Maximale Höhe: 1417 m
Gesamtanstieg: 2485 m
Gesamtzeit: 05:16:01
Tag 4 – Mit dem Camper zum Grand Ballon
Heute darf unser Camper zeigen, was er kann. Von Munster aus starten wir zu einer der schönsten Panoramarouten der Vogesen. Schon kurz hinter der Stadt schlängelt sich die Straße durch dichte Wälder, vorbei an blühenden Bergwiesen und kleinen Dörfern. Mit jedem Höhenmeter werden die Ausblicke beeindruckender. Bei klarem Wetter reicht der Blick über die Rheinebene bis zum Schwarzwald und sogar zu den Alpen.
Wanderung auf den höchsten Gipfel der Vogesen
Am Parkplatz unterhalb des Grand Ballon lassen wir den Camper stehen und schnüren die Wanderschuhe. Die etwa 1¼-stündige Rundwanderung führt durch die offene Gipfellandschaft und belohnt uns immer wieder mit herrlichen Panoramablicken. Oben angekommen genießen wir die fantastische Aussicht auf die Hochvogesen und machen eine gemütliche Vesperpause. Genau für solche Momente lieben wir das Reisen mit dem Camper.
Entspannte Rückfahrt nach Munster
Am Nachmittag geht es auf aussichtsreichen Straßen zurück nach Munster. Das warme Licht lässt die Wälder und Hochweiden besonders schön wirken und hinter fast jeder Kurve wartet das nächste Fotomotiv.
Diese Rundfahrt zeigt eindrucksvoll, dass sich die Vogesen nicht nur mit dem Fahrrad, sondern auch hervorragend mit dem Wohnmobil erkunden lassen. Die Kombination aus kurvenreichen Passstraßen, einer entspannten Wanderung auf den Grand Ballon und grandiosen Ausblicken macht diesen Ausflug zu einem echten Höhepunkt unserer Reise.



















Tag 5 – Trainingsrunde auf den Petit Ballon (1.163 m) & Schwimmbad
Die Trainingsrunde zum Col du Petit Ballon (1.163 m) gehört zu den schönsten Rennrad- und MTB-Anstiegen in den Vogesen. Vom Tal aus zieht sich der eigentliche Anstieg über rund 9 Kilometer mit einer durchschnittlichen Steigung von etwa 8 %, wobei einzelne Rampen sogar zweistellige Prozentwerte erreichen. Dafür wird jeder Schweißtropfen mit herrlichen Ausblicken auf das Munstertal und die sanften Gipfel der Vogesen belohnt. Oben angekommen laden die weiten Hochweiden und urigen Ferme-Auberges zu einer wohlverdienten Verschnaufpause ein. Radsportfans kennen den Petit Ballon natürlich aus der Tour de France, denn Jan Ullrich bezwang diesen Anstieg bei der Tour 2005. Noch heute erinnert die berühmte „Pinot-Kurve“ mit zahlreichen Graffiti an die großen Helden des Radsports. Mit etwas Glück entdeckt man auf dem Asphalt sogar noch den Schriftzug „Ulle“, der an Jan Ullrichs legendäre Fahrt erinnert. Nach dem Pass folgt eine kurvenreiche Abfahrt, bevor es entspannt zurück nach Munster geht. Eine perfekte Trainingsrunde, die sportliche Herausforderung und grandiose Landschaft auf ideale Weise miteinander verbindet.
















Nach dem heißen Ritt über die Berge lockt das Wellenbad in Munster mit einer willkommenen Abkühlung.
An der Kasse kam allerdings nicht die Frage nach meinem Alter oder einer Ermäßigung, sondern:
„Tragen Sie eine Boxershort?“
Ich dachte schon, jetzt kommt eine sehr persönliche Unterhaltung…
Aber nein: Hier sind Boxershorts im Wasser verboten! Erlaubt sind ausschließlich eng anliegende Badehosen!
Zum Glück bin ich bestens vorbereitet. Meine knallenge Badehose stammt gefühlt noch aus den 70er-Jahren und wartet seit Jahrzehnten auf ihr großes Comeback.
Plötzlich war mir klar: Ich bin hier kein Badegast – ich bin ein Trendsetter!
Während andere ihre modernen Badeshorts im Schrank lassen müssen, laufe ich geschniegelt wie ein echter Hippie durchs Schwimmbad. Fehlen nur noch lange Haare, eine Sonnenblumenkette und die Bee Gees aus den Lautsprechern.
Fazit: Man sollte eben niemals etwas wegwerfen. Irgendwann wird selbst eine 50 Jahre alte Badehose wieder hochmodern… zumindest in Frankreich!

