29.07.2017 Bodensee-Königsee & Alpe Adria Radweg: Von Villingen nach Tengen


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Erkenntnis des Tages: Es geht gleich gut los …

Zur Einstimmung in der Urlaub sind wir gestern Abend noch ins Capitol Mannheim gegangen. Gespielt wurde ‚Im weißen Rössl’ in einer einzigartigen Interpretation. Das Haus war rappelvoll, der Funke sprang von der ersten Minute an auf das Publikum über. Ein ‘must see’ für alle Mannheimer und Rhein-Neckar-Dreieckler.

Die Premierenfeier wollten wir dann auch nicht auslassen und so kamen wir erst um 1:30 Uhr in die Horizontale.

Um 6:15 Uhr klingelt dann auch schon wieder der Wecker. Das ist dann der Wehrmutstropfen für den gelungenen gestrigen Abend.

Nur gut, dass wir mit dem Packen schon so früh angefangen haben. Nur den Rest der ‚last-minute-Liste” einpacken und schon könnte es losgehen, wenn da nicht der Platten an Sabine’s Rad über Nacht gekommen wäre. Gestern habe ich noch die beiden Mäntel am Fahrrad gewechselt, da es inzwischen Slicks geworden sind. Offenbar habe ich dabei den Schlauch eingeklemmt. Jedenfalls kommen wir so nicht weit. Also erst Mal das Fahrrad aus dem Haus und vor die Haustür schieben und alle Satteltaschen wieder runter, Luftpumpe und Flickzeug raus, Mechaniker-Handschuhe an und den Schlauch wechseln. Wohlweislich haben wir für eine Panne Zeit eingerechnet, aber das wir sie gleich zu Anfang aufbrauchen, damit haben wir nun wirklich nicht gerechnet.

10 Minuten später sind wir wieder geflickt, gesattelt und fahrbereit. Noch schnell ein 360/180° Panorama (siehe Facebook) und los geht’s Richtung Hbf Mannheim. Wir schaffen es noch locker, sind sogar 20 Minuten zu früh. Wie das bei der DB so üblich ist, wird die Rolltreppe gerade umgebaut, also alle Satteltaschen wieder runter, Fahrräder die Treppen hochtragen und oben alles wieder befestigen. Ein Zug steht schon da, aber wir sind uns beide sicher, dass der Zug nicht unserer ist. In letzter Minute stellen wir jedoch fest, dass wir doch einsteigen müssen und springen in letzter Sekunde auf.

Wir wundern uns etwas darüber, dass der Zug quasi vor unserer Haustür in MA-Rheinau anhält. Die 10km Fahrt in die Innenstadt hätten wir uns also auch sparen können. Als unerfahrene Zugfahrer sei es uns bitte verziehen.

In Karlsruhe steigen wir um. Der Aufzug und die Rolltreppen funktionieren. Das ist fast wie ein Lottogewinn bei der Deutschen Bahn. Normalerweise ziehen wir diesbezüglich immer eine Niete, aber dieses Mal haben wir Glück und lassen uns mit der Rolltreppe hinunter und mit dem Aufzug wieder hinauf fahren.

Im Zug werden wir von einem jungen Pärchen über unser Vorhaben ausgefragt und antworten bereitwillig. Die Beiden wollen heute mit den Mountainbikes von Karlsruhe nach Mainz am Rhein entlang fahren. Respektable Tour. In unserem Abteil feiert eine Gruppe lustiger junger Frauen mit musikalischer Unterhaltung aus der Bosebox ihren Junggesellenabschied (Foto). Wir wünschen der zukünftigen Braut auf diesem Wege alles Gute für die Zukunft.

Als wir in Villingen aussteigen, ist dann auch rechtzeitig die Sonne rausgekommen. Beim Bäcker gegenüber vernaschen wir ein Stück Kuchen. Wir haben nicht damit gerechnet, dass es jetzt schon bergig ist, denn wir haben uns auf eine Flachetappe eingestellt und müssen uns hurtig umstellen und die müden Glieder stärker aktivieren als uns lieb ist. Wir fahren durch das landschaftlich schöne und hügelige Hegau, welches sich durch seine zahlreichen erloschenen Vulkankegel auszeichnet.

In Tengen haben wir 60km und zahlreiche Höhenmeter auf dem Tacho und finden zufälligerweise einen 5-Sterne-Camping. Aber leider ist der Zeltplatz ausgebucht. Wir unterhalten uns noch eine Weile mit der Dame an der Rezeption und fragen, wie weit wir noch fahren müssen bis zum nächsten Campingplatz. Sie sieht wohl unseren Schmerz im Gesicht und wird dann doch weich. Sie nimmt den Telefonhörer in die Hand, ruft ihren Chef an und jammert ihm was vor. Und siehe da, auf einmal geht´s doch. Wir bekommen einen wunderschönen Platz auf dem Grünstreifen eines Beachvolleyballplatzes zugewiesen. Der Campingplatz bietet alles was man sich wünschen kann: Hallenbad, Badesee, Minigolfplatz, Restaurant und viele weitere Attraktionen. Nachdem wir unser neues Zelt zum ersten Mal aufgebaut haben, nehmen wir ein ausgiebiges, kühlendes und erfrischendes Bad im eiskalten Badesee und fühlen uns danach wie befreit von allen Strapazen. Nach den Spaghetti sind wir zu 75% wieder hergestellt. Jetzt nur noch schlafen.

Bon nuit.



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