Concert

2012 Tab Two @ „Zeltival“ Tollhaus Karlsruhe

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More info: https://tabtwo.eu/bio/

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2012 Jan Pascal & Alexander Kilian @ Burg Steinsberg

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Café del mundo
Der nuevo-Flamenco Gitarrist und Komponist Jan Pascal ist seit Jahren ein Garant für ausverkaufte und höchst stimmungsvolle Gitarrenkonzerte..
Seine aktuelle Band, das „Café del mundo“ ist ein phantastischer Ort der Begegnung. Begegnet ist Jan Pascal der junge Ausnahmegitarrist Alexander Kilian, mit dem er seit Jahren im In- und Ausland konzertiert. Im Dialog arrangieren Sie Ihre Gitarrenmusik, die gleichsam die Fachpresse und das Publikum begeistert.
Sie schöpfen aus der Quelle der Tradition und übertragen diese in unsere Gegenwart. Bewußt wird auf folkloristische Elemente wie Tanz und Gesang verzichtet. So entsteht eine hohe Dichte im Dialog zweier nuevo-Flamenco-Gitarristen, die das Konzertpublikum mit dem archetypischen Klang der Originalinstrumente verzaubern. Es ist die Welt voller Impressionen und mitreißender Rhythmen. Von geheimnisvollen Lagerfeuern der Beduinen erzählen die Melodien, die im Dialog, manchmal auch im Duell zweier Gitarristen münden, die eine tiefgründige Leidenschaft zur Gitarre verbindet.
Begleitet werden die Gitarren von einer Band international renommierter Mitmusiker: Sandro Gulino (Gipsy Kings) am Bass, Cesar Gamero (Lima, Peru) Cajon und latin Percussions und Alberto Menéndez (Eddie Palmerie) an Saxophon und Flöte.
Pressestimmen:
„Luftig leicht und doch voller Tiefgang… Ein Sommernachtstraum in mediterranen Gärten“
Bianca Flier, CD Journal
„…einzigartig in Deutschland!…“
Stefan Woldach, Chefredakteur Akustik Gitarre
„Atemberaubend… Lebensfreude pur!“
Jürgen Koch, Hohenloher Zeitung

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2012 25. Internationales Hoffest in Rotenberg

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Etappe 14: Von Neupotz nach Mannheim

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Etappe 14: Von Neupotz nach Mannheim
Mannheim, Germany

Mannheim, Germany


Die Entscheidung ein Zimmer zu nehmen, ist richtig, denn sonst wäre wieder alles nass geworden und wir sind froh, endlich alles trocken zu haben. Zudem ist heute Sonntag und wir fahren vorerst die letzte Etappe bis Mannheim.

Wie das in der Pfalz so üblich ist, nimmt das Essen einen großen Stellenwert ein. So ist das Frühstück das Reichhaltigste, was wir auf der ganzen Reise bekommen haben. Viele Sorten Marmelade in großen Gläsern, Nuß-Nugat-Creme, Frühstückseier, frische Brötchen; Worscht un´ Kääs in den unterschiedlichsten Sorten, also alles was das Herz begehrt.

An den Frühstückstisch setzt sich auch noch ein österreichischer Monteur, der aber nicht viel zu sagen hat. Dafür war das Gespräch mit der Dame des Hauses und der Tochter umso netter.

Die Tochter studiert Lehramt und hat auch schon viel von der Welt gesehen. So haben wir sehr schnell, sehr viele interessante Gesprächsthemen.

Wir gehen es heute wieder sehr gemütlich an. Frühstücken sehr ausgiebig und fröhnen der netten Unterhaltung. Doch irgendwann, fast schon 11.00 Uhr, steigen wir auf die Räder und ziehen los.

Die Strecke ist uns weitestgehend schon bekannt, denn ein großer Teil des Weges ist auch der südliche Pfälzer Jakobsweg, den wir bereits von Speyer nach Nancy (F) gelaufen sind.

Die letzten Kilometer fahren wir wieder die Originalroute aus dem Heft. Ein kleiner Teil des Weges ist jedoch wegen Hochwasser nicht befahrbar und so geht ein kleiner Umweg doch über die Dörfer wie zum Beispiel durch Römerberg-Mechtersheim..

Der Johanneshof ist unser letztes Zwischenetappenziel, bevor wir nach Hause kommen. Der Johanneshof ist eine schöne Gartenwirtschaft, in der wir unser vorläufiges Ende des Rheinradweges mit Johannesbeerschorle begießen.

Nächstes Jahr wollen wir unsere Radwanderung zur Mündung des Rheins in die Nordsee bei Rotterdam (NL) fortsetzen und wenn noch genügend Zeit ist, entlang der Küste zu den holländischen Inseln fahren.