Tag 6 – Trainingsrunde auf den Col du Petit Ballon & Lac de Longemer
Der Aufstieg auf den Col de Petit Ballon ist fast vollständig im Schatten. Für diese Temperaturen jenseits der 30 °C eine Wohltat. Deshalb heute nochmal den selben Anstieg, allerdings mit einer anderen Abfahrt über das Munstertal. Man fährt knapp 11 km bergauf und rollt anschließend fast 19 km bergab über das Munstertal zurück zum Stellplatz in Munster. Herrlich!



Nach der Anstrengung mit dem Bike, fahren wir mit dem Camper über den Col de la Schlucht zum Lac de Longemer.
Sommer, Sonne… und halb Europa am Lac de Longemer! ☀️🏊♂️
Eigentlich gilt der Lac de Longemer ja als die „ruhige, naturbelassene Schwester“ des Lac de Gérardmer. Tja, sagen wir es mal so: Wenn das Thermometer klettert, hat die Naturkulisse Sendepause und das große Völkerwandern beginnt!
Wir wolltem uns heute im kühlen Nass erfrischen – und wurden mit einem bunten Völkergemisch belohnt. Es fühlte sich an, als hätten sich spontan ganz Frankreich, Holland und Belgien verabredet, um genau an DIESEM See nach Schatten und Abkühlung zu suchen. Handtuch an Handtuch, ein fröhliches Stimmengewirr in drei Sprachen und Tretboote, Schlauchboote und SUP´s, wohin das Auge reicht! Ein Foto haben wir leider nicht gemacht.
Es war trotzdem fantastisch. Das Wasser im Tal der Vologne war herrlich erfrischend, die Kulisse mit den steilen Nadelwäldern ist einfach der Hammer und die Stimmung am Ufer war absolut tiefentspannt.
Wer braucht schon Ruhe, wenn man feinstes Urlaubsfeeling und Abkühlung haben kann?
Tag 7 – Vom Höhenrausch zur Kirschbaum-Idylle: Ein Tag für die Seele
Manche Anstiege lassen einen einfach nicht los. Heute stand noch einmal der Col du Petit Ballon auf dem Programm – dieses kleine Pass-Biest in den Vogesen, das die Beine so schön brennen lässt! Die Höhenmeter noch einmal unter die Räder zu nehmen, die frische Bergluft einzusaugen und oben belohnt zu werden: Einfach unbezahlbar.
Aber das Beste an einer ordentlichen Etappen-Schinderei? Das Kontrastprogramm danach!
Jetzt sitze ich hier, die Beine hochgelegt, die Oberschenkel melden sanften Protest an, und über mir rauschen die Blätter unseres ganz privaten Kirschbaums. Schatten, eine luftige Brise und die absolute Freiheit, heute einfach mal gar nichts mehr tun zu müssen. 🧘♂️✨
Na ja, fast nichts: Die Erlebnisse der letzten Tage wollen schließlich nicht vergessen werden. Mit dem Kopf voller Eindrücke – vom Trubel am Badesee bis zu den stillen Kehren am Pass – nutze ich den Nachmittag, um endlich die Reiseberichte auf den neuesten Stand zu bringen. 📝✍️
Sport abgehakt, Akkus werden aufgeladen, der Blog füllt sich. So darf Urlaub sein!
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Ein Kommentar
Danke für die Reiseberichte der letzten Tage! Das sieht alles wunderschön aus, tolle Erlebnisse. Und körperliche Leistungen. Aber man wird ja durch die Erlebnisse entschädigt. Ich kenne das von unseren Reisen. Habe mich gefreut von euch zu hören.
Dachte mit meinem Handy stimmte etwas nicht.
Freue mich schon auf die nächsten Bilder und Berichte. Alles Gute weiterhin.