27.2.2026 Feuerwerk am Dubai Creek
Während des Ramadan bekommt der Abend am Dubai Creek eine ganz besondere Magie. Denn pünktlich um 21:30 Uhr – also nach dem Fastenbrechen – erleuchtet ein festliches Feuerwerk den Himmel über dem historischen Wasserarm.
Sobald das Iftar beendet ist und Familien sowie Freunde gemeinsam gegessen haben, versammeln sich Einheimische und Besucher entlang der Uferpromenade. Zwischen traditionellen Holzbooten, den sogenannten Abras, und der modernen Skyline im Hintergrund entsteht eine Atmosphäre, die Tradition und Gegenwart wunderbar verbindet.
Dann steigen die ersten Raketen auf. Farben spiegeln sich im ruhigen Wasser des Creek, während Kinder staunen und Smartphones im Sekundentakt blitzen. Das Feuerwerk dauert meist nur wenige Minuten, aber genau das macht es so besonders: kein stundenlanges Spektakel, sondern ein festlicher, symbolischer Moment des Innehaltens und Feierns.
Gerade am Dubai Creek spürt man dabei den historischen Kern der Stadt. Hier begann Dubais Aufstieg als Handelsplatz – und genau hier trifft heute kulturelle Tradition auf moderne Inszenierung. Das tägliche Feuerwerk ist deshalb weniger eine Touristenattraktion als vielmehr ein stimmungsvoller Abschluss eines spirituellen Tages.
Wer also während des Ramadan in Dubai ist, sollte sich diesen Moment nicht entgehen lassen: 21:30 Uhr, Blick Richtung Himmel – und genießen.






28.02.2026 – 02.03.2026 Zwischen Kofferlaune und Krisenmodus
Die Koffer sind gepackt, die Zahnbürste verstaut, der letzte Kaffee getrunken – wir sind bereit für die Abreise am späten Nachmittag. Eigentlich. Doch dann kommt gegen Mittag die Nachricht, die niemand lesen möchte: Ihr Flug wurde annulliert.
Zuerst denkt man sich noch: „Ach, das wird schon ein technisches Problem sein.“ Allerdings wird uns kurz darauf der tatsächliche Grund genannt – und plötzlich fühlt sich die Situation anders an. Mit einem Mal steht man gedanklich nicht mehr im klimatisierten Hotelzimmer, sondern gefühlt mitten in einem Krisengebiet. Da wird einem doch etwas kalt ums Herz.

Zunächst ist man wie gelähmt. Man starrt aufs Handy, aktualisiert Apps, liest Nachrichten, schreibt Nachrichten. Doch was hier wirklich erstaunt: Vor Ort bleibt alles ruhig. Kein Chaos, keine Panik, keine Hektik. Menschen sitzen entspannt in Cafés, Taxis fahren ganz normal, und auch in der Stadt wirkt alles organisiert.
Wenn man parallel die Berichterstattung in Deutschland verfolgt, wirkt dort vieles dramatischer, größer, bedrohlicher. Hier vor Ort hingegen fühlt es sich deutlich kontrollierter an. Perspektive ist eben alles.
Organisation statt Ohnmacht
Und dann passiert etwas, womit wir so nicht gerechnet hätten: Die Regierung der Vereinigten Arabischen Emirate reagiert schnell und pragmatisch. Gestrandete Passagiere dürfen sich ein Taxi bestellen und werden in Hotels untergebracht.
Und jetzt kommt der Teil, der wirklich beeindruckt: Die Emirate übernehmen die Kosten. Taxi. Hotel. Essen. Getränke. Alles organisiert, alles geregelt. Kein Formular-Marathon, kein stundenlanges Anstehen mit Nummernzettel.
Natürlich bleibt ein mulmiges Gefühl, denn schließlich weiß man nicht sofort, wie es weitergeht. Dennoch versuchen wir ebenfalls, ruhig zu bleiben. Was bringt Aufregung? Genau – nichts. Also atmen wir durch, beobachten die Lage und sind dankbar für die Professionalität vor Ort.
