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Wir haben die Qual der Wahl: Einerseits verlockend, an der Adria entlang weiter nach Venedig zu fahren. Andererseits haben wir einen super idyllischen Platz direkt am Strand. Die Beine würden gerne hier bleiben, der Kopf sagt „auf geht’s!“. Schlussendlich haben die Beine den Kopf überredet hier zu bleiben und noch ein paar Tage ganz entspannt Ferien zu machen.

Wir ergattern zwei Liegen, die wir direkt neben unser Zelt stellen dürfen. So können wir im Schatten unter den Bäumen liegen und auf den Strand und die blaue Adria schauen. Herrlich!

Hier verarbeiten wir die unendlich vielen Eindrücke unserer Reise bei genussvollen Spaziergängen am Strand, baden in der blauen Adria, kleinen Radausflügen in das nahegelegene Grado, viel Cappuccino, Latte Macchiato, Kaffee, Fisch, Meeresfrüchte und viel Nichtstun. Dafür nehmen wir uns die letzten vier vollen Tage Zeit. Anfangs fällt es uns noch schwer, aber man gewöhnt sich allmählich daran und findet schlussendlich sogar Gefallen daran, am Nichtstun. Sogar das schlechte Gewissen verfliegt, dass man in der Zeit noch locker bis Venedig hätte fahren können.

Letztlich sind wir ja nur Sonntagsfahrer und müssen kein gelbes Trikot verteidigen oder unseren Lebensunterhalt damit verdienen, insofern ist die Entscheidung für uns die Richtige.

Nach 4 Tagen ruhen müssen wir uns dann aber doch nochmal auf die Räder schwingen und zurück nach Udine fahren. Wir buchen vom Campingplatz aus unsere letzte Unterkunft kurz vor Udine. Eine 56 km lange Fahrt bringt uns nach Pradamano zum B&B Robinie. Ein großes, schmuckes Zimmer mit Blick auf den Garten.

Am nächsten Morgen gibt es ein reichhaltiges Frühstück mit Obst, Saft, Apfeltaschen, Croissants und was man sich sonst so wünscht.

Die letzen 5 km zum Bahnhof sind schnell zurückgelegt und wir haben noch genügend Zeit um am Piazza Della Liberta einen Cappuccino zu trinken.

Der erste Zug kommt mit 10 Minuten Verspätung  in Udine an und wir sorgen uns um den Anschluss, denn unter normalen Bedingungen haben wir 15 Minuten Zeit fürs Umsteigen in Venedig Mestre. Wir haben jedoch Glück und der Zug holt die Verspätung wieder ein. Somit können wir relativ entspannt von Gleis 4 nach Gleis 6 wechseln. Natürlich ohne Aufzug!

Der Zug EC86 fährt in etwa dieselbe Route (Via Claudia Augusta hin und Brenner zurück), die wir letztes Jahr mit dem Rad gefahren sind.

In München haben wir eine gute Stunde Zeit fürs Umsteigen, also alles ganz entspannt. Allerdings nimmt die ganze Fahrt mit dem Zug 13,5 Stunden in Anspruch. Da benötigt man schon Sitzfleisch. Jetzt nur noch vom Hbf Mannheim die letzten 10 km nach Hause kurbeln und um 2:45 Uhr morgens sind wir wieder zu Hause.

Erkenntnis der Reise:
1100 km. Circa 10.000 Höhenmeter. Tolle Radwege. Einzigartige Begegnungen. Traumhafte Landschaften. 60 km den Berg hinabrollen. Wunderschöne Dörfer und Städte. Kulturelle Höhepunkte. Erfrischende Seen und am Ende die totale Entspannung an der blauen Adria. Eine absolut lohnenswerte Traumtour!



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2 Antworten

  1. Vielen Dank für Eure Reiseberichte – sie haben mir die Wartezeit bis zum Beginn meiner Radreise verkürzt. Morgen geht es endlich los. ich werde nach einer Gruppenreise entlang der Via Claudia Augusta anschließend auf eigene Faust weiter von Verona nach Padua reisen und nach einem Abstecher nach Venedig (ohne Rad und Gepäck) Richtung Grado weiterradeln. Von dort geht es den Alpe-Adria Radweg zurück nach Salzburg. Die Rückreise ab Salzburg per Zug ist bereits gebucht. Die Wetteraussichten sind auch soweit ganz gut. Ich breche morgen nach Augsburg auf, wo ich am Samstag um 10 Uhr auf die Gruppe stoße.

    1. Vielen Dank, Roland. Freut mich wenn Dich unsere Reiseberichte etwas unterhalten haben. Ich wünsche Dir eine pannenfreie und erlebnisreiche Fahrt. Und ich bin ganz sicher, dass es erlebnisrfeich wird. Die Strecke, die Du Dir ausgesucht hast, ist fantastisch schön.

      Liebe Grüße
      René

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