Tag 14 – Von Fischen und einem Porträtprojekt: Der Abschied

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Zum Sonnenaufgang am Stromboli tuckert die Florette in Richtung Kalabrien los. Nicht davon, sondern durch ein anderes Ereignis werden die müden Gefährten geweckt. Rony hat eine große Goldmakrele an der Angel und stoppt die Maschine, um sie an Bord zu hieven. Nichts für schwache Nerven ist der Anblick, als der zappelnde Fisch mit Harpune und Knüppel ins Jenseits befördert wird. Mittags langen die Meisten aber gerne zu, als die gebratenen Filets auf den Tellern liegen. Zuvor springt ein schillernder Delfin über unsere Bugwelle. Nach zwei Stunden erreichen wir das Festland und ankern vor dem bezaubernden Tropea mit seinen weißen Sandstränden. Während Viele im klaren Wasser baden oder paddeln , lässt sich Mike das Material für sein langjähriges Projekt liefern: Ein großer weißer Würfel wird auf dem Oberdeck mit tatkräftiger Hilfe Vieler aufgebaut und nun darf jeder Teilnehmer zu seinem persönlichen Fotoshooting mit Mike dort hinein. Ein Menschen verbindendes Projekt, dass Mike schon in viele Länder gebracht hat.
Bald sind wir dann am Ende unserer Reise im Heimathafen Vibo Marina angekommen und unsere ganz persönliche Odyssee endet ohne weitere Hindernisse am festen Ankerplatz der Florette. Etwas später dürfen alle zur Belohnung frisch geduscht in das nahe Städtchen Pizzo fahren und nach einem kleinen Rundgang Tartuffoeis und Prosecco genießen.
Das Abschiedsessen im Traditionslokal Maria Rosa gerät noch einmal zur geselligen Abschiedsrunde Aller und man erinnert sich mit vielen Fotos an die unvergesslichen Reisetage. Die letzte Nacht auf dem Schiff beendet das kleine Abenteuer, das uns Allen große Eindrücke beschert hat! Arrivederci Florette.

Text: Thomas Linsmayer
Fotos mit Wasserzeichen: René van der Voorden
Fotos ohne Wasserzeichen: Von meinen Gefährten

Resümee der Odyssee – a journey into the light

Wie Kinder auf einem großen Abenteuerspielplatz segeln wir durch die mythenumwehte Welt der Äolen. Unserem digitalen Highspeed-Zeitalter entrückte mediterrane Inseln. Brodelnde Vulkane, blaue Meerestiefen, Felsen wie von Künstlerhand geformte Skulpturen.

Hier irrten Jason und Aeneas, hier vergnügte sich Odysseus mit der Nymphe Kalypse im Bett.

Und gut möglich, dass Ikarus auf seinem Flug in die Freiheit von hoch oben in den Etna oder Stromboli sah.

Wir lesen und sprechen. Tauchen in Jahrtausende alte Geschichten ein. Wir denken uns Szenen aus. Dann stellen wir mit großem Elan Fotos und schießen Videos.

So begegnen wir ganz körperlich leibhaftig Göttern und Helden.

Der Zauberin Circe auf einem süditalienischen Schrottplatz oder Athene stolz auf schwarzem Fels. Odysseus auf der Flucht vor Poseidon, den vor kurzem noch ein Tintenfisch als Kopfschmuck zierte. Nun jedoch altert er als Meeresgott im Plastik-Ornat.

Hephaistos schmiedend im Schwefeldampf, Zeus selbstbewusst besäult im archäologischen Ausgrabungsfeld.

Das Goldene Flies vereint Medea und Jason im Steineichen-Hain am Fuße des Berges.

Demeter, züchtig im fruchtbringenden Garten. Ein paar hundert Meter weiter Dionysos im lustvollen Bachanal mit trommelnden Faunen und jungen Gespielinnen.