Wenn Euch unsere Reiseberichte gefallen haben, so würden wir uns sehr über einen (oder mehrere) Kommentar(e) freuen.

Es wäre auch schön, wenn Ihr an dieser Stelle
https://blog.travelpod.com/travel-blog/r ene_sabine/4/tpod.html auf „Gefällt mir“ klickt, um den Reisebericht auf Eurer Pinnwand zu teilen.

Gerne dürft Ihr auch für die ein oder andere Etappe Sternchen vergeben.

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Etappe 13: Von Rheinmünster nach Neupotz

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Etappe 13: Von Rheinmünster nach Neupotz
Neupotz, Germany

Neupotz, Germany


In der Dämmerung gestern haben die Frösche ein Konzert gegeben und uns in den Schlaf gequackt.
Am Morgen wachen wir zum ersten Mal durch die Hitze im Zelt auf.
Badehose an, raus aus dem Zelt und hinein in den See. Schön erfrischend und belebend wirkt so ein kühles Bad.
Nach der Dusche holen wir beim Camping-Supermarkt ein paar Brötchen mit Belag und einen „Coffee to go“ und setzen uns auf auf eine Bank des Restaurants, welches noch geschlossen hat.
Nach dem Frühstück machen wir uns an unsere unliebsamste Arbeit des Tages: Zeltabbauen und einräumen unserer 7 Sachen.
Alsdann machen wir uns auf die Socken und entscheiden uns, wieder über die Dörfer zu fahren. Söllingen, Hügelsheim, Iffezheim (bekannt durch den Baden-Airport) , Münchfeld-Niederbühl und Rastatt. Dort schauen wir uns die Barockresidenz an, bevor wir uns ein Café suchen.
In der Fußgängerzone werden wir von einem älteren Herrn angesprochen. Unsere auffälligen Gefährte wecken seine Neugier. Er interessiert sich für das was wir tun. Wir erzählen ihm bereitwillig unsere Geschichte. Dann erzählt er über sich und das,was er bisher mit seiner Frau erlebt hat. Mehrmals zu Fuß über die Alpen von Oberstdorf nach Meran. Viele Klettersteige und Bergtouren. Die Südtiroler Berge und Gipfel kennt er wie seine Westentasche. Wir nehmen uns bestimmt 15 Minuten Zeit im Stehen und erzählen einander wo wir schon waren. In einer viertel Stunde erfahren wir sehr viel Interessantes über das Privatleben eines wildfremden Menschen. Im Unterton seiner Erzählungen klingt aber immer ein wenig Wehmut mit.
Dann ein tiefer Seufzer: „Und nun ist alles vorbei!“ Als wir ihn fragen warum alles vorbei ist, antwortet er: „Meine Frau liegt hier in Rastatt im Krankenhaus und die Ärzte sagen, sie wird bald sterben!“.
Tränen kullern aus seinen Augen. Er verabschiedet sich spontan mit einem Schulterklopfen, lässt den Kopf herunterhängen und wischt sich während des Gehens die Tränen hinter seiner Brille weg.
Sabine und ich schauen uns an und sind beide sehr berührt von dieser Begegnung. Aber wir wollen uns nicht auf diese Weise von dem Herrn verabschieden. Wir fahren mit dem Fahrrad ein Stück hinter ihm her, warten einen Augenblick bis er sich wieder gefangen hat und sprechen ihn nochmal an. „Wir würden Sie gerne noch auf eine Tasse Kaffee einladen und noch ein wenig mit Ihnen reden!“ sagen wir. Der ältere Herr freut sich sichtlich über dieses Angebot. Wir fragen ihn, ob er hier ein nettes Café in der Nähe kennt. Gemeinsam gehen wir ein paar Schritte zum nächsten Café, schließen die Räder ab, bestellen einen Cappuccino für ihn, und uns einen Kaffee.
Über eine Stunde sitzen wir dann noch zusammen. Die Themen gehen uns dabei nicht aus. Panta rhei. Alles fließt. Es tut ihm sichtlich gut, dass er mal jemanden zum Sprechen hat. Wir erfahren, dass er 80 Jahre alt wird und seine Frau bereits 85 ist.
In deutlich positiverer Atmosphäre verabschieden wir uns nochmal. Der Herr geht wieder ins Krankenhaus, seine Frau besuchen und wir setzen unseren Weg entlang des Rheins weiter fort.
Wir fahren wieder durch die Dörfer um etwas mehr Abwechslung zu haben. In Steinmauern passiert dann, was nicht passieren sollte.
Das Hinterrad springt heraus, weil ich an der Kreuzung im Stehen das Lenkrad zu stark einschlage. Ein kleiner Traktor hält an der Kreuzung. Der Fahrer fragt mich, ob er mir helfen könne. Ich frage ihn, ob er eine Zange dabei hat, damit ich meine selbstgedrehte Achse wieder festziehen kann. Er hat keine Zange dabei, bietet mir aber an, meinen Hänger mit zu sich nach Hause zu transportieren. Gesagt, getan. Wir befestigen den Einrad-Anhänger auf dem Rasenmäheraufsatz des Traktors (Video) und ich fahre ihm mit dem Rad hinterher. Zu Hause angekommen, ziehe ich die Achse wieder richtig fest an und montiere den Anhänger. Die freundlichen Helfer sind selbst oft Radtouristen und würden sich, wenn sie mal Hilfe bräuchten, auch darüber freuen.
In Au am Rhein genehmigen wir uns im Eiscafé Müller eine kleines Eis.
Im Hafen von Karlsruhe müssen die Räder mit schwerem Gepäck über zwei steile Treppen des Hafensperrtors hinaufgeschoben werden. Auf der anderen Seite geht es genauso steil wieder hinunter. Auf der Rheinbrücke in Karlsruhe wechseln wir auf die linksrheinische Seite. In Wörth begleitet uns noch ein Rheinradfahrer ein paar Kilometer um das neu erbaute Mercedes Benz Werk zu umfahren.
Es kommt heftiger Gegenwind auf und es ist inzwischen schon nach 19.00 Uhr. In Leimersheim haben wir keine Lust mehr dem starken Wind entgegenzusetzen und wollen sofort übernachten, aber es gibt keine Zimmer. Im Gasthaus Adler klingeln wir, nach einer Weile kommt aus dem Hinterhaus eine Frau mit Kittelschürze und einer Perücke, die scheinbar falsch herum auf dem Kopf sitzt. „Isch heb kee Zimmer mee froi, wegen dem Feschdl!“. Eine andere Übernachtungsmöglichkeit ist eine Pension, die auf dem Rheindamm alle 500 Meter mit Werbeplakaten für sich wirbt. Drei verschiedene Rufnummern stehen darauf; überall ein Freizeichen, kein Anrufbeantworter und keiner nimmt ab.
Wir fragen Leute auf der Straße, die uns in den Nachbarort namens Neupotz schicken. Bevor wir dorthin fahren, essen wir beim Italiener „Da Angelo“ noch etwas. In Neupotz finden wir dann die Pension Trapp und bekommen ein gemütliches Zimmer unter dem Dach.
Kurz nach Eintre
ffen in der Pension fängt es heftig an zu regnen.

