Concert

Etappe 29: Von Hoek van Holl. zur Mündung. Katwijk

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Etappe 29: Von Hoek van Holl. zur Mündung. Katwijk
Katwijk aan Zee, Netherlands

Katwijk aan Zee, Netherlands


Nachdem unsere Sachen verstaut sind  fahren wir zum Supermarkt ‚Albert Heijn‘ und kaufen Proviant für unterwegs und etwas zum Frühstücken. Wir frühstücken auf einer Bank in der Sonne gegenüber. Wir essen zu viel. Das muss erst mal verdaut werden. Am Strand legen wir uns eine Weile in den Sand und lassen die Sonne auf unseren Pelz scheinen. Unser selbst ernanntes Ziel haben wir dabei schon im Blick. Es ist der Pier, der sich über eine große Strecke in die Nordsee begiebt und die ‚Nieuwe Maas‘ alias Rhein ins offene Meer entlässt. Dort wollen wir ganz an’s Ende und ein Foto von uns machen. Nachdem es uns in der Sonne am Strand zu heiß wird, nehmen wir den letzten Kilometer in Angriff. Wir genießen ihn sehr langsam und in vollen Zügen. Es ist vollbracht: Wir haben den Rhein von der Quelle vom Oberalppass in der Nähe von Andermatt (CH) bis zur Mündung nach Rotterdam (NL) und noch weiter bis Hoek van Holland gefahren. Auf dem Pier halten wir einen Moment inne und lassen die Reise und unsere Erlebnisse noch einmal in Zeitraffer Revue passieren. Zum Ausklang unseres Radurlaubes fahren wir nach Katwijk (50 km) und machen dort noch ein paar Tage Urlaub am Meer. Anschließend wollen wir mit dem Zug von Leiden nach Mannheim zurück fahren. Wir bedanken uns für Eure netten Kommentare und den tollen Zuspruch unseres Blogs und sagen tschüß bis zur nächsten Reise.


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2012 Kukas unartige Kulturgesellschaft ft. Suave

SOMMER–SPECIAL : THE HEAT OF THE MOMENT 04

Oliver Kuka
Charlotte Jakobsen
Jorge Diaz
Rolf Breyer

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Etappe 28: Von Dordrecht nach Hoek van Holland

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Etappe 28: Von Dordrecht nach Hoek van Holland
Hoek van Holland, Netherlands

