Tag 42: Lucca – Fahrradglück, grüne Wälle und Baumkronen im Himmel
Ein Reise durch die Toskana beweist immer wieder, dass jede toskanische Stadt ihren ganz eigenen Charakter besitzt. Lucca sticht dabei sofort heraus: Statt steiler Hügel und engem Autoverkehr empfängt einen die Stadt mit fast aristokratischer Eleganz und herrlich flachen Wegen. Umgeben von einer der am besten erhaltenen Renaissance-Wehrmauern Europas, ist die Geburtsstadt Giacomo Puccinis das absolute Eldorado für Zweirad-Fans – weshalb wir die Stadt heute auch komplett mit dem Fahrrad erobert haben!
Mit dem Fahrrad über die historische Stadtmauer
Nachdem wir unseren Camper abgestellt hatten, wurden sofort die Drahtesel klargemacht. Die absolute Hauptattraktion Luccas ist zweifellos die monumentale Wehranlage: Der über vier Kilometer lange Festungswall ist so gigantisch breit, dass er im 19. Jahrhundert in eine von schattigen Platanen gesäumte Promenade verwandelt wurde. Lucca auf zwei Rädern zu umrunden, fühlt sich herrlich leicht an.
Wir rollten gemütlich über die Mauerkrone, genossen den angenehmen Fahrtwind und blickten abwechselnd auf die roten Ziegeldächer der Stadt und das grüne toskanische Umland. Nach dieser herrlichen Panorama-Runde bogen wir durch eines der mächtigen Stadttore ab, um direkt in das Gewirr der kopfsteingepflasterten Gassen einzutauchen.
Eichen am Himmel und ein ovales Wunder
Mitten im Zentrum legten wir einen kurzen Halt ein, um den berühmten Torre Guinigi von unten zu bestaunen. Das Klettern sparten wir uns heute ganz entspannt, doch der Anblick vom Straßenrand ist schon kurios genug: Auf der Spitze dieses 44 Meter hohen Backsteinturms thronen tatsächlich sieben uralte Steineichen, deren grüne Kronen keck in den toskanischen Himmel ragen. Ein echter Hingucker, den man so wohl nirgendwo sonst ain der Toskana zu Gesicht bekommt!
Anschließend traten wir wieder in die Pedale und steuerten die Piazza dell’Anfiteatro an. Dieser Platz wurde direkt auf den Fundamenten eines antiken römischen Amphitheaters erbaut und besitzt deshalb eine vollkommen geschlossene, ovale Form. Wo früher Gladiatoren kämpften, reihen sich heute sonnengelbe Fassaden und Lokale aneinander. Bei zwei herrlich cremigen Cappuccino machten wir es uns gemütlich und saugten das bunte Treiben auf.
Zwangspause für Drohne Luftikus in der Stadt
Während wir auf zwei Rädern durch die verwinkelten Gassen flitzten, musste einer allerdings im Rucksack ausharren: Drohne „Luftikus“ durfte in der Stadt heute definitiv nicht in die Luft. Wegen der dichten Bebauung, der vielen Fußgänger und der strengen Flugverbote über dem historischen Zentrum blieb der kleine Flieger brav am Boden und legte einen Ruhetag ein. Das tat der Stimmung jedoch keinen Abbruch, denn direkt aus dem Fahrradsattel waren die Eindrücke ohnehin spektakulär genug!
Mit rundum glücklichen Gesichtern und entspannten Radler-Waden kehrten wir am Abend zum Camper zurück. Lucca auf zwei Rädern zu erkunden, war einfach ein Volltreffer.




















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Ein Kommentar
Lucca mit dem Fahrrad zu erkunden, klingt einfach herrlich. Und diese Steineichen hoch oben auf dem Torre Guinigi sind wirklich etwas ganz Besonderes. Wieder so ein wunderschöner Tag auf eurer Reise.