Der Watzmann und die Watzmannkinder

2026 Radreise Mozart-Radweg Tag 4: Bad Reichenhall – Salzburg – Eugendorf

Das Frühstück lässt keine Wünsche offen – frische Brötchen, duftender Kaffee und dazu ein Service-Team, das offenbar schon vor uns gute Laune hatte. Also steigen wir pünktlich um 9 Uhr, gut gestärkt und bestens gelaunt, wieder auf unsere Räder und rollen direkt los.

Zwischen Nostalgie und Watzmann-Blick

Der Abschnitt des Mozart-Radwegs bis nach Berchtesgaden ist übrigens identisch mit dem Bodensee-Königsee-Radweg – und obwohl wir diese Strecke bereits dreimal gefahren sind, fühlt es sich kein bisschen nach Routine an. Im Gegenteil: Manche Wege darf man einfach öfter genießen.

Denn immer wieder öffnet sich der Blick auf den majestätischen Watzmann, inklusive seiner „Kinder“. Ein Panorama, das man nicht einfach abhaken kann – sondern das jedes Mal auf’s Neue beeindruckt. Den Abstecher zum Königssee lassen wir diesmal allerdings bewusst aus. Warum? Ganz einfach: Wir erinnern uns noch zu gut an den charmant-chaotischen Trubel von vor drei Jahren. Schön war’s – aber heute darf es etwas ruhiger sein.

Türkis, Trittfrequenz und eine Prise Mozart

Ab Berchtesgaden folgen wir der türkisblauen Berchtesgadener Ache – und zwar so lange, bis wir bei Sankt Leonhard die Richtung wechseln. Von dort geht es weiter nach Grödig, wo wir eine wohlverdiente Rast einlegen. Danach wird es deutlich flacher, und wir rollen entspannt durch ländliche Idylle Richtung Salzburg.

Kaum sind wir in der Stadt, sind wir auch schon fast wieder draußen. Trotzdem: Ein kurzer Fotostopp an der Mozart-Statue muss sein – auch wenn sie aktuell eher von Baustellenromantik als von barocker Eleganz umgeben ist. Salzburg selbst ist natürlich untrennbar mit Mozart verbunden: Hier stehen sowohl sein Geburtshaus als auch sein Wohnhaus. Und wer es süß mag, wird sich freuen: Die berühmten Mozartkugeln werden hier in solchen Mengen produziert, dass man damit theoretisch eine Schokoladenlinie bis nach Madrid legen könnte – über 1.500 Kilometer!

Sanfter Anstieg zum perfekten Tagesabschluss

Zurück auf dem Mozart-Radweg folgen wir zunächst noch ein Stück der Salzach. Doch schon bald zweigt die Route ab – und zwar auf die ehemalige Ischler Bahntrasse. Diese entpuppt sich als echter Genussanstieg: konstante 5 Prozent Steigung, angenehm zu fahren und ohne fiese Überraschungen. So kurbeln wir gleichmäßig bergauf bis nach Eugendorf.

Dort angekommen, ist für heute Schluss. Und wie es sich für einen gelungenen Radtag gehört, gibt es auch eine kreative Lösung für unsere Fahrräder: Sie dürfen in einer Behindertentoilette übernachten – passt gerade so, aber dafür sicher. Der Check-in läuft komplett online, was zwar etwas unpersönlich, aber dafür unkompliziert ist.

Am Abend werden wir dann noch mit einem hervorragenden Essen belohnt. Und während wir zufrieden zurückblicken, steht fest: Dieser Tag auf dem Mozart-Radweg war nicht nur landschaftlich ein Highlight, sondern auch ein echtes Genuss-Erlebnis.

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Ein Kommentar

  1. Ich lese so gern mit – man merkt richtig, wie viel Genuss in eurer Reise steckt. Passt gut auf euch auf und weiterhin so tolle Etappen!

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