Hoek van Holland, Netherlands


Der gestrige Ruhetag hat große Wirkung gezeigt, wir sind lange nicht so müde wie sonst. Unsere ältere Nachbarin im Wohnwagen nebenan fängt noch ein nettes Gespräch an und verabschiedet sich von uns, nachdem sie uns wissbegierig über unser Vorhaben ausgefragt hat. Zum Frühstück fahren wir wieder zum Café CentreVille in die Altstadt. Wir kaufen noch Proviant für unterwegs und morgen ein und machen uns auf den Weg zur letzten Etappe nach Hoek van Holland. Unser Rheinradwegbuch zeigt den Weg nur bis Rotterdam, aber wir wollen noch weiter an den Ort, wo der Rhein in die Nordsee mündet. Dort verabschieden wir uns von unserem langen Weggefährten, dem Rhein. Inzwischen ist der Rhein zum ‚Nieuwe Maas‘ geworden. Der Rhein ist ja am Ende des Stroms ein Delta, aber durch die Deltawerke und den vielen Schleusen, wissen wir am Ende nicht, wo jetzt hier eigentlich der Rhein ist. Es ist sehr kompliziert. Seit wir in Holland sind, haben wir zwar sehr viel Wasser, Flusskreuzungen und Zuströme gesehen, aber nur anfangs einen Fluss, der sich Rhein nennt. Nur der Radweg heißt immer noch ‚Rijnroute‘, was so viel heißt wie Rheinroute. In Dordrecht finden wir den Weg nicht gleich. Wir hören nicht auf die Schilder, sondern meinen, einen schnelleren Weg zu kennen. Irrtum. Wir müssen alles wieder zurück fahren und haben dadurch einen großen Umweg gemacht. Egal, wir finden es schließlich doch zur Fähre. Sie setzt uns über nach Papendrecht. Wir fahren jetzt wieder nach der Beschilderung und nicht nach der GPS-Route des bikeline Rhein-Radwegbuches, denn die Wege sind in Holland größtenteils umgelegt worden. Ich sehe aber auf meinem GPS, dass wir jetzt einen großen Bogen um Papendrecht machen. Natürlich einen Umweg. Irgendwann decken sich dann GPS-Route und Beschilderung wieder. Die Strecke ist hier sehr schön, denn wir fahren ein Stück der Windmühlenroute, deren Ende durch Kinderdijk führt. Eine malerische Landschaft mit 19 Windmühlen an einem Wasserkanal. Früher dienten die Windmühlen dazu, das überschüssige Wasser auf einen Sammelkanal hinauf zu pumpen. In Alblasserdam geht es abermals mit der Fähre auf die andere Seite. Allerdings sind wir hier in die falsche Fähre eingestiegen und waren auf einmal in Nieuw-Lekkerland statt in Ridderkerk. Aber die Dreiecksfähre bringt uns wieder nach Ridderkerk. Von dort aus biken wir in einem Zug durch, bis in die Innenstadt von Rotterdam.  Wir nehmen die architektonisch interessantere Erasmus-Brücke, wo gerade ein gigantisches Kreuzfahrtschiff anliegt. Am Bijenkorf trinken wir wieder den obligatorischen Kaffee mit Appelgebak. Im VVV kaufen wir uns noch eine Falk-Karte von Zuid-Holland. Sie enthält das holländische Knotenpunktsystem mit allen Nummern,  um sich eine Route selbst  zusammenzustellen, denn unser Buch hört hier auf. Auf der Weiterfahrt entdecken wir dann wieder unsere Rijnroute Tafeln und hätten die Karte eigentlich nicht benötigt. Sie führt auch vorbei an der riesigen Gewächshauslandschaft, wo Hollands ‚teuerstes Wasser‘ in Form von Tomaten angebaut wird. So weit das Auge reicht Gewächshäuser mit Tomaten. Unterwegs machen wir nochmal halt an einem Fischimbiss, um uns zu stärken. Dann sehen wir in der Ferne das Kreuzfahrtschiff,  welches zuvor noch in Rotterdam lag. Es begleitet uns über viele Kilometer bis Hoek van Holland. Wir kommen erst um 20 Uhr auf dem Camingplatz an, bauen das Zelt auf, duschen, essen noch eine Kleinigkeit und gehen schlafen.


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Etappe 27: Ruhetag in Dordrecht

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Etappe 27: Ruhetag in Dordrecht
Dordrecht, Netherlands

