01.06.2019 Camino Primitivo: Von Escamplero nach Grado


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Erkenntnis des Tages: Einsamer Camino


Der Hahn muss sich kräftig in der Uhrzeit geirrt haben. Er kräht nämlich schon mitten in der Nacht aus Leibeskräften. Wir wollen zwar noch früher als gestern aufstehen, denn die Hitze am Mittag setzt uns kräftig zu, aber um 3 Uhr in der Nacht wäre dann doch etwas zu früh. Um 6 Uhr stehen wir aber auf. Bei der morgendlichen Fußinspektion fällt mir auf, dass sich am linken großen Zeh eine kleine Blase gebildet hat. Am Tag zuvor merkte ich davon noch nichts. Vorsichtshalter wird er mit breitem Leukoplast eingepflastert.

Das Frühstück fällt heute etwas spartanisch aus, denn das Hostel bietet keines an. Das Brötchen, welches am gestrigen Abendessen übriggeblieben ist, mit Käse von gestern tut es aber auch. Der Kaffee wird durch Leitungswasser ersetzt. Kurz nach 7 Uhr geht’s los. Die Sonne kommt schon hinter dem Berg hervor. Es ist jedoch noch angenehm kühl. Der Weg ist heute sehr ursprünglich und verläuft teilweise durch schattige Hohlwege, oft gesäumt von Steinmauern. Teils ähneln die Abschnitte einem Pfad durch den Urwald. Ein von Blüten behangener, großer Strauch wird von unzähligen Bienen angeflogen. Das Summen ist schon von Weitem zu hören. Tendenziell verläuft der Camino heute eher bergab als bergauf. Heute ist der Tag der Kornspeicher, die es entlang des Weges sehr häufig zu sehen gibt. Teilweise werden sie sogar auf Wohnhäuser gebaut. Sie stehen aber immer auf dünnen Stelzen. Auf den Stelzen liegt eine große Steinplatte, damit Nagetiere nicht hineinklettern können. Einen Teil der Strecke gehen wir entlang des Flusses Nalón.

Am Ortseingang von Grado lädt eine Café Bar zu einer Rast ein. Ein wohltuender Café und ein Brötchen mit einer Tunfisch-Ei-Kombi bringen einige der verbratenen Kalorien wieder zurück. An der Außenfassade der Bar befindet sich auch die Tafel mit Todesanzeigen, an der fast jeder Einheimische kurz stehenbleibt, um sie zu lesen. Die Bar ist auch wieder so ein Schmelztiegel, in der die Leute ein- und ausgehen, um kurz einen Kaffee zu trinken und Neuigkeiten auszutauschen.

Wir nehmen noch den letzten Kilometer in Angriff und landen in einem Hostel. Es besitzt eine Dusche, die sicherlich im Guinness-Buch der Rekorde als kleinste Dusche der Welt aufgeführt ist. Die Füße werden wir wohl erst morgen waschen, da ein Bücken in der engen Kabine unmöglich ist. 😆

Das Hostel bietet für Pilger einen Sonderpreis an. Auch bekommen wir hier ein Menu de Peregriños und ein Frühstück.

Die Pilger die wir heute gesehen haben lassen sich fast an einer Hand abzählen.

Morgen ist dann Schluss mit lustig. Die Höhenlinien sind furchteinflösend.

P.S. Leider bekomme ich es mit dem Mobiltelefon noch nicht hin, dass die Fotos in chronologischer Reihenfolge erscheinen.



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