So wird aus einem Schockmoment am Ende eine Erfahrung, die zeigt: Selbst in unerwarteten Situationen kann Organisation, Gelassenheit und Großzügigkeit den entscheidenden Unterschied machen.
Drei Tage Ausnahmezustand
Aus der geplanten Abreise wird ein unfreiwilliger Hotelaufenthalt. Drei Tage bleiben wir nun hier. Drei Tage zwischen Hoffen, Bangen und wieder Hoffen.
Ab und zu ertönt Luftalarm. Dann versammelt sich alles im Foyer. Gäste im Nachtgardarobe, manche mit Taschen unterm Arm oder Rucksack auf den Schultern. Der Hotelmanager tritt vor uns, lächelt professionell und verspricht mit fester Stimme, wir befänden uns im sichersten Land der Welt. Danach schickt er uns beruhigend wieder auf unsere Zimmer.
Und tatsächlich: Wenn man sich die geografische Lage unseres Hotels anschaut, wächst auch bei mir ein gewisses Vertrauen. Rein theoretisch – und das ist jetzt wirklich Galgenhumor – stehen in Richtung Iran noch einige stattliche Wolkenkratzer vor uns. Sollte also irgendetwas fliegen, würden diese architektonischen Giganten vermutlich zuerst dran glauben. Man klammert sich eben an alles, was Logik verspricht.
Hotelkoller Deluxe – von Recherche bis Reiseplan B
Nichtsdestotrotz wollen wir natürlich nicht nur Däumchen drehen. Also beginnen wir, Alternativen zu suchen, um hier rauszukommen. Und damit beginnt ein neues Tagesprogramm:
Ruhen. Informieren. Recherchieren. Organisieren. Wieder verwerfen. Neu denken.
Zwischendurch Visa für Oman prüfen, Reiseveranstalter kontaktieren, Flugoptionen vergleichen, Nachrichten lesen – und versuchen, dabei nicht komplett verrückt zu werden. Drei Tage Hotelkoller fühlen sich irgendwann länger an als drei Wochen Rundreise.
Doch irgendwann sagen wir uns: Genug!
Wenn wir schon ungeplant hier sind, dann machen wir das Beste daraus. Ab morgen nehmen wir uns vor, genau das anzuschauen, was wir in der „offiziellen“ Reisezeit nicht mehr geschafft haben.
Denn Stillstand ist keine Option. Und wenn uns diese Reise eines lehrt, dann das: Flexibilität ist das wahre All-inclusive-Paket.
03.03.2026 Perspektivwechsel auf dem Wasser
Also beschließen wir, nicht weiter im Hotel zu brüten, sondern endlich wieder etwas zu erleben. Und deshalb nehmen wir den Wasserbus über den Dubai Creek – ganz entspannt, mit leichtem Fahrtwind im Gesicht.
Der Creek zeigt Dubai nämlich von seiner ursprünglichen Seite. Während moderne Glasfassaden in der Ferne glänzen, tuckern traditionelle Boote übers Wasser. Genau dieser Kontrast macht die Überfahrt so besonders. Außerdem ist so ein Wasserbus deutlich charmanter als jede Metrofahrt.
Nach nur etwa 15 Minuten erreichen wir den Old Souk Dubai auf der anderen Uferseite – ein gutes Stück weiter Richtung Meer. Kaum steigen wir aus, tauchen wir in eine völlig andere Welt ein: enge Gassen, kleine Läden, Gewürzduft in der Luft und Händler, die mit einem freundlichen „Hello my friend!“ locken.
Und plötzlich fühlt sich alles wieder normal an. Statt Hotelkoller gibt es Marktgewimmel. Naja, das Gewimmel hält sich wirklich sehr stark in Grenzen, denn es haben sich nur manche Touristen dorthin „verirrt“. Statt Alarmton hört man Stimmen, Lachen und das Klirren von Schmuck. Manchmal reicht eben schon eine 15-minütige Bootsfahrt, um den Kopf freizubekommen – und Dubai noch einmal ganz neu zu entdecken.