Dordrecht, Netherlands


Heute ist ausschlafen und ’nichtstun‘ angesagt. Wir wollen uns nur Dordrecht ein wenig ansehen. Wir schlafen bis uns der Rücken schmerzt. 🙂 Zuerst machen wir ein ausgiebiges Frühstück im Café CentreVille und schreiben Tagebücher nach. Dafür müssen wir zuvor aber mit dem Rad ein paar Kilometer ins Zentrum fahren. Gestern wurde es sehr spät und wir hatten keine Motivation mehr, das Erlebte aufzuschreiben. Dafür heute umso mehr. Nach dem Frühstück vertreten wir uns ein wenig die Beine und gehen durch die historische Altstadt Richtung Groote Kerk. Wir werden auf dem Rathausplatz Zeuge von drei Trauungen. Das erste sympathische Brautpaar fährt in einem VW-Käfer der 50er Jahre davon. Kaum sind sie weg, kommt ein riesiger Excalibur-Schlitten mit seinem Gefolge an. Aus dem Auto steigt eine stark übergewichtige Braut. Der Schulterspeck quillt aus dem viel zu engen Brautkleid. Der Bräutigam sieht zu, wie sich seine Zukünftige aus dem Luxusschlitten quält, macht aber keine Anstalten, ihr beim Aussteigen zu helfen. Dass er sich nicht noch eine Kippe ansteckt auf dem Weg zum Rathaus, wundert mich. Es hätte jedenfalls gepasst. Das Gefolge ist aus demselben Holz geschnitzt. Es war wie Familie Flodders live. Kaum ist das Brautpaar im Rathaus verschwunden,  drängelt sich ein schicker, alter, weißer Rolls-Royce zwischen Excalibur und Rathaus. Ein Schauspiel, an dem nicht nur wir Vergnügen haben. Nachdem auch dieses Brautpaar ins Rathaus gegangen ist, machen wir uns weiter auf den Weg zur ‚Groote Kerk‘, was soviel heisst wie Große Kirche. Sie wurde zwischen dem 12. und 16. Jahrhundert erbaut, erweitert und nach einem Brand wieder aufgebaut.  Sie ist die einzige Kirche, die im spätgotischen Baustil erbaut wurde. Ursprünglich sollte die Kirche noch 40 Meter höher werden, aber sie sackte während der Bauzeit schon ab. Deshalb sieht die Kirche etwas unvollendet aus. Der Turm hat heute noch eine deutlich sichtbare Neigung, obwohl man das alte Holzpfahlgeflecht im Boden in der Neuzeit mit Beton ausgefüllt hat, um es vor weiterem Absacken zu bewahren. Wir besteigen den Kirchturm zur Aussichtsplattform und sehen uns das Panorama von oben an. Wir erkennen in der Ferne schon das Wahrzeichen von Rotterdam: Den Euromast! Es ist ein riesiger Aussichtsturm der mitten in Rotterdam steht und unser morgiges Zwischenziel. Weiter westlich den Europoort mit den großen Raffinerien. Sie nehmen einen großen Teil des Horizonts ein. Unser Endziel Hoek van Holland ist in fast greifbarer Nähe. Es schwingt jetzt schon etwas Wehmut mit, denn bald verabschieden wir der Rhein in die Nordsee. Offiziell ist die Route bereits morgen in Rotterdam zu Ende. Wir steigen nach diversen Panoramas und Fotos wieder ab und begeben uns ins Getümmel des Great River Festivals. Überall stehen Bühnen mit Livemusik. Eine Cubanische Gruppe gibt Salsa zum Besten und leckere Tanzpärchen schwingen elegant und erotisch ihre Hüften zur Musik. Ein bisschen Buena Vista Social Club Feeling in der historischen Altstadt von Dordrecht. ‚Fressbuden‘ und allerlei Verkaufstände stehen dicht gedrängt aneinander. Nur, dass es hier eben andere Sachen gibt wie in Deutschland. Um ein Beispiel zu nennen ‚Poffertjes‘. Das sind opladengroße Pfannkuchen, nur etwas dicker. Nach 8h Dordrecht haben wir aber genug und steuern unseren Campingplatz wieder an. In diesem Sinne war es heute zwar kein Ruhetag, aber wir haben nur kurze Zeit den Sattel spüren müssen, was auch mal ganz erholsam ist.


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Etappe 26: Von Vuren nach Dordrecht

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Etappe 26: Von Vuren nach Dordrecht
Dordrecht, Netherlands

