17.08.2019 Radreise Mannheim-Venedig: Von Volpago del Montello nach San Donà di Piave


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Erkenntnis des Tages: 
Jeden Tag eine neue Herausforderung


Wie Miriam gestern im Kommentar schon erahnt hat; die Nacht in der Pension war im Vergleich zur gestrigen Gewitternacht im Zelt wie Himmel auf Erden. Man schläft so gut und fest, dass man von alleine kaum aufwacht. Bevor wir losfahren, wird die umweltunverträgliche Kaffeekapselmaschine benutzt und ein halbes übrig gebliebenes Brötchen von gestern mit Nutella verzehrt. Ein saftiger Apfel ist auch noch übrig. Wissend um die Sünden, die wir der Umwelt mit den Kapseln antun, genießen wir den Kaffee irgendwie trotzdem.

B & B Le Terre del Conte in Volpago del Montello

Die deutlich längere Variante von Treviso über Lido nach Venedig führt uns erneut entlang an das Ufer des Piave. Dabei radeln wir durch Wiesen und Felder an kleinen Dörfern wie Roncade vorbei und landen schließlich in Treviso, allerdings ist jetzt wirklich alles fast topfeben, wenn man mal von einer Brücke o.ä. absieht.

In Treviso gibt es auch einen Bahnhof. Im vereinten Europa ist es von Deutschland aus leider nicht möglich, eine Reservierung der Fahrräder für die italienische Bahn zu machen. Mit anderen Worten: Wir haben zwar die Tickets für 3 Personen plus 3 Fahrräder ab Verona, da dies ein deutscher Zug ist. Von Venedig bis Verona fährt jedoch die italienische Eisenbahn. Dafür haben wir zwar 3 Tickets für uns, jedoch keine Reservierung für die Räder bekommen können. Die Deutsche Bahn sagte uns, wir müssen diese in Italien dazu buchen.

Dafür ist die Krümmung der Bananen in Europa genormt, das ist ja auch sinnvoller 🙂

Wir stellen uns ordentlich in die Warteschlange. Nach geschlagenen 15 Minuten sind wir an der Reihe. Wir erklären dem lustlosen Herrn am Schalter unser Anliegen, versteht jedoch kaum englisch, geschweige denn deutsch, holländisch, französisch oder spanisch und schaut sehr flüchtig unsere Tickets an. Seine Antwort ist: „PROBLEM … WAIT!“ und entfernt sich erstmal vom Schalter. Er kommt zurück und schiebt uns einen Zettel mit einer Telefonnummer darauf unten durch. Er könne uns nicht helfen, wir sollen unter dieser Nummer anrufen. Wir bedanken uns höflich und sind erstmal genauso nass wie vorher: Keine Reservierung für die Fahrräder! Geistesgegenwärtig rufen wir die Nummer noch im Bahnhofsbereich an. Eine italienische Ansage ertönt, die für unser Verständnis darauf hindeutet, dass die Nummer nicht aktiv ist. Zur Sicherheit frage ich einen englisch sprechenden Passanten, ob er uns die Ansage übersetzen kann und halte ihm mein Telefon ans Ohr. Unsere Vermutung bewahrheitet sich. Also nochmal in der Schlage anstellen. Dieses mal noch mehr abzufertigende Personen. Vor uns ein zerstreuter Professor mit Barcadi-Feeling-Hut und Brillenhalter um den Hals wird und wird nicht fertig. Das Gespräch dauert eine gefühlte halbe Ewigkeit. Insgesamt 3 mal bückt er sich um seine heruntergefallene Quittung vom Boden aufzuheben, bevor er sie endlich sicher in seiner Aktentasche verstaut. Man muss schon sehr oft ganz tief durchatmen, um da nicht die Nerven zu verlieren.

Hurra, jetzt sind wir endlich dran. Wir sagen ihm, dass die Rufnummer offensichtlich falsch ist. Er nimmt sein Handy, tippt die Nummer ein und verschwindet erstmal wieder. Nach 2 Minuten kommt er zurück mit einem korrigierten Zettel und einem dynamischen, jungen Mann, der erstens Willens ist und zweitens besser englisch verseht. Problem war, das der lustlose Beamte dachte, dass wir eine Reservierung für die deutsche Bahn haben wollen. Das geht umgekehrt natürlich auch nicht. Der jung-dynamische Mann hat sich aber unsere Tickets genau angeschaut und sofort verstanden worum es geht. Alle Probleme haben sofort sich in Luft aufgelöst und wir haben nun endlich die Reservierungen unserer Fahrräder von Venedig nach Verona der italienischen Bahn. Phuuuu!

Vermutlich haben die wartenden Personen hinter uns nun ein ähnliche Gedanken wir wir zuvor beim zerstreuten Professor, denn bei uns dauert es mindestens genauso lange. 🙂


Die Weiterfahrt nach Triviso hat uns positiv überrascht. Wir haben absolut nicht erwartet, dass es in der Ebene doch noch so viele schöne Dörfer und Landschaften zu sehen gibt. Der Radweg war sehr abwechslungsreich. Zwar verlief der Radweg etwas mehr an befahrenen Straßen entlang, aber dafür war die Abwechslung der Wege umso interessanter. Von Rüttelpiste, Pondonbrücke, schmalen Landstraßen, Rollsplittwegen und Feldwege war wirklich alles dabei. Nur die Berge haben uns ein wenig gefehlt 🙂

Man merkt nun deutlich, dass wir uns der Ferienregion Mare bzw. Lido di Jesolo nähern. Erstens an der Verfügbarkeit und zweitens an den Preisen der Übernachtungen. Camping wird (so hope!) erst wieder in Jesolo möglich. Mit viel Mühe finden wir gerade noch ein halbwegs bezahlbares Hotel in San Donà di Piave.

Ob wir morgen noch einen Campingplatz bekommen oder nicht, sagt Euch gleich das Licht 🙂

Welterusten!

Unsere Bleibe für die Nacht


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