2016 Mexiko & Kuba Rundreise: Playa Larga

Unser Hotel Pinár del Rio liegt unmittelbar an der Autobahnausfahrt. Die Nacht ist jedoch sehr ruhig, da es hier in Kuba so gut wie keinen Autoverkehr gibt. Schon gar nicht in der Nacht. Unser heutiges Ziel ist Playa Larga an der berühmten Schweinebucht. Am südlichen Ende der Schweinebucht landeten am 17 April 1961 rund 1500 Exilcubaner. Sie rechneten damit, auf wenig Widerstand bei den zu befreienden Inselcubanern zu stoßen und innerhalb weniger Tage eine Gegenregierung zu Fidel Castro installieren zu können. Castro mobilisierte 20.000 cubanische Soldaten und Freiwillige und führte die Verteidigungsguerilla an. Innerhalb von 72 Stunden schlug man die Invasoren zurück.

Die Strecke führt uns auf der A4 zunächst zurück nach Havanna. Auf halber Strecke ist der Tank auf Reserve, jedoch keine Tankstelle in der Nähe. Auf dem letzten Tropfen erreichen wir mit einer Kehrtwende auf der Gegenseite der Autobahn eine Tankstelle und füllen die Karre bis zum Anschlag voll. Das Wechseln von Geld gestaltet sich auf Kuba als eine schwierige Angelegenheit. Da unser Weg nach Playa Larga an Havanna-Airport vorbei führt, beschließen wir, am Flughafen vorbeizufahren um Geld zu wechseln. Während ich Geld wechsle, kundschaftet Rainer schon die Abgabestation für unseren Mietwagen aus und organisiert ein paar Getränke für die Fahrt. Die Warteschlange an der Wechselstube ist relativ klein, so dass wir in 20 Minuten weiterfahren können. Nach ungefähr 5h Autofahrt kommen wir in Playa Larga an. Am Ortseingang machen wir einen Fotostopp und warten auf ein Motorrad mit 4 Mann Besatzung. Der Stopp ist vor einem Restaurant mit Casa Particular, einer Zimmervermietung. Alles sieht hier sehr einladend aus. Wir beschließen, hier noch einen Kaffee zu trinken. Aus dem Kaffee wird dann ein komplettes 3-Gänge-Menü mit Obst und Kaffee zum Nachtisch. Wir machen noch ein paar Erinnerungsfotos mit dem freundlichen Inhaber und lassen uns nochmals rein interessehalber die Zimmer zeigen, bevor wir weiterfahren.

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Unser Hotel ‚Horizonte‘ ist bereits vorgebucht und wir sind total geflashed. Es ist nämlich kein gewöhnliches Hotel, sondern einzelne kleine klimatisierte Bungalows mit viel Grünflächen und Palmen dazwischen. Der Höhepunkt ist, dass wir direkten Zugang zum karibischen Meer haben. Hier ist es wie im Urlaubsprospekt. Schnell bringen wir unsere Klamotten ins Zimmer, ziehen die Badesachen an und tauchen ein in’s türkisblaue, badewannenwarme Meer ein.
Den Abend lassen wir mit Mojitos, Cervesas und der geschenkten Havanna-Zigarre mit Blick auf’s ruhige Meer ausklingen.

Mitten in der Nacht klopft es an der Tür und
Rainer ruft laut. Wir erschrecken ziemlich und denken im ersten Moment es ist irgendetwas Schlimmes passiert. Wir ziehen uns schnell etwas an, rennen zur Tür. Rainer ist ganz aufgeregt und sagt: „WIR HABEN EINEN LOBSTER IM SCHRANK!!!“. Zuerst denken wir, er will uns verkohlen, aber tatsächlich, als er den Kleiderschrank öffnet, krabbelt zwar kein Lobster, aber dafür eine riesige Krabbe mit roten Beinen und den gefährlichen Zangen seitwärts  heraus.

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Wie nur retten wir das Tier? Wir holen eine Plastiktüte, nehmen die Badelatschen als Zange und packen den Sechsbeiner vorsichtig in die Tüte, um ihn am Meer wieder in die Freiheit zu entlassen. Rettungsaktion erfolgreich beendet.

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Eine Antwort

  1. Maar goed dat jullie geen fietsvakantie hadden. De dikke sigaren zouden jullie de adem benemen. Wel een mooi plaatje , sabine met zo’n sigaartje.

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