2016: Via Claudia Augusta: Von Lermoos nach Landeck

Im Haus Gerlinde ist die Nacht sehr erholsam und ruhig. Der Blick aus dem Fenster ist eine Wohltat: Heute ist wieder Kaiserwetter. Es ist fast schon beängstigend, dass wir bei unseren Reisen immer so viel Glück haben, denn bei Regen, Sturm, Hagel oder Nebel wollte ich mir diese Tour über die Alpen wirklich nicht vorstellen.

Haus Gerlinde in Lermoos

Haus Gerlinde in Lermoos

Das Frühstück bietet alles was das Radlerherz begehrt. Vor allem das Müsli mit Joghurt sind wichtige Bestandteile, um den recht schwer zu fahrenden Fernpass zu bezwingen.

Seit gestern stehe ich mit meinem GPS-Gerät etwas auf Kriegsfuß. Die Tage zuvor war der heruntergeladene GPS-Track von Bikeline immer wunderbar zu sehen. Ein Verfahren war schier unmöglich. Aber das Blatt hat sich gewendet. Zumindest nahm ich das zunächst an. Auch wurde vor ein paar Jahren der Radweg zum Fernpass neu angelegt.

Als wir im Ort nach dem Weg fragen, schickt man uns jedoch über den alten Weg, der noch viel beschwerlicher und extrem steil ist.

An einer kniffligen und sehr steilen Stelle muss ich notmäßig absteigen, bleibe aber in den Klickies hängen und lieg mit Sack und Pack am Boden wie ein Maikäfer. Glücklicherweise ist weiter nichts passiert.

Mittersee

Mittersee

Irgendwann gibt es kein Weiterkommen mehr, denn jetzt kommen die ersten hohen Holzstufen. Wir drehen um, fahren bis zur nächsten Weggabelung mit Schildern und versuchen mit Hilfe von Karten zum neuen Weg zu kommen. Dabei verlieren wir einige mühsam erstrampelte Höhenmeter. Über den Mittelsee und Weißensee gelangen wir wieder zum richtigen Weg und finden den Einstieg. Dieser ist zwar auch recht steil und schottrig, aber für uns gut zu fahren. Und siehe da, das GPS zeigt auch die

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