Statt 16 € pro Person im Hotel zu lassen, rollen wir also kurzerhand einen Kilometer weiter zur nächsten Bäckerei. Klingt erstmal nach einem cleveren Plan – wäre da nicht die Kaffeemaschine gewesen, die offenbar selbst noch im Tiefschlaf steckt. Während wir hungrig und koffeinbedürftig davorstehen, wird hektisch der Support angerufen. Ergebnis: erst mal kein Kaffee. Stattdessen gibt’s einen eher ernüchternden kalten Kaffee aus dem Plastikbecher. Nun ja… nennen wir es „charakterbildend“.
Doch dann – nach einer gefühlten Ewigkeit von zehn Minuten Spülprogramm und technischer Selbstfindung – passiert das kleine Wunder: Die Maschine erwacht zum Leben und zaubert uns doch noch einen heißen Cappuccino. Endlich! Die Welt sieht direkt freundlicher aus.
Vom Mondsee zum Wolfgangsee – mit Mozart im Gepäck
Gut gestärkt schwingen wir uns wieder auf die Räder. Der Mozart-Radweg verläuft hier gemeinsam mit dem Salzkammergut-Radweg – zwei Namen, eine traumhafte Strecke. Es geht entlang des Mondsees bis nach St. Gilgen am Wolfgangsee. Um dorthin zu gelangen, wartet ein moderater Anstieg auf uns. Zwar führt die Strecke an der Straße entlang, aber glücklicherweise hält sich der Verkehr heute angenehm in Grenzen.
St. Gilgen ist übrigens eng mit Mozart verbunden – auch wenn er selbst nie dort gewohnt hat. Seine Mutter, Anna Maria Mozart, wurde hier geboren, und auch seine Schwester Nannerl lebte später viele Jahre in diesem charmanten Ort. Man könnte also sagen: Mozart war zumindest familiär immer irgendwie präsent. Und genau dieses Gefühl schwingt auch auf dem Mozart-Radweg mit – Geschichte, Landschaft und ein Hauch Musik in der Luft.
Wolfgangsee ohne Trubel
Ab St. Gilgen folgen wir weiter dem Ufer des Wolfgangsees Richtung Strobl. Der offizielle Radweg würde uns eigentlich nach St. Wolfgang hinein und wieder zurück führen – aber ganz ehrlich: Wir waren gerade letztes Jahr da um diesen wundervollen Ort zu besuchen. Mit vollbepackten Rädern durch Menschenmengen? Heute eher nicht.
Also bleiben wir entspannt auf unserer Route und genießen stattdessen die ruhigeren Abschnitte. Ab Strobl geht es dann entlang der Ischl weiter bis nach Bad Ischl.
Dort wartet ein echtes Highlight auf uns: die berühmte Konditorei Zauner. Auf Empfehlung unserer Freundin Mandana gönnen wir uns einen Zaunerstollen – und was sollen wir sagen? Ein absoluter Volltreffer! Süß, fein, einfach himmlisch. Mandana, falls du das liest: Danke, das war Spitzenklasse!
Entlang der Traun zum schönsten Zuhause auf Zeit
Nach dieser süßen Stärkung folgen wir der Traun flussaufwärts Richtung Bad Goisern. Die Landschaft bleibt abwechslungsreich, und die Beine machen – trotz Kuchenpause – noch erstaunlich gut mit.
In Bad Goisern erwartet uns dann unsere Unterkunft: „Wanderlust Boutique Rooms“. Und ja, bislang ist das definitiv die charmanteste Bleibe dieser Reise. Über 100 Jahre alt, liebevoll renoviert und mit unglaublich viel Geschmack eingerichtet. Dazu Gastgeber, die nicht nur freundlich, sondern wirklich herzlich und hilfsbereit sind. Hier fühlt man sich sofort angekommen.
Am Abend entscheiden wir uns, die leeren Energiespeicher stilecht aufzufüllen – mit Pizza und Pasta beim Italiener um die Ecke. Auch das erweist sich als Volltreffer und rundet diesen Tag auf dem Mozart-Radweg perfekt ab.
Fazit: Ein Tag voller großer Genussmomente und ganz viel Radreisegefühl – genau so, wie man es sich wünscht.

















































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