2016 Via Claudia Augusta: Von Pfunds nach Naturns

Heute ist der perfekte Tag, um den Reschenpass in Angriff zu nehmen. Bewölkt und recht kühl, so wie es der Wetterfrosch vorhergesagt hat. Wir stehen vorsichtshalber schon um 6:30 Uhr auf, damit wir relativ sicher sein können, bei kühlen Temperaturen den Pass zu erobern. Am Reschenpass ist die Grenze zwischen Österreich und Südtirol/Italien und stellt auch gleichzeitig eine Wetterscheide dar. Wir können also davon ausgehen, dass wir drüben eher schönes und warmes Wetter bekommen werden.

Martina (CH) - Brücke zum Reschenpass

So sitzen wir bereits um 7:45 Uhr auf unseren Satteln und lassen den Radweg unter uns wegrollen. Bis kurz vor der Schweizer Grenze führt der Radweg über hügeliges Gelänge, dann müssen wir auf die Fahrstraße. Den ersten steilen Aufstieg nehmen wir schon als Pass wahr, aber der Weg gehört immer noch zur Zufahrt. Ein paar Kilometer fahren wir unbemerkt auf Schweizer Seite. Die Zollstelle in Martina kommt aber erst wenige Kilometer später. Dort treffen wir auf ein holländisches Paar (73 und 68 Jahre alt) und schwätzen eine ganze Weile über unsere Vorhaben. An der Zollstelle zweigt nach links der Weg über die Inn-Brücke und der Aufstieg mit 11 nummerierten und übereinander liegenden Kehren beginnt. Sie fangen mit der Nummer 11 an. Kehre für Kehre erkämpfen wir uns mit unseren Gepäcktransportern. Ein gutes Gefühl ist, dass die Nummern der Kehren in absteigender

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