Dordrecht, Netherlands


Die Nacht haben wir sehr gut geschlafen. Kein Wunder, denn in der Campingparzelle nebenan standen ca. 10 Zelte mit vielen Alt-Hippies darin. Zunächst dachten wir, es wäre ein Lagerfeuer. Doch dann erkennen wir, dass eine süßliche Rauchwolke von Gras unser Zelt durchzieht. Wir haben in der Nacht wunderschöne Dinge geträumt. Etwas benebelt stehen wir auf, aber wir fühlen uns guuut. 🙂 Wir packen schnell ein, denn Zeger wartet schon auf uns mit dem Frühstück. Bea hat diesen Morgen leider ein paar wichtige Termine, kommt aber zwischendurch, um sich von uns zu verabschieden. Ein herrlich gedeckter Frühstückstisch mit allerlei Köstlichkeiten, verschiedenen frischen Obstsorten, Frühstückseier und vieles Leckeres mehr. Einen Luxus, den wir in dieser Form schon länger nicht mehr erlebt haben. Wir schmieren uns noch ein paar Brote für unterwegs und machen uns wieder auf die Reise. Schnell ist Gorinchem erreicht. Wir gehen durch die Fußgängerzone und die historische Altstadt. Vom Marktplatz aus steuern wir den Hafen an, um auf die Fähre nach Woudrichem zu warten. Heute ist Eric’s Geburtstag und leider sind wir zum 1. Mal nicht zu Hause. Wir wünschen ihm per Telefon alles Gute. Vielleicht war der wohlriechende Nebel Schuld, aber heute Morgen ging irgendwie gar nichts. Wir sind beide ausgelaugt und todmüde. Eigentlich würden wir am liebsten ein B&B ansteuern und schlafen. Zumindest wollen wir irgenwo gemütlich einen weiteren Kaffee trinken. Wir schlendern durch Woudrichem und finden ein sehr ansprechendes Lokal mit dem Namen ‚De Kruitkelder‘. Kruitkelder steht für Pulverkeller. Wahrscheinlich wurde in frühen Jahren ‚Pulver‘ im Sinne von Schießpulver darin gelagert. Das Gebäude ist in die Erde gebaut und nur die halbrunde Fassade ist sichtbar. Darüber ein grasbewachsener Erdhügel. Vor den Lokal lädt eine riesige Holzeckbank mit vielen bunten Kissen zum Ruhen ein. Die sympathische und flotte Bedienung lässt den Ort zu unserer Wohlfühloase werden. Wir können uns gar nicht losreißen von diesem beschaulichen Ort. Wir merken, dass so langsam die verloren geglaubte Energie wieder zurück kommt. Als wir auf die Räder steigen und anfangen zu treten,  ist bei uns Beiden der Boost-Schalter wieder ON. Gutgelaunt und fröhlich tretend, genießen wir jetzt wieder Land und Leute, beschließen aber dennoch einen Ruhetag in Dordrecht einzulegen. In Werkendam kaufen wir bei Albert Hijn ein. Heute Abend wollen wir selbst kochen. Am Fischstand esse ich den ersten ’nieuwe haring‘. In Deutschland auch bekannt unter Matjes. 🙂 Nirgendwo schmecken Matjes so gut wie hier. An der Tankstelle wird der Benzinkocher noch mit etwas Sprit vollgetankt. Die Rheinroute durch den Nationalpark und das Erholungsgebiet Bisbosch wurde wegen Bauarbeiten an den Deichen komplett umgestaltet. Teilweise abgekürzt, dafür werden an anderer Stelle Schleifen eingebaut. Wir werden auf dem kleinsten Pontje unserer Radreise von einem älteren, freundlichen Fährmann darauf hingewiesen, der uns zugleich eine Karte mit dem neuen Weg mitgibt. Die Fähre wird von ehrenamtlichen Mitarbeitern betrieben. Früher konnte man sich selbst an die andere Seite kurbeln, das sei jetzt durch die gewerbliche Schifffahrt nicht mehr erlaubt. Eine Stunde später setzen wir mit einer großen Fähre über zum Kopvan’t Land  und überqueren Nieuwe Merwede. Auf der Dortrechter Seite werden wir in einer großen Schleife in den Süden geleitet, bevor der Weg nach Dortrecht hinein führt. U Der gesamte Weg heute ist gefühlte 20km Luftlinie . Unser Tacho zeigte am Ende 70 km an. Der vermeintliche Camping, den wir in unseren Rheinradwegführer eingetragen haben, entpuppte sich als FKK-Campingplatz. Mein Körper hat aber trotz der 650 km Radfahren noch nicht die Form, dass man ihn nackend zur Schau stellen sollte, also radeln wir nach dem holländischen Nummernsystem, mit einem erneuten großen Bogen zum nächsten Campingplatz ‚t Vissertje der am anderen Ende der Stadt liegt. Der direkte Weg von der Fähre wäre ca. 10-12 km we***** gewesen … aber wir sind ja schließlich zum radln hier und nicht zum Spaß 🙂 Bedingt durch unsere Morgenträgheit und viel Gegenwind ist bereits 20.00 Uhr. Zelt ist ruck-zuck aufgebaut. Jetzt noch die Spaghetti in den Kochtopf, essen und ab ins Bett. Morgen ist Ruhetag. In Dordrecht ist Hafenfest mit Livemusik ab 18.00 Uhr. Mal sehen, vielleicht schauen wir da mal rein.