Selbstvergessen wie die forschenden Kinder bemerken wir gar nicht, dass wir selbst jeden Abend erneut ein ebensolches Gelage feiern. Um die Hitze des Tages mit Malvasia, der in der Antike bereits vom Peleponnes hierherkam, wegzuspülen.

Gefährten vereint durch nächtliche Gespräche in Meeresnähe.

Über das süße Leben, über Plastik und anderen Müll, über Flucht und Vertreibung.

Am Morgen danach dann wieder die angeschwemmten Flügel des Ikarus suchend und Penelope am einsamen Strande findend, wie sie ihre 20-jährige Warterei durch kunstvolles Yoga in die Ferne blickend verbringt.

Und dann gibt’s ja noch den Homer. Er reist mit uns. Liest aus den ältesten Büchern der Menschheit.

In diesen Begegnungen erfinden wir Lieder. Unsere Melodien mäandern slalomartig um die Figuren uralter Sagen.

Auf dass sie von ihnen beseelt werden. Auf dass deren bronzener Glanz unsere Gedanken und Töne erhellen möge.

Und dass vielleicht im Vorüberziehen ein wenig heldenhafter Goldstaub an uns allen hängenbleibe.

Ein paar zarte Körnchen wenigstens.

Mulo Francel (Saxophon & Klarinette)


15 TB durch das Brennglas der Kamera. 20 Wahrheiten, 20 Bedürftigkeiten, 20 Welten konzentriert auf engstem Raum. Meine wunderbare Vater-Tochter-Reise als hochintensive Sozialstudie. Das werden wir nie vergessen!

Andreas Hinterseher (Akkordeon und Kameramann)


Unsere Odyssee, ein lustvolles Spiel von unterschiedlichsten lebensfrohen Forschern, eine beherzte Suche in den Genres Natur, Kultur, Kunst und Geschichte der Erde. Eintauchen in üppiges mediterranes Dolce Vita, in das blaue Meer und den unergründeten Fundus an Melodien aus dem Odysseesoundtrack.

D.D. Lowka (Kontrabass & Percussions)


Ganz nach historischem Vorbild begann für mich eine Fahrt ins Ungewisse – ganz nach meinem Geschmack: schauen was da kommt, was entsteht und vor allem was dann noch nachwirkt.

Spannende Menschen aus den unterschiedlichsten Berufs- und Kunstsparten, inspirierende Vorträge zu aktuellen Themen, historische Schauplätze der griechischen Geschichte und der Erzählungen Homers- all das als Inspiration für gemeinsames Musikschaffen; besser hätte diese Reise nicht verlaufen können.

Als mir dann noch Paulo Morello als Kajütenpartner auf der Florette zugewiesen wurde, wusste ich, das wird groovy!
Beim Betrachten der Bettlänge war allerdings schnell klar, dass ich auch den Sternenhimmel zur nächtlichen Inspiration nutzen werde. Zeus sei Dank war das Wetter dazu mehr als milde!
Fortsetzung erwünscht!

Robert Kainer (Percussions & Drums)


Die Dichte der gemeinsamen Arbeit an einem ganz besonderen Projekt und die intensive Auseinandersetzung mit der Odyssee, dabei den Blick vom Deck der Florette in die Weite gerichtet, in das tiefe Blau des Meeres und auf die spektakulären Vulkaninseln – ein großartiges Erlebnis!

Philipp Sterzer (Querflöten)


Die zwei Wochen sind wie im Flug vergangen und ich hatte eine großartige Zeit mit sehr angenehmen und interessanten Menschen. Das Meer, die eindrucksvolle Landschaft der Inseln und vor allem auch das gemeinsame Musizieren mit den Freunden auf der Florette habe ich sehr genossen. Ich freue mich schon auf weitere Abenteuer!