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Etappe 12: Von Rheinhausen nach Rheinmünster

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Etappe 12: Von Rheinhausen nach Rheinmünster
Rheinmuenster, Germany

Rheinmuenster, Germany


Die Nacht in einem normalen Bett zu verbringen und wo man unendlich viel Platz für sein Hab und Gut hat, ist ungewöhnlich. In den letzten 14 Tagen war alles in unmittelbarer Nähe und in Griffweite. Man hat eine gewisse Ordnung auf engstem Raum. In unserem Zimmer sieht es binnen Minuten aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen. Alle Sachen waren überall im Zimmer verstreut. Die nächste Nacht werden wir wieder zelten. Mit dem Überschuss an Raum kommen wir nicht mehr klar 🙂
Trotzdem, die Nacht war herrlich und bequem. Eine Dusche und ein WC um die Ecke. Man weiß erst was für ein Luxus das ist, wenn man einmal darauf verzichtet.
Die Unterkunft mit dem vielversprechenden Namen „zur offenen Tür“ ist einmalig. Dieses Credo wird im Hause gelebt. Die Gastgeberin versprüht ansteckende Lebensfreude und ist sehr darum bemüht, dass es ihren Gästen gut geht. Das Ambiente im Zimmer und im Frühstücksraum ist modern. Sollte mal jemand eine gute und schöne Unterkunft in unmittelbarer Nähe zum Europapark Rust suchen, so kann man diese Adresse nur empfehlen.
Schweren Herzens trennen wir uns vom Gästehaus und trappen wieder los. Zuerst wieder an den Rhein. Aber wegen Hochwasser ist der Radweg am Rhein entlang gesperrt. Also nehmen wir eine Alternativroute durch die Dörfer und übers Land. Nachdem wir sehen wie schön abwechslungsreich die Route durch die Dörfer ist, beschließen wir weiter so zu fahren und wandeln den Rheinradweg etwas nach unserem Geschmack ab.
Unser Rheinradweg geht so. Rheinhausen, Rust, Kappel, Wittenweiler, Nonnenweiler, Meißenheim, Ichenheim, Altenheim, Marlen, Kehl.
Im Kehl sitzen wir in einem Café am Marktplatz und merken, dass wir bald unser Ziel erreicht haben. Maximal zwei Tage noch, dann sind wir in Mannheim. Eigentlich könnte man es auch in einem Tag fahren, aber wir verteilen es lieber auf zwei Tage.
Dann geht es weiter durch Honau, Diersheim, Rheinbischhofsheim, Freistett, Rheinau und Scherzheim, wo wir einkehren und zu Abend essen. Bis zum Freizeitpark in der Nähe von Rheinmünster sind es dann nur noch ca. 10 km.
Unser Platz auf dem Camping ist direkt am See. Wir bauen schnell das Zelt auf und nehmen in der Dämmerung noch ein erfrischendes Bad im See. Herrlich erfrischend nach über 90 km radfahren in der Sonne.
Den Abend beschließen wir mit einem Eisbecher mit frischen Erdbeeren.