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Etappe 25: Von Elst nach Vuren

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Etappe 25: Von Elst nach Vuren
Vuren, Netherlands

Vuren, Netherlands


Im Lokal des Campingplatzes gibt es Toasties und Kaffee zum Frühstück. Heute ist es angenehm zum Radfahren. Bewölkt und frisch. Der Himmel zeigt schwere Regenwolken, deshalb haber wir die Regensachen in Griffweite, brauchen sie aber nicht. Zunächst durchfahren wir ein Waldstück bis Amerongen. Es folgt Leersum und Wijk, dort setzt uns ein ‚Pontje‘ auf die andere Uferseite.  Kurz danach führt eine Brücke über den Amsterdam’schen Kanal. Die Gewässer hier gleichen einer Kreuzung. Im beschaulichen Dorf Buren machen wir eine ausgedehnte Pause auf einer Parkbank. Danach genehmigen wir uns noch einen Kaffee und laden währenddessen den Akku von Sabine’s Rad an einer dafür vorgesehenen Solarladestation nach. Weiter geht’s über Geldermalsen und Deil, wo wir eine malerische Windmühle mit dem Namen ‚Molen de Vlinder‘ besichtigen. Normalerweise ist sie heute geschlossen, aber der Müller hat gerade die Planken gestrichen und uns erlaubt die steilen Treppen nach oben zu steigen. Von der Plattform haben wir einen herrlichen Ausblick auf das platte Land. In Asperen lädt ein nettes Café am Wegesrand zur Kaffeepause ein. In diesem Laden gibt es ausnahmsweise mal andere Kuchensorten außer ‚Appelgeback‘. Was das Kuchenbacken betrifft, können die Holländer mal in deutschen Backstuben in die Lehre gehen. Was das Beschilderungssystem mit den Knotenpunkten der Radwege  betrifft, so können die Deutschen von den Holländern etwas lernen. Es gibt hier keinen Schilderwald mehr, sondern nur noch Knoten. Jeder Knoten hat eine Nummer. Eine Route lässt sich leicht planen, auch via Internet. Man fährt quasi nur von einer Nummer zur Nächsten. Geniales und einfaches System,  welches Belgien auch schon eingeführt hat. An der Grenze zu Deutschland soll dieses System auch schon Einzug gefunden haben. Wir rufen spontan bei unseren weitläufigen Verwandten ‚Zeger und Bea van der Voorden‘ an, die mein Vater über die Genealogie gefunden hat. Unser heutiger Zeltplatz ist 3km von ihrem Haus entfernt und wir verabreden uns im Restaurant des Campingplatzes. Sie kommen uns am Abend mit den Fahrrädern besuchen und waren sichtlich überrascht und erfreut über unseren Besuch in Vuren. Es war ein super netter Abend und wir werden noch zum Frühstück für den nächsten Morgen eingeladen.


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Etappe 24: Von Millingen nach Elst

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Etappe 24: Von Millingen nach Elst
Elst, Netherlands

