Rainer: Immer da, wenn man ihn braucht

2026 Maskat / Oman: Tag 21 – Heimreise mit Hindernissen

Dienstag, 10.03.2026

Der Oman verabschiedet uns heute mit einer Mischung aus Nervenkitzel, Müdigkeit und einer großen Portion Erleichterung. Nach unserer turbulenten Reise durch die Arabischen Emirate steht endlich der Heimflug an – zumindest theoretisch. Praktisch glauben wir erst daran, wenn das Flugzeug tatsächlich abhebt.

Ich habe die ganze Nacht kein Auge zugemacht. Erst die Sorge, den Wecker zu überhören, dann die Gedanken, ob Sabine den ganzen Stress gut übersteht. Um Punkt zwei Uhr nachts wacht Sabine plötzlich auf. Der Grund: Der Fernseher unseres Zimmernachbarn läuft auf gefühlter Kinolautstärke.

Also greife ich zum Telefon und rufe Zimmer 623 an. Der Mann meldet sich verschlafen. Als ich ihn bitte, den Fernseher etwas leiser zu stellen, entschuldigt er sich mehrfach – er sei davor eingeschlafen. Kein Problem, antworte ich. Schließlich passiert das jedem einmal.

Sabine schläft danach wieder ein. Ich hingegen übernehme weiterhin die Rolle des Nachtwächters und starre wach an die Decke.

Um 4:50 Uhr scheppert schließlich der Wecker. Jetzt gibt es kein Zurück mehr.

Wir machen alles ruhig und ohne Hektik fertig, denn Nervosität haben wir gerade wirklich genug. Punkt 5:20 Uhr stehen wir unten an der Rezeption. Unser Fahrer wartet bereits – allerdings fehlen noch drei Gäste.

5:32 Uhr… noch immer niemand. Der Hotelier greift schließlich zum Telefon und ruft die Verschollenen zusammen. Drei Minuten später erscheinen sie tatsächlich – leicht verschlafen, aber immerhin vollständig. Um 5:35 Uhr rollen wir endlich Richtung Flughafen.


Morgendliche Stimmung zwischen Moschee und Flughafen

Draußen ist es noch stockdunkel. Die Straßen wirken fast surreal ruhig. Trotzdem begegnen uns bereits die ersten Menschen, die zum Morgengebet in die Moschee gehen, die etwa 200 Meter vom Hotel entfernt liegt.

Im Taxi läuft das Gebet aus dem Radio. Anfangs klingt der Ruf des Muezzin ungewohnt. Doch wenn man sich darauf einlässt, hat dieser Klang etwas unglaublich Mystisches und Orientalisches.

Ein Moment, der perfekt zu unserer Reise passt.

Am Flughafen sind wir sogar noch vor dem Check-in angekommen. Nach etwa zehn Minuten öffnen die Schalter – und zwar gleich fünfzehn gleichzeitig. Entsprechend schnell schrumpft die Schlange.

Kurz überlegen wir, ob wir uns ein Upgrade in die Business Class gönnen. Preis: schlanke 3.000 Euro.

Wir bedanken uns höflich – und lehnen dankend ab.

Stattdessen investieren wir später im Duty-Free-Shop deutlich sinnvoller: zwei bequeme Nackenkissen und AirPods mit Noise-Cancelling. Schließlich soll Sabine im Flugzeug wenigstens etwas schlafen können.


Ein kurzer Schreckmoment am Flughafen

Mit den Boardingpässen in der Hand passiert plötzlich etwas, womit wir nicht gerechnet haben: Sabine bekommt einen Schwächeanfall.

Sie legt sich vorsichtshalber auf den Boden, um nicht umzukippen. Keine zehn Sekunden später steht bereits jemand neben uns und bietet Hilfe an.

Sabine kennt das leider: Wenn Migräne im Spiel ist und dazu noch ein ganzer Tag ohne Essen kommt, verabschiedet sich gerne mal der Kreislauf.

Wir erklären die Situation, und der Helfer reagiert sofort: Er organisiert einen Rollstuhl und bringt Sabine direkt zum Gate. Und zwar nicht nur gemütlich – sondern auch elegant an sämtlichen Warteschlangen vorbei.

So tauchen wir überraschend früh am Gate B14 auf.

Zum Glück zeigen die Kreislauftropfen schnell Wirkung. Sabine geht es schon deutlich besser. Vom Gate bis zum Sitzplatz im Flugzeug schafft sie es schließlich wieder aus eigener Kraft.


Endlich im Flugzeug – aber glauben tun wir es erst später

Um 8:15 Uhr beginnt schließlich das Boarding – etwa 15 Minuten später als geplant.

Wir sitzen tatsächlich im Flugzeug. Trotzdem bleibt ein Rest Skepsis. Nach allem, was wir in den letzten Tagen erlebt haben, glauben wir erst wirklich an die Heimreise, wenn die Räder des Jets sanft in Europa aufsetzen.

Der Flug mit Oman Air dauert etwa acht Stunden – und ist erstaunlich angenehm.

