Rundwanderung vom Lac Blanc über den Rocher Hans zum Lac Noir – Zwei Seen, wilde Felsen und jede Menge Vogesen-Feeling
Mit fest geschnürten Wanderschuhen starten wir am Ufer des Lac Blanc. Das Wasser liegt noch spiegelglatt vor uns, während sich die umliegenden Berghänge darin spiegeln. Doch lange bleibt es nicht gemütlich – schon nach wenigen Minuten beginnt der erste Anstieg.
Über Felsen hinauf zum Rocher Hans
Der Weg schlängelt sich steil bergauf und führt über zahlreiche Granitfelsen. Immer wieder sind die Hände gefragt, denn an einigen Stellen wird der Wanderweg fast schon zu einer kleinen Kletterpartie. Technisch bleibt alles gut machbar, Trittsicherheit sollte jedoch vorhanden sein.
Mit jedem gewonnenen Höhenmeter werden die Ausblicke spektakulärer. Zwischen den Bäumen eröffnen sich immer wieder fantastische Blicke auf den tief unter uns liegenden Lac Blanc, dessen Wasser je nach Sonneneinstrahlung in den unterschiedlichsten Blau- und Grüntönen schimmert.
Oben angekommen erreichen wir den Rocher Hans. Der markante Felsen ragt weit über das Tal hinaus und bietet eine Aussicht, die einen sofort die kurze Anstrengung vergessen lässt. Vor uns erstrecken sich die bewaldeten Höhenzüge der Vogesen, während in der Ferne bei guter Sicht sogar der Schwarzwald am Horizont erscheint.
Natürlich legen wir hier eine kleine Pause ein. Solche Plätze laden einfach dazu ein, den Rucksack abzustellen, tief durchzuatmen und die Landschaft auf sich wirken zu lassen.
Auf dem „Tour du Lac Noir“ zum schwarzen Bergsee
Nach dem Aussichtspunkt wird der Weg deutlich entspannter. Über schmale Waldpfade folgen wir dem Wanderweg Tour du Lac Noir, der gemütlich durch dichte Buchen- und Tannenwälder führt.
Schon bald taucht zwischen den Bäumen der Lac Noir auf. Im Gegensatz zum hellen und offenen Lac Blanc wirkt dieser See geheimnisvoll und fast mystisch. Die dunklen Wälder reichen bis ans Ufer und verleihen ihm seinen Namen.
Geschichte trifft Natur auf dem Sentier Cornelius
Für den Rückweg wählen wir den historischen Wanderweg Ligne de Front 1914/1918, auch Sentier Cornelius genannt. Dieser Abschnitt unterscheidet sich deutlich vom bisherigen Weg.
Zwischen moosbewachsenen Felsen und uralten Bäumen fanden hier erbitterten Kämpfe des Ersten Weltkriegs statt.
Es ist beeindruckend, wie sich heute friedliche Natur und bewegende Geschichte miteinander verbinden. Während man durch den stillen Wald wandert, fällt es schwer, sich vorzustellen, dass hier vor über hundert Jahren Krieg herrschte.
Der historische Themenweg verläuft überwiegend angenehm durch den Wald und führt schließlich auf den GR532. Von dort ist es nicht mehr weit bis zurück zum Lac Blanc.
Zurück am Lac Blanc
Nach ca. 3,5 Stunden schließen wir den Rundweg wieder am Lac Blanc ab. Die letzten Meter führen noch einmal direkt an den See. Jetzt wirkt das Wasser fast noch schöner als am Morgen – vielleicht, weil man die Wanderung mit all ihren Eindrücken gerade Revue passieren lässt.
Diese Tour vereint alles, was die Vogesen ausmacht: spektakuläre Felsformationen, traumhafte Bergseen, abwechslungsreiche Waldwege und spannende Geschichte. Wer nur eine Wanderung rund um den Lac Blanc unternehmen möchte, sollte genau diese wählen.
Diese Rundwanderung gehört ohne Zweifel zu den schönsten Touren der Vogesen. Sie verlangt zwar etwas Kondition und Trittsicherheit, belohnt dafür aber mit einer unglaublichen landschaftlichen Vielfalt.