Elst, Netherlands


Der Zeltabbau ist sehr entspannt, weil alles trocken ist. Der Campingwart gibt uns noch die bestellten Brötchen, Käse und einen Kaffee. Ein kleines, schnelles Frühstück. Wir schauen den Schwalben dabei zu, wie sie ihre nimmersatten Jungen füttern. Das Nest befindet sich oberhalb des hölzernen Picknicktisches. Wir ziehen los in dieselbe Richtung, aus der wir gekommen sind. An der Fähre vorbei Richtung Arnhem. Das ausgedehnte und fruchtbare Flussgebiet im Rheindelta zwischen Maas, Lek und Waal erstreckt sich durch die Provinzen Noord-Braband, Gelderland, Utrecht und Zuid-Holland. Das Delta ist nach der Sturmflut von 1953, der vielleicht verheerendsten der Geschichte, für alle Zeit vom Meerwasser geschützt. Die größten Schleusen der Welt sichern heute die Mündungen von Schelde, Maas und Rhein. In Huissen setzen wir mit einer Fähre über, die man in Holland liebevoll ‚Pontje‘ nennt. Wir besichtigen Arnhem (Arnheim) per pedes. Viele Einkaufsläden, ein Traum für Frauen ohne Fahrrad 🙂 Ich war landläufig der Meinung, dass Holland flach sei. Wir sind heute eines Besseren belehrt worden: Auf den 73 km haben wir 362 hm überwunden. Ich glaube die Macher des Rheinradweges wollen uns unbedingt alle Hügel der Niederlande zeigen. Heute biken wir viel durch Wälder, Alleen, Lichtungen und Wiesen. Andere Teile der Strecke führen auf dem Deich entlang und manchmal auf wenig befahrenen Straßen. Den Rhein bekommen wir allerdings recht selten zu Gesicht. Diese Etappe ist eine der sehr schönen und abwechslungsreichen. In Renkum kommt uns ein nettes Lokal gerade wie gerufen: ‚Der Kaffeeee ist fertig!‘ Heute macht die Tour ebenso viel Spaß wie gestern. Wir sind endlich eingefahren. Wurde auch langsam Zeit. In Elst finden wir einen schönen Campingplatz ‚Tabaksschuur‘. Leider hat heute das angeschlossene Lokal zu. Nach dem Zeltaufbau und einer kurzen Dusche schwingen wir uns nochmal auf die Räder, denn am anderen Ende des langgezogenen Ortes gibt es einen Chinesen. Eine chinesische Reistafel füllt die Kohlenhydratspeicher und andere Zellen wieder auf. Herrlich. Nach dem Essen noch eine kurze Verdauungsfahrt zum Zeltplatz, Tagebuch schreiben und ab in den Wigwam.


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Etappe 23: Von Rheinberg-Budberg nach Millingen

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Etappe 23: Von Rheinberg-Budberg nach Millingen
Millingen aan de Rijn, Netherlands

Millingen aan de Rijn, Netherlands


Das Hotel war eine Wohltat für Körper und Seele. Sehr idyllisch. Geschmackvoll eingerichtet. Nette Gastgeber. Leckeres Essen. Kurzum, es passt alles. Wer einmal in dieser Gegend ist, sollte hier unbedingt  halt machen. Um 10 Uhr schwingen wir uns auf die Räder. Wir fühlen uns gut. Sehr gut sogar. Heute wollen wir möglichst Holland erreichen. Um 18.00 geht die letzte Fähre zum Campingplatz und haben ca.80 km zu fahren. Unsere ‚Kohle‘ ist verbraucht, aber wir haben gehört, dass die Deutsche Bank in Rheinberg noch welches hat. Also radeln wir zurück und überfallen den Geldautomaten mit unserer Visa-Card. Nach ca. 23 km erreichen wir Xanten. Am Erdbeerstand decken wir ins mit Obst ein. Wir besichtigen den romantisch-gothischen Dom St. Viktor. Es ist der größte Dom zwischen Köln und Küste mit reichen Kunstschätzen und Stifsimmunität. Nach Kaffee und Kuchen in einem Eckcafé geht’s gestärkt weiter. Heute ist der erste Tag an dem das Radfahren so richtig Spaß macht. Ich spüre zum ersten mal den ‚Bums in den Beinen‘. Überall sind kleine Seen rechts und links des Rheins. Über Grieth erreichen wir Millingen an der deutsch-holländischen Grenze. Unser Campingplatz liegt auf der anderen Rheinseite. Mit einer kleinen Fähre setzen wir über. Wir umfahren den riesigen Campingplatz zwei mal und finden die versteckte Zufahrt nicht auf Anhieb. Nicht schlimm, aber nochmal 2 km extra. Die Rezeption ist nicht mehr besetzt, also bauen wir einfach ohne Anmeldung die Zelte auf. Der Inhaber kam aber ein paar Stunden später vorbei um abzukassieren.  In Holland dann unser erstes kulinarisches Gericht: Es ist eine Kalorienbombe in Form von Frikandel met Patatjes und Cola. Zum Nachtisch gab es Stroopwafels. Was anderes war weit und breit nicht zu finden. Nicht das optimale Radleressen aber zum Einstand in Holland passt es. Am Abend gehen wir am nahegelegenen See namens ‚de Bijland‘ schwimmen um unsere kochenden Körper abzukühlen. Sehr erfrischend und wohltuend.


