08.06.2018 Ostseeküsten-Radweg: Vom Katharinenhof zum Rosenfelder Strand


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Erkenntnis des Tages: Alfred Hitchcock läutet den Morgen ein

In der Nacht träume ich total wirres Zeug. Vögel kreischen um die Wette und es werden mehr und mehr. Das Kreischen wird immer lauter. Die Vögel sind jetzt klar zu erkennen, es sind Raben und das Kreischen ist eher ein lautes Krähen. Der Baum füllt sich immer mehr und ich fühle mich versetzt in Alfred Hitchcock´s Psycho-Thriller ‚Die Vögel‘. Plötzlich ein Knall – ich wache auf. Das Krähen hört jedoch nicht auf. Der Baum über uns ist tatsächlich voller Krähen und das wurde im Traum verarbeitet. Der Knall war eine Autotüre, die unser Nachbar zugeschlagen hat.
Scheinbar ist unser Baum ein Sammelplatz für Krähen. 5 Minuten später ist der Spuk vorbei, denn sie ziehen von dannen. Verwunderlich ist es schon, dass man hier mehr Krähen und Schwalben sieht als Seemöwen. Diese sind hier nur sehr spärlich vorhanden.
Heute sind wir schon um 7 Uhr auf den Beinen, viel früher als sonst. Wer aber glaubt, dass wir deshalb >100 km fahren, hat sich getäuscht. Stattdessen haben wir eher 2-3 Stunden mehr Zeit am Strand zu verbringen. Wie schon prophezeit, ist diese Fahrt eine Genuss- & Urlaubsradreise.
Noch sind wir auf der Westseite der Insel Fehmarn, aber auf dem Weg die wunderschöne Urlaubsinsel wieder zu verlassen. Mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Weinend deshalb, weil die Insel wirklich einen besonderen Charme hat und man einerseits gerne länger bleiben würde. Lachend, weil es wieder viel Neues zu entdecken gibt, auf das wir uns ebenfalls freuen. Bevor wir die Insel verlassen, wollen wir noch durch den Hauptort Burg fahren, um die Kirche St. Nikolai aus dem 13. Jh. zu besuchen. Burg liegt ein paar Kilometer im Inselinneren. Hier kann der wiederentdeckte St.-Blasius Altar besichtigt werden. Auch zwei Taufbecken, darunter ein aus Schweden stammendes Bronzebecken, das von drei Löwenfiguren bewacht wird.

Auf dem Weg zur Kirche kommen wir an einer Hochzeitsgesellschaft vorbei. Den roten Straßenkreuzer haben wir in einem Dorf davor noch unter einem Car-Port stehen sehen. Die hübsche Braut und der Bräutigam posieren für mich noch für ein Küsschen.

Wir wünschen dem frisch vermähltem Paar eine glückliche gemeinsame Zukunft und ziehen weiter zur Kirche.

Nach kurzem Innehalten in der ruhigen Kirche geht die Fahrt weiter nach Fehmarnsund. Über den „Kleiderbügel“, wie man die Fehmarnsundbrücke auch nennt, fahren wir den selben Weg zurück zum Festland, den wir gekommen sind. Ein schmaler Pfad, an dem zwei fahrende Fahrräder nicht aneinander vorbei kommen. Wie man hört, soll bei starkem Wind die Brücke gut ins Schaukeln kommen. Die teils rostigen Drahtseile zeigen teilweise schon Spliss. Ein wenig vertrauenserweckender Anblick.

Unterwegs werden wir wegen Deichsanierungsarbeiten von einem Arbeiter zum Umdrehen aufgefordert. Der Abschnitt sei gesperrt und es gibt kein Durchkommen für die Räder. Also drehen wir um und umfahren die Baustelle recht großzügig.

Nach 30 km, in Großenbode, finden wir einen Bäcker, der im Außenbereich zwei gemütliche Strandkörbe aufgestellt hat. Wir nehmen uns einen davon für unsere ausgedehnte Mittagspause.

Wir fahren weiter in Richtung Süden. Lübeck liegt ca. 2 Tagesetappen voraus.

Als es wieder Richtung Küste geht, reiht sich ein Campingplatz an den anderen. Die ersten Beiden gefallen uns nicht, aber der Dritte sieht sehr einladend aus. Nach der Anmeldung und dem Vorauszahlen von 17 Euro, haben wir eine tolle, fast leere Wiese und bauen unser Zelt auf.

Als wir vom nahegelegenen Italiener zurückkommen, hat eine Horde junger Männer ihr Zeltlager direkt neben uns aufgebaut. Die Kisten Bier und einige Flaschen Korn werden von den Autos in die Zelte geschleppt und es geht bei guter Musik schon ziemlich laut und lustig zu.

Jetzt hoffen wir mal, dass die Jungs so viel und so schnell trinken, dass sie um Mitternacht vollgesoffen in ihr Zelt fallen. Mal sehen wie die Nacht wird. Hoffentlich nicht so übel wie die Zugfahrt nach Flensburg. 🙂

Buona notte!



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