11.08.2017 Bodensee-Königsee & Alpe Adria Radweg: Von Spittal nach Villach


Choose your language:


Erkenntnis des Tages: Größten Respekt vor den Familien, die mit Kind, Kegel und Gepäck auf dem Alpe-Adria-Radweg unterwegs sind

Morgens regnet es. Wir warten bis es aufhört, packen wieder alles ein und fahren in eine Bäckerei frühstücken. Währenddessen fängt es wieder an zu regnen. Wir ziehen sämtliche Regenklamotten an und los geht’s, immer auf Schotterpisten an der Drau entlang. Der Millstätter See ist links vom Radweg, allerdings leider nicht in Sichtweite. Man fährt mal rechts mal links am Ufer entlang. Ansonsten bietet diese Etappe landschaftlich nicht besonders viel für´s Auge.

Unterwegs treffen wir die Familie mit den drei Kindern, die wie wir gestern im Gasthof in Mühldorf den Gewitterschauer abgewartet haben. Wir unterhalten uns an einer Brücke eine ganze Weile mit Ihnen. Sie hatten versehentlich nicht auf das Höhenprofil geschaut und eine Übernachtung an einem See gebucht, der 800 Hm höher liegt als die Drau. Dann kamen sie bei der enorm anstrengenden und steilen Auffahrt auch noch in das Unwetter von gestern. Es muss die Hölle gewesen sein. Aber heute sind sie fröhlich den Berg wieder hinunter gefahren und strahlen alle über´s ganze Gesicht und alle Plagen von gestern sind bei dem Sonnenschein wieder vergessen.

Eine weitere Familie ist mit zwei Kindern und dem Zelt unterwegs. Eines davon ist gerade mal knapp 2 Jahre alt. Familienradreisen mit 2-3 Kindern sieht man auf dieser Strecke nicht selten.

Nach 48 km erreichen wir Villach. In einem Spar Markt kaufen wir verschiedene Lebensmittel ein und steuern den Camping Seehof an. Er gehört zu den TOP 3 Campingplätzen auf unserer Liste. Die sanitären Anlagen sucht man in so manchen ****Sterne Hotels vergeblich. Der angeschlossene Moorbadesee hat Trinkwasserqualität und bleibt naturbelassen, ohne Steg und Hüpfburg. Wir baden noch im erfrischenden Natursee.

Abends gehen wir im Restaurant des Campingplatzes essen. Wundersamerweise läuft hier die ganze Zeit über Ska-Music. Ich frage den Angestellten, ob er Ska-Fan ist und ob er auch The Busters kennt. Klar. Er läuft sogleich zu seinem Laptop und legt meine Lieblings-CD „Ska Bang 87“ auf. Wir legen uns vor unser Zelt und hören zugleich die herrlich sommerliche Musik. In diesem Moment kommt die belgische, 5-köpfige Familie mit ihren Fahrrädern auf den Campingplatz gefahren, die wir bereits in Spittal getroffen haben und baut ihr Zelt auf. Die Eltern ziehen jeweils einen Einrad-Anhänger hinter sich her. Alles ist schwer beladen mit Gepäck. Es ist unglaublich, welche Leistungen manche Familien vollbringen. Da sind wir das kleinste Licht.

Auffallend ist, dass die Wohnmobil- und Wohnwagenkinder oft quängeln und unzufrieden sind, während die radelnden Zeltkinder fröhlich mit sich selbst und der Welt zufrieden sind.

 


>>> nächste Etappe

Gefällt Dir unser Reisebericht? Wir freuen uns sehr über Deinen Kommentar, Fragen oder Anregungen. Weiter unten bietet der Blog die Möglichkeit dazu. Aber wir freuen uns auch über blaue Daumen oder Kommentare auf unserer Facebook-Seite.


Möchtest Du gerne unserem Reiseblog folgen? Einfach E-Mail-Adresse hier eintragen!