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Etappe 22: Von Langst-Kierst nach Rheinberg-Budber

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Etappe 22: Von Langst-Kierst nach Rheinberg-Budber
Budberg, Germany

Budberg, Germany


Eine kichernde Mädchengruppe feiert mit einem jungen Mann. Er ist der Hahn im Korb und nutzt die Gunst der Stunde. Vorsichtshalber stecken wir uns die gelben Schalltöter ins Ohr und schlafen gut. Morgens um 8.00 Uhr wachen wir auf und stecken direkt die Schlafsäcke in die Hüllen. Es ist heiss. Das Außenzelt ist innen ganz nass. Wir trocknen es in der Sonne und duschen in der Zwischenzeit.
Wir geben den Schlüssel ab, bezahlen, nehmen das geladene Handy an der Rezeption entgegen und fahren los.
Heute zieht uns ein Gummiband zurück. Zumindest meint man es. Wir quälen uns von der ersten Minute an und es wird auch nicht besser. Normalerweise fühlen wir uns mittags besser, aber nicht heute.
In einem Vorort von Krefeld trinken wir einen Kaffee an einem Kiosk. Ohne wahrnehmbare Wirkung. In einer Bäckerei frühstücken wir und nehmen noch etwas mit für unterwegs. Wir radeln durch Vororte von Krefeld und merken, dass das Ruhrgebiet nicht weit entfernt ist. Wir verlassen die Stadt und fahren ins Grüne. In der Ferne sind qualmende Schornsteine und Kohlekraftwerke zu sehen. Sie stehen jenseits des Rheins. Dort ist das Ruhrgebiet, wir streifen es nur. Ein Traktor wendet gerade Heu im Auenland. Wir streifen Moers, fahren durch Alt-Homberg bis Orsoy. In Rheinberg wollen wir Kaffee trinken. Der Weg zieht sich sehr in die Länge. Es ist tierisch heiß und wir wollen am liebsten ins Schwimmbad, stattdessen pedalieren wir monoton und schweißtreibend vor uns hin. Kein Schwimmbad weit und breit. In Rheinberg steuern wor direkt auf ein Eiscafé zu. Dort legen wir eine Pause ein und beschließen den Tag gut sein zu lassen. Es ist Sonntag, der nächste Camping ca. 25 km entfernt. Wir beschließen hier zu bleiben und heute mal ein Hotel zu nehmen. Es benötigte 3 Anrufe bis wir endlich ein Zimmer bekommen. In Budberg, 3km südlich von Rheinberg, quartieren wir uns im Landhaus Steinhoff ein.


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Etappe 21: Von Merkenich nach Langst-Kierst

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Etappe 21: Von Merkenich nach Langst-Kierst
Langst-Kierst, Germany

