08.08.2019 Radreise Mannheim-Venedig: Von Lenggries nach Achensee Camping Schwarzenau


Choose your language:


Der Inhalt ist nicht verfügbar.
Bitte erlaube Cookies, indem du auf Übernehmen im Banner klickst.

Erkenntnis des Tages: 
Wir seine Hilfe anbietet, wird es nicht bereuen


Das Bauerhaus ist einmalig. Die Gastgeber ist unglaublich bemüht um ihre Gäste. Wir fühlen uns sehr wohl hier. Gut ausgeschlafen geht´s in den Gästeraum. Das Frühstück ist ein Büffet mit allem was der Radlerherz begehrt. Insbesondere Obst, Müsli und Kaffee sind wichtige Bestandteile. Ein 3-Bett-Zimmer für 90 € inkl. Frühstück in einem so beliebten Ort wie Lenggries ist auch wirklich ein Schnäppchen. Ein Top Preis-Leistungsverhältnis. Bestimmt kommen wir hierher nochmal zurück.

Aber nun geht es für uns erstmal weiter gen Süden. Schon hier gibt es wundervolle Motive am Wegesrand.

Der Sylvenstausee ist unser nächstes Zwischenziel an dem wir uns orientieren.

Danach gibt es zwei Varianten. Die Variante 1 ist entlang einer befahrenen Bundesstraße und auch nur 4km lang. Die Variante 2 ist ein Umweg, ist mindestens doppelt so lange und hat es bezüglich Anstiege absolut in sich. Es verspricht aber schöne Ausblicke und eine Strecke ohne motorisierten Verkehr (abgesehen von E-Bike-Fahrer). Viele steile Rampen, die uns an die Grenzen des Möglichen bringen. Hier merkt man, dass man nicht mit einem Carbon-Rad unterwegs ist, sondern ein Rad mit schwerbepackter Last. Sabine lässt die Unterstützung für sich arbeiten, während ich mich im kleinsten Gang des Pinion-Getriebes die steilen Rampen hinauf quäle. Für Eric ist die Untersetzung der Schaltung teilweise nicht klein genug und muss einige Passagen sogar schieben. Belohnt werden wir mit wunderbaren Landschaftsbildern und tollen Ausblicken.

Wir keuchen gerade eine steile Passage hinauf und eine fröhliche 60-jährige Frau überholt uns mit ihrem Mountain-E-Bike und fragt uns wo es hin geht. Wir antworten nach Venedig. Die Verwunderung war ihr deutlich anzumerken. Kurze Zeit später sehen wir die selbe Frau ihr Mountain-E-Bike schieben. Ich sehe, dass der vordere Reifen platt ist. Wir halten an und bieten unsere Hilfe an. Wir haben zwar keinen Ersatzschlauch in der Größe, aber dafür Flickzeug. Die Frau stellt sich mit Rosi vor und ist überglücklich, dass wir ihr helfen. Während wir den Reifen flicken, unterhalten wir uns über unser Vorhaben und davon, dass wir am Achensee campen wollen. Der Zufall will es, und sie sind auch gerade dort in Urlaub. Als Dank für unsere Schützenhilfe möchte Sie uns unbedingt auf einen Kaffee und einen selbst gemachten Marillen-Kuchen einladen, oder ein Bier, oder Wein, oder einfach alles. Rosi war ganz außer sich und lebendig wie ein Duracell-Hase. Überschwängliche und wahre Freude. Eine wahrhaftig tolle Begegnung.

Pannendienst für Rosi

Das Loch im Schlauch war nicht ganz einfach zu finden. Im Laufe der Zeit kommen immer mehr Wanderer dazu. Rosi erzählte ihnen alles über uns. Das wir extra aus Mannheim kommen um ihr den Reifen zu flicken. 🙂 Ruckzuck waren wieder viele Leute um uns herum, die es nicht glauben wollen was wir tun.

Für uns ist das mittlerweile normal, dass wir für verrückt erklärt werden. Es ist offenbar doch ein Unterschied für unsere Mitmenschen, ob man mit einem leichten Rennrad, oder mit schwerem Gepäck über die Alpen fährt. Ist es vielleicht auch.

Ich weiß nicht, wie oft wir unsere Geschichte schon erzählt haben, aber es sorgt komischerweise immer wieder für großen Respekt und Bewunderung.