Paulo Morello (Guitars)


Als Last Minute Matrose eingeschifft war der Segeltörn prall gespickt mit neuen Erfahrungen und Erlebnissen. Leaving the comfort zone is always a challenge. Weil 5 Sterne kann ja jeder. Nein… so schlimm war es ja überhaupt nicht. Im Gegenteil, es war supertoll und ich bin froh, dass ich dabei sein durfte.😉

Max Geller (Saxophon)


Mit so vielen wunderbaren Menschen und Freunden durch die von mir so geliebte Inselwelt der Äolen zu fahren , hat mich sehr glücklich gemacht!
Eine wunderschöne Reise mit unvergesslichen Momenten, zu Lande und zu Wasser! Und ebenso großartig war die musikalische Begleitung durch unsere vielen genialen Musiker – ein echter Luxus! Danke, an alle die organisierend und begeistert mitgemacht haben! Freuen wir uns auf die vielen meisterhaften Fotos und hoffentlich auch auf die geplante Ausstellung!

Thomas Linsmayer (Programmleiter/ Dozent für Kunstgeschichte und Anwalt)


Eine Jugendliche unter zwanzig Kindern

Josefina Hinterseher (Kamera- und Tonfrau)


Der wandelnde Reigen

Wogen, gleiten, den Blick weiten.

Eintauchen in neue Ideen,

auftauchend soll das Alte vergehen.

Jede Odyssee ist eine Läuterung.

Wir geben Impulse, um Neues zu tun.

Wir empfangen Ideen, um weiter zu gehen,

uns zu wandeln und anders zu handeln.

Rüdiger Braun (Journalist alias der launige Faun)


Die Welt steht nie still, ist immer in Bewegung. Mal verändert sie sich rasant, gar explosiv, mal mit für menschliche Maßstäbe unendlich langsamem Tempo. Der Mensch ist (vermutlich) das einzige Lebewesen, dass dies bewusst erkennt und miterlebt. So bleibt auch er nie gleich, ist hin- und hergetrieben zwischen Vergangenheit und Zukunft, zwischen Sesshaftigkeit und Reise, zwischen dem Wunsch nach sicherer Heimat und verwegenem Abenteuer. Schon Homers „Odyssee“, mit das erste überlieferte Epos der Menschheit, zeugt wie kaum ein anderes davon. Unsere Reise, diese „neue Odyssee“, hat – zumindest mir – dies so bewusst gemacht wie vielleicht nichts zuvor: Durch das Eintauchen, das Hineinschlüpfen in die alten Mythen; durch die Konfrontation mit den Urgewalten der Natur; durch das gemeinsame Erlebnis von Unterwegssein und Kontemplation; durch den Transfer auf unsere Zeit und unsere drängendsten Themen; schließlich durch die Verarbeitung mithilfe der Kunst. Musik, Bilder und Worte hatten tatsächlich einen kathartischen Effekt, ließen die ewige Aporie auch in Freude und Zuversicht aufgehen, stifteten das Gefühl von Verbundenheit und Wahrhaftigkeit. Mögen wir uns immer an diese Tage und Erlebnisse erinnern und uns durch sie für alles Kommende einen Funken des göttlichen homerischen Gelächters erhalten!

Oliver Hochkeppel (Journalist / Süddeutschen Zeitung alias Homer)



Martin Höcherl


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Erhard Zürner


Die Odyssee endet leider immer in der Heimat – zufällig spielt die Blasmusik zu frischem Fassbier 🙂

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2 Antworten

  1. Wie schade dass die schöne Reise zu Ende ist. Aber die Erinnerungen bleiben in euren Herzen und für mich war es wunderschön durch die Bilder und Videos euch ein wenig zu begleiten.

  2. Wat was dat een prachtige reis met de mooie foto’s en video’s. Ontzettend jammer dat de reis voorbij is. Maar de herinneringen aan jullie belevenissen zijn beslist diep in jullie hart en worden zo snel niet vergeten. Wat fijn dat we op deze manier mee mochten reizen en kijken uit naar de volgende reis waarheen die ook mag gaan.

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