Langst-Kierst, Germany


Heute sind wir schon früh auf. 7.15 Uhr waren wir bereits schön ausgeschlafen. Es war verhältnismäßig ruhig und der Boden war weich. Es tut gut, wenn man mal eine Nacht richtig schlafen kann. Für etwas Verwirrung hat noch der Mietschlüssel für die Dusche gesorgt, der auf einmal spurlos verschwunden war. Doch nachdem wir das Zelt leergeräumt haben, taucht er plötzlich wieder auf. Heute haben wir das Zelt und die Unterlage in der frühen Morgensonne getrocknet. Alles sauber und alles trocken. Juhuu!
Um kurz nach 9 Uhr sitzen wir schon auf unseren Drahteseln auf der Suche nach einem Bäcker. In Worringen werden wir dann fündig. Das Frühstück ist ein Schauspiel. Die Bäuche der Männer, die von ihren Frauen zum Brötchen holen geschickt werden, werden immer wuchtiger und dicker. Das Land von Mettwurst, Currywurst, Pommes rot-weiß und Trinkhallen hinterlassen hier ihre sichtbaren Spuren.
Nach ungefähr 10 km kommen wir zur Feste Zons. Sie ist das vielleicht schönste Beispiel einer kleinen Festungsstadt am Niederrhein mit einer in vollem Umfang erhaltenen Stadtmauer. In den Niederungen um Zons heben sich Kopfweiden mit ihren lieblich runden Baumkronen als charakteristischer Bestandteil der Niederrheinlandschaft hervor.
Weiter geht’s an der linken Rheinseite durch Stützelberg und Uedesheim. Wir wollen noch nach Düsseldorf, was an der anderen Rheinseite liegt. Wir nehmen die Brücke, die mit gigantischen Drahtseilen abgespannt ist und wechseln hinüber auf die rechte Rheinseite.
Der Radweg nach Düsseldorf hinein ist wunderschön gelegen, teilweise von kühlende Baumalleen eingesäumt.
Wir überqueren nochmal eine Fußgänger-/Radfahrerbrücke in deren Aufgang eine Aussichtsplattform einen herrlichen Blick auf den Rhein und die Promenade ermöglicht. In Düsseldorf laufen wir kreuz und quer durch die Altstadt. Diese Stadt lebt. Unzählige Menschen sind auf der Straße und genießen das tolle Wetter.
Wir schauen uns die Königsallee an aber finden keine brauchbaren Dinge für unsere Reise. Hier sitzt das Geld. Snobismus pur. Mit unserem Radoutfit fühlen wir uns hier nicht so richtig wohl.
Wir genehmigen uns einen Kaffee in einer Bäckerei. Eine Metzgerei ist im selben Raum gegenüber. Der freundliche Bäckereiverkäufer besingt Sabine. Gemeint war die Metzgereifachverkauferin auf der anderen Seite. Sabine fühlt sich aber auch angesprochen und fragt die Metzgereifachverkauferin, ob sie auch Sabine heisst. Dem Dialekt nach zu urteilen, kommt sie aus unserer Gegend. Die beiden Sabines quasseln durch mich hindurch. Es stellt sich heraus, dass Sabine 2 aus Philipsburg kommt. Die Brücke war geschlagen. Sabine 2 schließt den Laden und drückt uns zum Abschied noch eine Tüte mit unverkauften Frikadellen in die Hand und wünscht uns gute Weiterfahrt. Wir müssen schon ziemlich verhungert aussehen 🙂 In Düsseldorf sind die Leute sehr neugierig und aufgeschlossen. Wir werden so oft wie nie gefragt, wo wir herkommen und wo wir hinfahren. Zig mal wird uns zugerufen ‚Gute Fahrt und ohne Plattfuß‘ …. schön!
Wir fahren weiter am Rhein entlang. Große Wiesen mit viel sonnenhungrigen Menschen entlang des Weges. Wir radeln über die Theodor-Heuss-Brücke auf die linke Rheinseite und fahren weiter bis Langst-Kierst auf den Campingplatz ‚Rheincamping Meerbusch‘.
Das Zelt steht binnen we***** Minuten. Das angeschlossene Lokal gleicht einer spanischen Strandbar. Dort sitzen wir nun und schreiben beide unsere Tagebücher. Am Nebentisch eine ältere, sonnengegerbte Dame mit ebenso alten Dackeldamen. Sie steht auf und gibt den Dackeln laute Rufzeichen. Als die Dackel an unserem Tisch langsam vorbei wackeln wird sehr schnell klar warum. Drei schwarze Punkte auf gelben Grund zieren den Blindenhind.


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