Besonders die Kombination aus den beiden völlig unterschiedlichen Bergseen, den felsigen Aussichtspunkten und dem historischen Sentier Cornelius macht diese Wanderung zu einem echten Highlight. Für Fotografen bieten sich unzählige Motive – vom glitzernden Lac Blanc über den geheimnisvollen Lac Noir bis hin zu den imposanten Granitfelsen des Rocher Hans.




























Wanderung vom Gazon du Faing zum Soultzeren Eck – Genusswandern mit grandiosen Ausblicken
Wer in den Vogesen unterwegs ist, kommt an der berühmten Route des Crêtes kaum vorbei. Doch nicht nur die Panoramastraße selbst ist ein Erlebnis – auch die Wanderwege entlang der Hochkämme gehören zu den schönsten im gesamten Elsass. Eine dieser Touren führt vom Gazon du Faing zum Soultzeren Eck und verbindet beeindruckende Ausblicke mit einer herrlich entspannten Wanderung.
Start auf den Hochweiden der Vogesen
Unsere Wanderung beginnt am Parkplatz beim Gazon du Faing. Kaum haben wir das Wohnmobil abgestellt, eröffnet sich bereits eine Landschaft, die eher an die Alpen als an ein Mittelgebirge erinnert. Sanfte Hochweiden, dichte Tannenwälder und eine angenehm frische Bergluft sorgen sofort für Urlaubsstimmung.
Der Weg ist hervorragend ausgeschildert und führt ohne große Steigungen über die weitläufigen Hochflächen. Gerade wer einfach einmal die Natur genießen möchte, ist hier genau richtig. Statt schweißtreibender Anstiege stehen heute Ruhe, Weitblick und Landschaft im Mittelpunkt.
Durch ein einzigartiges Hochmoor
Nach wenigen Minuten erreichen wir das geschützte Hochmoor des Gazon du Faing. Über kleine Holzstege führt der Wanderweg mitten durch diese faszinierende Landschaft. Heidelbeersträucher, Heidekraut und Wollgras verleihen dem Moor seinen ganz besonderen Charme.
Mit etwas Glück lassen sich zahlreiche Schmetterlinge beobachten, während rundherum nur das Zwitschern der Vögel und der Wind in den Bäumen zu hören sind. Es ist einer dieser Orte, an denen man automatisch langsamer wird und einfach den Moment genießt.
Panorama pur am Soultzeren Eck
Schon bald erreichen wir das Soultzeren Eck auf rund 1.300 Metern Höhe. Hier öffnet sich plötzlich der Blick weit über das Münstertal. Tief unter uns liegt der malerische Lac du Forlet (Lac des Truites), eingerahmt von den bewaldeten Hängen der Vogesen.
Bei gutem Wetter reicht die Sicht bis zum Schwarzwald. Die steil abfallenden Felsen verleihen dem Aussichtspunkt eine beeindruckende Kulisse und machen ihn zu einem der schönsten Fotospots der Region. Wer seine Kamera dabeihat, sollte sich hier unbedingt etwas Zeit nehmen.
Ganz nebenbei erinnert dieser Ort auch an die bewegte Geschichte der Region. Alte Grenzsteine zeugen noch heute davon, dass hier einst die Grenze zwischen Deutschland und Frankreich verlief.
Ein kleiner Abstecher lohnt sich
Wer noch nicht genug von den spektakulären Ausblicken hat, sollte unbedingt noch ein paar Minuten weiter zum Taubenklangfelsen laufen. Von dort bietet sich ein noch einmal völlig neuer Blick auf die umliegenden Täler und Bergrücken.
Anschließend geht es auf demselben Weg oder über den nahe verlaufenden Höhenweg gemütlich zurück zum Ausgangspunkt.
Diese Wanderung gehört definitiv zu den schönsten Genusstouren in den Vogesen. Sie ist weder besonders lang noch anstrengend und belohnt dennoch mit spektakulären Aussichten, abwechslungsreicher Natur und einer herrlichen Ruhe.























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Ein Kommentar
Wat een mooie foto’s weer lieverd. Jullie boffen ook met het mooie weer zeg.