stehen auf.

Beim Blick auf das Mobiltelefon, erscheint eine Facebook-Messenger-Nachricht. Marco aus der Pfalz hat uns über Facebook gefunden und sich gemeldet. Er ist inzwischen eine Etappe vor Finisterre und hat sich heute morgen den Fuss auf der Treppe abgeknickt. Nun ist der Fuß dick angeschwollen und er versucht dennoch die letzte Etappe zu laufen. Meine kurze Recherche zeigt, dass er ein Buch über seine Radtour auf dem Camino geschrieben hat und er meinen Blog gefunden hat. Das Buch habe ich gleich mal bei ihm bestellt. Ich würde mich freuen, wenn er daran denkt und es mir zuschicken würde.

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15.06.2019 Camino Primitivo: Von As Seixas nach Melide


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Erkenntnis des Tages: 
Dumm gelaufen (wörtlich genommen)


Gestern Abend beim Abendessen in der nahegelegenen Bar war es dann noch sehr angenehm. Ich war nämlich der Hahn im Korb und umringt von vier hübschen Frauen am runden Tisch. Das hat man nicht alle Tage. Zu meiner Linken saß eine quirlige Koreanerin, zur Rechten ein junge Frau aus Tschechien und mir gegenüber eine flotte Italienerin und daneben meine Geliebte aus Deutschland. Der Vorteil für mich war, dass ich mich berieseln lassen konnte, denn ich kam kaum zu Wort und hatte dabei stets einen schönen Anblick. Am Nebentisch sitzt ein gut erhaltener Rentner aus Franken, der bereits seit 2 Jahren unterwegs ist und keinen festen Wohnsitz mehr hat. Er läuft die Jakobswege kreuz und quer, rauf und runter. Er kennt auch die Jakobswege, die sonst kein Mensch läuft. Mit einem Segelschiff ist er über den Atlantik quasi per Anhalter mitgefahren und hat dort den berühmt berüchtigten Appalachian Trail in 4 Monaten gelaufen. Ein zäher Hund, das sieht man ihm schon an.

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