An dieser Stelle möchten wir uns ausdrücklich bedanken: bei Rabak El Sabagh in Dubai, bei Tamor Kuman im Oman und auch bei Melanie Rheinhold-Aksoy, die uns trotz unserer individuellen Reiseplanung wieder in ihr Programm aufgenommen hat.

Alle haben einen großartigen Job gemacht und uns letztlich sicher wieder nach Hause gebracht. Deshalb würden wir DERtour jederzeit wieder als Reiseanbieter empfehlen.

Wiedersehen in Frankfurt – zurück in der Heimat

Nach der Landung und den letzten Schritten durch den Flughafen dauert es nicht lange, bis wir Terminal 2 erreichen. Dort wartet bereits Sabine’s Bruder Rainer auf uns. Geduldig steht er in der Ankunftshalle und hält Ausschau nach zwei ziemlich übermüdeten Heimkehrern.

Als wir ihn endlich entdecken, gibt es erst einmal eine herzliche Umarmung. In diesem Moment fällt die ganze Anspannung der letzten Tage schlagartig von uns ab. Nach all den Ereignissen unserer Reise durch die Arabischen Emirate und den Oman fühlt es sich unglaublich gut an, wieder vertraute Gesichter zu sehen.

Dieses Wiedersehen gehört definitiv zu den schönsten Momenten der Heimreise.

Rainer bringt uns anschließend sicher mit dem Auto nach Hause. Während draußen langsam die vertraute Landschaft vorbeizieht, wird uns endgültig klar: Wir sind wirklich wieder in der Heimat angekommen.

Zuhause angekommen, entdecken wir vor unserer Haustür einen wunderschönen Blumenstrauß und eine Postkarte unserer lieben Nachbarn Elfriede und Hans. Darauf steht eine kurze, aber umso herzlichere Nachricht: „Schön, dass ihr wieder zuhause seid!“


Kaum haben wir das gelesen, ruft ein anderer Nachbar aus seinem Garten zu uns herüber: „Im Mannheimer Morgen steht heute ein halbseitiger Artikel über euch. Willkommen zuhause!“

Noch bevor wir richtig realisieren, was er gerade gesagt hat, öffnet sich auch schon die Haustür unserer direkten Nachbarn. Es folgen herzliche Umarmungen – genau die Art von Momenten, die nach so einer Reise einfach guttun.

Und obwohl unsere Reise durch die Arabischen Emirate voller Abenteuer, Überraschungen und auch einiger turbulenter Momente war, blicken wir mit großer Dankbarkeit auf diese außergewöhnliche Zeit zurück.


Unser persönliches Fazit zu den Arabischen Emiraten

Unsere Reise durch die Arabischen Emirate war ursprünglich als entspannter Urlaub geplant – und über weite Strecken war sie genau das auch.

Dubai und Abu Dhabi zeigen eindrucksvoll, wie rasant sich diese Region entwickelt hat. Wolkenkratzer, gigantische Einkaufszentren und spektakuläre Bauwerke prägen das Stadtbild. Man hat fast das Gefühl, in einer Zukunftsvision zu stehen.

Doch gleichzeitig beginnt nur wenige Kilometer außerhalb der Städte eine völlig andere Welt: die endlose Wüste. Weite Sandlandschaften, Ruhe und eine fast meditative Atmosphäre.

Gerade dieser Kontrast macht eine Reise durch die Arabischen Emirate so faszinierend.

Moderne Metropolen treffen auf traditionelle Souks, luxuriöse Hotels auf historische Moscheen und hochmoderne Infrastruktur auf jahrhundertealte Handelswege.

Was uns besonders beeindruckt hat, ist der respektvolle Umgang der Menschen miteinander. Die Freundlichkeit, die Sauberkeit und das Sicherheitsgefühl sind außergewöhnlich.

Rund 200 Nationalitäten leben hier zusammen. Etwa 85 % der Bevölkerung sind Ausländer – und gerade deshalb funktioniert dieses Miteinander erstaunlich gut.

Auch während der Krise, in die wir unerwartet hineingeraten sind, hatten wir zu keinem Zeitpunkt das Gefühl, allein gelassen zu werden. Während Airlines wie Emirates und Oman Air im Dauereinsatz waren, um Touristen auszufliegen, wartete man allerdings bei manchen europäischen Fluggesellschaften vergeblich auf klare Signale.

Ein Erlebnis hat mich besonders überrascht: der Besuch im Krankenhaus im Oman. Ehrlich gesagt hatte ich dort mit ganz anderen Zuständen gerechnet. Stattdessen fanden wir eine moderne, hervorragend organisierte medizinische Versorgung vor.

Ich könnte noch lange weiterschreiben.

Wenn es hier zusätzlich Berge, Wälder und angenehmere Sommertemperaturen gäbe – und ich zwei Goldkoffer voller Geld hätte – würde ich vermutlich sofort hierherziehen.

Denn trotz aller Ereignisse haben wir uns während unserer Reise durch die Arabischen Emirate und den Oman jederzeit sicher, respektiert und gut aufgehoben gefühlt.


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