Spaziergang um den Rothsee

2026 Radreise Mozart-Radweg & Salzkammergut-Radweg: Die Anreise

Mozart, Muskelkater und Mut zur Lücke: Unser Hybrid-Urlaub startet!

30. April 2026: Das Wohnzimmer-Chaos

Wir haben es getan. Wir haben uns für die „Sicherheitsvariante“ entschieden: Wir fahren unserem Mozartradweg mit dem Camper entgegen. Warum? Ganz einfach: Falls uns nach drei Kilometern die Waden brennen oder der Wettergott eher auf Heavy Metal statt auf Klassik steht, können wir jederzeit umkehren und den Urlaub im gemütlichen Wohnmobil fortsetzen. Dennoch sind wir felsenfest entschlossen, sowohl den Mozart-Radweg als auch den Salzkammergut-Radweg gnadenlos durchzuziehen.

Allerdings bringt diese Kombination eine logistische Herausforderung mit sich, die an eine Mars-Mission erinnert. Man muss nämlich für zwei völlig verschiedene Urlaube gleichzeitig denken. Um also absolut nichts Wichtiges zu vergessen, haben wir bereits am Vortag unser Wohnzimmer in einen improvisierten Campingplatz verwandelt. Inmitten von sechs riesigen Kisten, Packlisten und Fahrradhelmen versuchten wir, den Überblick zu behalten. Infolgedessen sah unsere Wohnung aus wie nach einem mittelschweren Umzug, aber hey – das System steht!

Wie man ein Schwergewicht bändigt: Der Gang zur Waage

01. Mai 2026:

Nachdem wir die Kisten im Camper verstaut und die Fahrräder auf den Träger gewuchtet hatten, hieß es: Warten auf Sabine. Sie rettete derweil noch die Welt (oder zumindest die Hausaufgaben der örtlichen Grundschüler). Als sie um 16 Uhr endlich zurückkehrte, packte mich die nackte Neugier – oder eher die Angst vor der Verkehrskontrolle. Deshalb steuerte ich unseren treuen Begleiter erst einmal zur Waage eines Entsorgungsfachbetriebs im Rheinau-Hafen.

Dank diverser Straßensperren dauerte die Fahrt aus dem Wohngebiet gefühlt länger als die eigentliche Reise, doch schließlich kam der Moment der Wahrheit. Das Ergebnis? 3210 kg! Somit haben wir noch 290 kg Reserve. Bei der Hinterachse sieht es mit 180 kg Puffer etwas knapper aus, besonders wenn der Diesel- und Wassertank voll sind. Dementsprechend wissen wir jetzt: Wir dürfen unterwegs nicht zu viele Mozartkugeln naschen, sonst wird es eng mit der Zuladung!

Stop & Go statt Flow: Der lange Weg nach Zusmarshausen

Um 16:30 Uhr ging es endlich los Richtung Zusmarshausen. Doch die Vorfreude wurde an der A6 direkt gedämpft: zähfließender Verkehr, soweit das Auge reicht. Obwohl wir es über die Autobahn versuchten und später auf die Bundesstraße auswichen, standen wir überall im Stau. Trotzdem ließen wir uns die Laune nicht verderben. Wir haben schließlich Urlaub!

Ganz entspannt tuckerten wir im Stop-and-Go-Modus bis Wiesloch, ab wo es dann endlich „wie am Schnürchen“ lief. Gegen 20:30 Uhr erreichten wir unseren altbewährten Parkplatz am wunderschönen Rothsee. Nach einem schnellen Abendessen fielen wir in die Kojen – glücklich, dass der erste Teil der Reise geschafft war.

Frostige Nächte und das süße Rentnerdasein

In der Nacht zeigte uns die Natur dann die kalte Schulter. Es wurde so bitterkalt, dass ich kurz davor war, nachzuschauen, ob sich bereits Stalaktiten an der Decke bilden. Schließlich gab ich auf, kroch aus den Federn und stellte die Heizung auf wohlige 15 °C ein. Danach ließ es sich deutlich besser schlafen.

Nach einem morgendlichen Spaziergang um den See führte uns der Weg weiter zum Simssee. In Prutting machten wir einen kulinarischen Boxenstopp bei der „Post 1843“. Der Spargel war so phänomenal, dass er fast eine eigene Hymne verdient hätte. Zudem spielte das Wetter perfekt mit.

Am Simssee angekommen, sicherten wir uns einen Stellplatz und ließen den Tag auf einer Parkbank ausklingen. Während ich den Blick über das glitzernde Wasser schweifen ließ, musste ich kurz an die armen Kollegen denken, die ab Montag wieder im Büro schwitzen. Gleichzeitig grinste ich in mich hinein: Das Konto füllt sich, ohne dass ich einen Finger rühren muss. Ich sage es euch, wie es ist: Rente ist einfach echt geil!

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