16.08.2017 Bodensee-Königsee & Alpe Adria Radweg: Von Udine nach Grado


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64,59 km | Einweg-Strecke
Gesamtanstieg 212 Meter | Gesamtabstieg 320 Meter

Erkenntnis des Tages: Ziel erreicht

Im Bahnhof von Udine, genau gegenüber von unserer B&B Unterkunft, kaufen wir zwei Zugfahrkarten für unsere Fahrräder. In Deutschland konnte man das nicht aber hier klappt es problemlos für 7 € von Udine nach Venedig. Morgens machen wir unser Frühstück selbst. Alles ist vorhanden: Toast, Croissants, Eier, Kaffee, Saft und Joghurt.

Durch kleine Orte geht es heute sehr flach und mit extrem vielen Kurven und Abbiegungen weiter. In Tissano schreit eine holländische Familie mit erwachsenem Sohn, die gerade hinter uns her fährt “Koffiehuis!!!”, was soviel heißt wie Kaffeehaus und steuern direkt auf die kleine italienische Bar zu. Nach etwas Verzögerung und Beratung drehen wir nochmal um und tun es ihnen gleich.  Wir machen eine verdiente Pause bei Cappuccino und Latte Macchiato, denn es ist heute wieder sehr heiß.

Nach 28 km ist das Eingangstor Porta Udine vor Palmanova erreicht, die im Jahre 1593 als Festungsstadt für die Republik Venedig zum Schutz vor den Türken gegründet wurde. Davon zeugt heute nur noch die riesenhafte Piazza Grande (Foto) mitten in der Stadt.

Breite regelmäßige Straßen und die drei großen Stadttore blieben bis heute erhalten. Die äußeren drei Festungsringe bilden einen Stern mit 9 Zacken (Foto). Wir besuchen noch die Kathedrale, die zwischen 1615 und 1636 erbaut wurde.
Ein in schwarzweiß gehaltener, diagonal angeordneter, schachbrettartiger Boden, drei Chorkapellen und vier Seitenaltäre schmücken den einschiffigen säulenfreien Innenraum. Am öffentlichen Brunnen füllen wir unsere Flaschen auf und verlassen Portanova über das zweite Tor Porta Aquileia in dieselbe Richtung. Insgesamt führen drei Tore zur Stadt hinein bzw. hinaus.

In Cervignano steuern wir auf den großen Eurospar-Markt zu und versorgen uns für den Mittagssnack, den wir am nahegelegenen Flussufer gleich vertilgen. In Aquileia fährt man quasi direkt am Forum Romanum, einer römischen Ausgrabung, vorbei. Aquileia war eine große und wichtige Stadt im römischen Reich. Das Forum diente als Mittelpunkt des politischen, wirtschaftlichen, kulturellen und religiösen Lebens.

Nach einigen weiteren Kilometern erreichen wir den 5,5 km langen Damm, der bis zu unserem Endziel, nach Grado hinein führt. Am Kreisverkehr ist auch schnell unser Ziel-erreicht-Fotomotiv gefunden (Titelbild).

Am Hafen lassen wir uns bei einem Cappuccino nieder und sehen noch dem lebhaften Treiben auf dem Wasser und der Straße zu, bevor wir den Campingplatz Al Bosco in der Strada della Rotta ansteuern. Der Weg dorthin führt an der Promenade und an den Stränden entlang. Wir dürfen unseren Zeltplatz selbst aussuchen und finden einen idyllischen Platz direkt am Strand mit freiem Blick auf die Adria und bauen dort unser Zelt unter den schattenspendenden Kieferbäumen auf.

Die Adria ist spiegelglatt. Wir laufen einen Steg raus und gehen eine Runde im Algenwasser schwimmen. Abends essen wir im Restaurant Al Bosco Spaghetti mit Meeresfrüchten, wie ich sie in Deutschland noch nicht gegessen habe. Der ganze Teller ist voller Miesmuscheln im Ganzen, ungeschälten Gambas, Jakobsmuscheln und Salat.

Nachts bleibt das Zelt komplett offen, damit ein laues Lüftchen hinein kommen kann.

Wir haben jetzt noch viele Tage Zeit, um uns zu erholen. Mal sehen ob wir bis zum Schluss hier bleiben. Es gäbe da nämlich eine Option.



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2 Antworten

  1. Ich hab mein Ziel leider nicht erreicht – nach einer sehr schönen Gruppenreise von Augsburg nach Verona führte mich meine nächste Etappe nach Padua. Von dort wollte ich einen Tagesausflug ohne Rad nach Venedig machen – eigentlich war das eine tolle Sache, aber bei meiner Rückkehr musste ich leider feststellen, dass mein Rad vor dem Bahnhof in Padua quai unter den Augen von wartenden Taxifahrern von den etwa 5 m entfernten Radabstellanlagen geklaut worden war, trotz 12 mm Stahlseil von ABUS. Statt Adriaküste, Grado und Alpe-Adria Radweg brachte mich FlixBus zurück nach Deutschland. Trotzdem waren es tolle 11 Tage, in denen ich über 900 km zurücklegte und einen herrlichen Ausflug nach Venedig machte. Aber in gut zwei Wochen geht es ja wieder in den Süden.

    1. Lieber Roland, das Ende der Reise ist natürlich niemanden zu wünschen und sicherlich ist es ein großer Schock, wenn auf einmal das Rad nicht mehr da steht. War das Gepäck dann auch mit weg? Ist schon ein starkes Stück, dass das von den Taxifahrern so wohlwollend ignoriert wird.

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