Nach einer Rast an einem einsamen Bachbett erreichen wir auch schon die österreichischen Grenze.

Grenze zu Österreich

Das was auf der Karte wie ein kleiner Peak aussieht ist jedoch nochmal eine elendige Kletterpartie. Von diesen Abschnitten gibt es leider keine Fotos, denn ein Aufsteigen auf das Rad ist bei den steilen Stücken kaum mehr möglich. Wenn man mal in Schwung ist, sollte man es auch bleiben, denn schieben macht mit dem schweren Gepäck auch nicht sonderlich viel Spaß. Leider hat sich das Handy unbemerkt für große Strecke abgeschaltet, sodass die Routenauszeichnung das erste mal nicht geklappt hat. Schade eigentlich, denn ich hätte schon gerne gewusst wieviele Höhenmeter wir heute geklommen sind.

Nach dem letzten Peak kommen wir nach Achenkirch, wo wir Proviant für den Abend einkaufen. Auf dem Weg dorthin gibt es aber noch viele tolle Fotomotive.

Weiter geht die Fahrt am Achensee entlang, wo es dann wieder gemächlich zugeht. Der Campingplatz ist ungefähr auf der Hälfte der Seestrecke. Auch der Ausblick ist ein absoluter Traum.

Als wir am Campingplatz ankommen wird uns an der Rezeption mitgeteilt, dass er völlig ausgebucht wäre. Glücklicherweise sehen wir aber alle drei ziemlich mitgenommen aus. Das bemerkt wohl auch die Dame an der Rezeption. Nach reichlicher Überlegung bemüht sich die Dame noch hinaus ins Freie um ein Plätzchen für uns zu finden. Und: Tataaaaaa … WIR HABEN EINEN PLATZ!

Wir treffen auch tatsächlich Rosi wieder. Wir dürfen unsere Akkus und Geräte in ihrem gemieteten Wohnwagen aufladen und sie bringt mir eine Flasche Bier und für uns je ein Stück herrlichen Marillenkuchen und plaudern mit Rosi und Ihrem Mann Toni noch eine ganze Weile am Ufer des Sees auf einer Bank. Später erzählt Rosi, dass sie in ihrer Werkzeugtasche unter dem Sattel einen Reserveschlauch hatte. Da sie aber das Rad ihres Mannes Toni ausgeliehen hatte, wusste sie das nicht. Egal, der Flicken hält ja auch. Und auf diese Weise wurde es ein lustige Angelegenheit mit vielen Zuschauern. Daneben sitzen noch Alexander und Jule im Gras, die auch sehr interessiert an unserm Vorhaben sind. Sie machen hier Urlaub im Wohnwagen und bieten mir an, ihr Stand-Up-Paddeling-Board auszuprobieren. Aber es ist doch um einiges schwerer als ich mir vorgestellt habe. Zum Stand-Up ist es bei mir in der kurzen Zeit leider nicht gereicht, aber eine schöne Erfahrung ist es schon auf dem See zu paddeln.

Mehr Sit-Up als Stand-Up-Paddeling-Versuch. Foto: Alexander

Vielen Dank an Euch – Rosi, Toni, Alexander und Jule. Wir wünschen Euch weiterhin noch einen wunderschönen Urlaub!

So geht wieder ein wundervoller, erlebnisreicher Tag zu Ende!

Achensee Camping Schwarzenau


#mucvce #münchenvenedig #radreise #alpenüberquerung #overthealps #mountains #ichbindannmalweg #exploretheworld #getoutside #thegreatoutdoors #getoutdoors #takearide #outdooradventures #openmyworld #travelblogger #letsgosomewhere #ourplanetdaily #wildlifeplanet #keepitwild #stayandwander #campvibes #reiseblogger #themountainiscalling #theoutbound #mindthemountains #explorewildly #finditliveit #campvibes #adventuremobile #exploremore #bestvacations #natgeo #travelstoke #wonderful_places #VoordenGraphy


Wir freuen uns sehr über Kommentare, Fragen, Anregungen, Tipps und Empfehlungen entlang unserer Route. Wer unsere Reise virtuell verfolgen möchte, kann unseren Reiseblog hier ganz unverbindlich und kostenlos abonnieren (jederzeit abbestellbar):

Jetzt den Newsletter abonnieren ...

Wähle Liste(n)*