01.06.2018 Ostseeküsten-Radweg: Von Flensburg nach Wackerballig


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Erkenntnis des Tages: Endlich Ruhe

Die Nacht war herrlich ruhig. Das ändert sich allerdings schlagartig gegen 5:30 Uhr. Unsere Nordkap-Motorrad-Raudie-Nachbarn sind ausgeschlafen und der Meinung, dass es für uns auch Zeit wird aufzustehen. Sie unterhalten sich lautstark und haben schon mächtig Spaß. Wir hätten gerne noch ein Stündchen länger geschlafen. Aber so ist das nunmal. Nichtsdestotrotz sind wir gut ausgeschlafen. Die Sonne ballert eh schon auf´s Zelt und es wird sicher bald zu heiß.

Um auf den Ostseeküsten-Radweg zu kommen, müssen wir erst mal wieder zurück nach Flensburg. In der Fussgängerzone frühstücken wir bei einem Bäcker und decken uns mit Proviant für den Tag ein. Hier bekommt jeder Radfahrer ein Brötchen umsonst. Tolle Aktion des umweltbewussten Bäckerladens. Es gibt hier auffällig viele Obdachlose. Statt unsere Pfandflaschen in Zahlung zu geben, beschließen wir ab nun, leere Pfandflaschen an bedürftige Menschen abzugeben. Sie werden uns auch dankend abgenommen.

In der Norderstraße sind zahlreichen Schuhleinen zwischen den Häuserfronten gespannt. Hunderte von Schuhpaaren hängen über ihnen und ziehen alle Blicke auf sich. Die Legende sagt: Als der Schuster seinen Laden schließen wollte, spannte er eine Leine von der gegenüberliegenden Hausfront zu seinem Obergeschoss und warf von unten aus sein letztes Paar Schuhe über diese Leine. Aus einer „Abschiedsgeste“ wurde mit der Zeit eine Tradition. Und heute finden Sie hier vielen Schuhleinen mit vielen Hunderten Schuhpaaren.

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