Von Trabadelo nach O Cebreiro (1330m)

< ![CDATA[

Von Trabadelo nach O Cebreiro (1330m)
O Cebreiro, Spain

O Cebreiro, Spain


Die Nacht ist äußert ruhig. Keine Schnarcher, kein Husten, keine Handys. Um 5.00 Uhr verlassen einige der 8 Personen bereits das Bett. Aber auf leisen Sohlen, sehr rücksichtsvoll und leise. Alle Frühaufsteher nehmen Ihren Rucksack mit nach draußen und rascheln in den Fluren bei geschlossenen Türen. So viel Rücksichtnahme wie heute wünscht man sich öfter. Wir trinken einen Cappuccino aus dem Automaten und nehmen einen trockenen Kuchen, ebenfalls aus dem Automaten. Die erste Tasse geht in den Gulli, weil ich keinen Becher darunter stelle. Es reicht nur noch für eine Tasse, die wir uns teilen.

Wir sind schon vor 7.00 Uhr auf den Beinen. Diese tragen uns und unsere Last auf einem wenig schönen Weg an der Fahrstrasse entlang, was aber glücklicherweise nicht sehr lange dauert.

Das 2. Frühstück nehmen wir nach ca. 1,5 Stunden in einer Bäckerei mit schönem Café zu uns. Es geht immerzu bergauf an einer fast unbefahrenen Landstraße entlang. Es wird immer grüner. Dann verlassen wir linker Hand die geteerte Straße und der Camino macht seinem Namen alle Ehre. Es ist ein grüner Kamin. Alles ist umgeben von Laubbäumen und Blättern, wie ein grüner Tunnel. Der Pfad geht steinig und steil bergauf, die Radfahrer müssen leider der Strasse weiter folgen bis La Faba (916m). Wir legen eine Rast an einer Bar ein und bestellen Cola, Kaffee …. und? ……Falsch: Diesmal gibt es keine Tortilla, sondern einen Schokoladenkuchen, den wir zuvor in der Bäckerei gekauft haben. Sabine ist nach dem Aufstieg nicht mehr wieder zu erkennen (Foto). Sie bestellt sich nach dem Kuchen noch ein gefülltes, süsses Teilchen mit Schokoüberzug. Bei den Pilgermenüs wird auch immer alles aufgegessen. Was das zur Folge hat, könnt ihr auf dem Foto sehen.
Wir müssen ’nur‘ noch 300 weitere Höhenmeter überwinden auf einer Länge von 4 km, dann haben wir unser heutiges Etappenziel erreicht. Zuerst kommt aber La Laguna, ein malerisches Bauerndorf.
Landschaftlich ist der ganze Aufstieg von ca. 830 hm ein absoluter Naturgenuss mit wunderschönen Ausblicken. Die Höhepunkte des Weges scheinen in der autonomen Region Galiciens zu liegen. Wir überschreiten kurz vor O Cebreiro die Grenze nach Galicien (Video), die durch einen Grenzstein am Wegesrand markiert ist.
Alle Mühen und Entbehrungen haben sich gelohnt für dieses prächtige Panorama auf 1330 Metern Höhe.

Am Ende der Etappe gelangen wir in das Museumsdorf und Heiligtum O Cebreiro. Ein wunderschönes Bilderbuchdorf, wie auf einer Postkarte.

Wir kommen in die Herberge, einer der meist frequentierten am Weg. Ungefähr 100 Menschen in einem Raum. Mal sehen wie die Nacht wird. Im Augenblich ärgere ich mich über eine Landesgenossin, die tatsächlich schon seit über einer halben Stunde im Schlafraum telefoniert, wo die Leute ihr Mittagsschläfchen halten wollen. Unmöglich. Wir beziehen unser Bett und wer liegt unter uns? Dieter!

Rita und Wolfgang treffen wir auch an der Kirche. Wir bestellen einen Tisch für 19.00 Uhr für unser gemeinsames Abendessen.

Das Pilgermenü kostet 10 € und besteht aus Wasser und Wein, Gemüsesuppe, Spare Ribs mit Pommes Frites. Zum Nachtisch gibt es galicischen Kuchen, Jogurt, Weichkäse aus Kuhmilch mit Honig.

Es war wieder sehr lustig.

Wetter: Angenehm mild und sonnig. Ideal zum wandern. Nicht zu heiss.
Strecke: ca. 18km und 830hm

===========================
van der Voorden PHOTOGRAPHY
===========================

Homepage &amp; Facebook


]]>