Zum Reiseblog bitte das Foto anklicken! Erlebnisbericht schreiben ….
Tag 45: Sellaronda Bike Day 2026 – Vier Pässe, kein Motorenlärm und Alpenkino pur
Ein actionreicher Roadtrip durch Italien hält für Sportbegeisterte ein ganz besonderes Schmankerl bereit: den legendären Sellaronda Bike Day. Wenn an einem Tag im Jahr die Pässe rund um das gewaltige Sella-Massiv für den gesamten motorisierten Verkehr gesperrt werden, verwandelt sich der Asphalt in ein gigantisches Fest für Radsportler. Keine dröhnenden Motorräder, keine stinkenden Abgase – stattdessen nur das vertraute Surren zahlloser Freiläufe, das leise Klicken der Schaltungen und das gleichmäßige Keuchen ambitionierter Bergfexe. Zusammen mit Hans-Dieter klickte ich frühmorgens direkt am Campingplatz Colfosco in die Pedale, um die Runde gegen den Uhrzeigersinn in Angriff zu nehmen: Rund 53 Kilometer, gut 1.600 Höhenmeter und vier legendäre Alpenpässe warteten auf unsere Waden!
Auftakt übers Grödner Joch und das Sellajoch
Weil wir in Colfosco starteten, ging es gegen den Uhrzeigersinn sofort zur Sache: Der Aufstieg zum Grödner Joch (Passo Gardena, 2.121 m) stand als erstes auf dem Menü. Während die Beine noch warmkurbelten, ragten links die spitzen Zähne der Cirspitzen wie steinerne Nadeln in den strahlend blauen Himmel, während sich rechts die mächtigen Felsabstürze des Sella-Massivs auftürmten.
Oben angekommen, folgte eine rauschende Abfahrt mit Blick auf den Langkofel, bevor direkt der Gegenanstieg zum Sellajoch (Passo Sella, 2.244 m) wartete. Von hier aus scheint die schneeweiße Marmolata – die ehrwürdige Königin der Dolomiten mit ihrem schimmernden Gletscher – zum Greifen nah. Genau diese Panoramen lassen jeden Schweißtropfen vergessen, den man auf einem sportlichen Roadtrip durch Italien vergießt.
Pordoijoch und Campolongo: Durchs Herz der Dolomiten
Nach einer rasanten Schussfahrt ins Fassatal schraubten wir uns Kehre um Kehre hinauf zum dritthöchsten Punkt des Tages: dem Pordoijoch (Passo Pordoi, 2.239 m). Der Pass ist eine echte Legende des Giro d’Italia, an dem Radsportgeschichte geschrieben wurde. Am Pass angekommen, blickt man ehrfürchtig auf den Sass Pordoi, die sogenannte „Terrasse der Dolomiten“, deren senkrechte Felswände schwindelerregend in die Höhe schießen.
Die anschließende Abfahrt hinunter nach Arabba forderte noch einmal volle Konzentration, ehe der letzte Scharfrichter wartete: der Campolongopass (Passo Campolongo, 1.875 m). Zwar ist er der niedrigste der vier Pässe, aber mit bereits drei Pässen in den Beinen brannten die Oberschenkel hier ganz ordentlich!
Triumphale Rückkehr nach Colfosco
Oben auf dem Campolongo fiel schließlich alle Anspannung ab. Was folgte, war der pure Rausch der Geschwindigkeit: In weiten, flüssigen Schwüngen rollten wir hinab nach Corvara, von wo aus es nur noch ein kleiner Katzensprung zurück zu unserem Campingplatz in Colfosco war. Mit einem breiten Grinsen im Gesicht, schweren Beinen und unzähligen Bildern von schroffen Zinnen und sonnenüberfluteten Almwiesen stießen Hans-Dieter und ich auf dieses Meisterstück an.
































Du möchtest unserem Abenteuer virtuell folgen? Hier kannst Du Dich gleich anmelden!
Vorteil: Du erhältst eine Email, sobald es etwas Neues zu berichten gibt und es entfallen die Popups und Cookie-Bestätigungen.