Drei Stunden zwischen Vergangenheit und Gewürzduft
Drei Stunden lang tauchen wir ein in eine ganz andere Welt – fernab von Glasfassaden und Wolkenkratzern. Zuerst schlendern wir durch den Old Souk Dubai, wo Stoffe, Gewürze und Souvenirs um Aufmerksamkeit buhlen. Händler lächeln, feilschen gehört zum guten Ton, und irgendwo klappert immer eine Teetasse.
Nur ein paar Schritte weiter beginnt das Al Fahidi Historical Neighbourhood. Plötzlich wird es ruhiger. Lehmfarbene Häuser mit Windtürmen erzählen vom alten Dubai, von Zeiten ohne Klimaanlage, aber mit genialer Architektur zur natürlichen Kühlung. Enge Gassen, kleine Innenhöfe und Kunstgalerien wechseln sich ab. Hier fühlt sich Dubai nicht nach Superlativ, sondern nach Geschichte an – und genau das macht den Reiz aus.
Danach zieht es uns weiter zum Souk Al Seef. Und dieser Ort ist eine spannende Mischung: historisch wirkende Fassaden treffen auf moderne Cafés, Boutiquen und Restaurants direkt am Wasser. Tradition trifft Lifestyle – Instagram trifft Orient. Man merkt sofort: Dubai kann beides.
Pool mit Aussicht statt Hotelkoller
Nach diesem intensiven Spaziergang steigen wir wieder in den Wasserbus über den Dubai Creek und fahren zurück auf „unsere“ Uferseite. Das letzte Stück zum Hotel laufen wir zu Fuß – ein bisschen Bewegung schadet nie.
Und dann passiert etwas, das wir uns die letzten Tage verkniffen haben: Wir gehen zum ersten Mal in den Hotelpool. 13. Etage. Blick auf den Dubai Creek. Die Sonne sinkt langsam zwischen die Hochhäuser. Das Wasser schimmert golden. Für einen Moment fühlt sich alles ganz weit weg an – selbst Alarmmeldungen und Flugannullierungen.
Zum Abschluss gönnen wir uns noch ein kurzes Dampfbad. Lungen frei, Kopf frei, Gedanken sortiert.
50 Deckel zum Glück
Hungrig wie nach einer Wüstensafari landen wir schließlich beim Pakistaner um die Ecke. Für 13 bis 14 Euro erwartet uns dort ein Buffet, das eher nach Hochzeit- als nach Nachbarschaftsrestaurant aussieht. Unter rund 50 Edelstahldeckeln verstecken sich Currys, Reisvariationen, Fleischgerichte, vegetarische Spezialitäten und Süßspeisen.
Hier sitzen alle zusammen: verschiedene Nationalitäten, Hautfarben, Konfessionen – unter einem Dach. Und nicht nur das: Man wird freundlich empfangen und fast schon fürstlich bedient. Genau solche Momente zeigen, wie international und gleichzeitig herzlich diese Stadt ist.
Jetzt noch schnell den Reisebericht reinhacken, Gedanken sichern, Bilder sortieren – und dann zufrieden dem Kissen lauschen. Manchmal sind es genau solche Tage, die ungeplant beginnen und perfekt enden.



































Du möchtest unserem Abenteuer virtuell folgen? Hier kannst Du Dich gleich anmelden!
Vorteil: Du erhältst eine Email, sobald es etwas Neues zu berichten gibt und es entfallen die Popups und Cookie-Bestätigungen.






2 Kommentare
Kommt gut zurück. Vielen Dank auch für diese Seite des Reisens und was passieren kann. So hattet ihr Gelegenheit, etwas ursprüngliches zu entdecken. Das gefällt mir gerade besonders gut.
Be Safe!
lieve schatten, jullie hebben groot gelijk hoor, dat jullie verder nog „vakantie “ er maken wat er van te maken valt. Geniet het zo goed als het gaat. we wachten op jullie thuis komst. onze gedachten zijn bij jullie. hele dikke knuffels van ons twee