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Etappe 11: Von Bamlach nach Rheinhausen

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Etappe 11: Von Bamlach nach Rheinhausen
Rheinhausen, Germany

Rheinhausen, Germany


Oh Wunder, wir werden durch die Sonne geweckt. Hurra! Zuerst packen wir unsere Sachen im Zelt zusammen. Die Plane und das Außenzelt werfen wir über einen Busch. Das Innenzelt hängen wir an einen Baum, damit alles mal richtig durchtrocknen kann, während wir im Bistro frühstücken. Danach packen wir alles wieder auf unsere Räder und fahren den Berg hinunter an den Rhein.
Anfangs ist der Radweg immer noch schwer zu fahren, aber je wärmer es wird, umso härter wird die Sand/Schotterpiste und desto leichter rollen die Räder. Die Streckenführung des Rheinradweges ist fast ausnahmslos auf dem Damm entlang. Beinahe schnurstracks gerade und nahezu immer parallel am Rhein entlang. 95 Prozent des Weges Schotter. Mal fahren wir durch Waldstücke, mal sind es offene Strecken auf dem Damm. Sehr monoton im positiven Sinne, denn es gibt unterwegs nichts anzusehen oder zu fotografieren, da es fast immer gleich aussieht. Also fahren wir sehr gleichmäßig einen 20 km/h Schnitt und sind nach etwas über zwei Stunden Fahrzeit schon 45 km weitergekommen. In Breisach legen wir dann eine vorgezogene Kaffeepause ein. Die Weiterfahrt nach Rheinhausen ist fast genauso wie die erste Hälfte der Strecke. Also volle Fahrt voraus und lange und gleichmäßig kurbeln.
Unterbrochen wird die gleichmäßige Fahrt durch eine Schrecksekunde. Sabine fährt ca. 100 Meter vor mir und ich kann von Weitem beobachten, wie sie einen Haken schlägt und plötzlich auf dem Boden liegt. Ich düse zu ihr und das rechte Knie ist aufgeschürft und blutet. Mit der Wasserflasche habe ich erst mal den groben Schutz entfernt.
Ich krame schnell das Erste Hilfe Set aus der Satteltasche, um mit einer Kompresse und Beta-Isadona die Wunde zu desinfizieren. Die rechte Handinnenfläche ist auch etwas angeschwollen. Eine Kühlung der Hand im kalten Rheinwasser lindert die Schmerzen.
Nachdem sich der erste kleine Schock gesetzt hat, frage ich Sabine was passiert ist. Sie wollte einer Schlange ausweichen, die den Radweg überquert hat. Durch das Ausweichmanöver und dem starken Bremsen auf Schotter ist das Resultat: Sturz und Verletzung!

Merke: Auf Schotter entweder bremsen ODER ausweichen. Niemals beides gleichzeitig, zumindest nicht beherzt.

Sabine ist aber hart im Nehmen und steigt kurze Zeit später wieder auf den Bock und fährt weiter. Im Nachhinein ärgert sie sich darüber, dass sie die Schlange nicht einfach mit den Reifen in der Mitte zerteilt hat. Sie mag eh keine Schlangen. 😉

Rheinhausen liegt kurz vor Rust und es gibt keine Campingplätze in der Nähe. Wir nehmen ausnahmsweise ein Zimmer im Gästehaus ‚zur offenen Tür‘. Sehr schönes Zimmer mit eigener Dusche 🙂

Im Restaurant Hechinger, nehmen wir zwei Gockel zu uns. Chili-Gockel und Curry-Gockel. Der Wirt hat sich auf die Zubereitung von Gummiadlern in verschiedenen Geschmacksrichtungen spezialisiert. Das kann er und das ist wirklich gut.

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Etappe 10: Von Möhlin nach Bamlach

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Etappe 10: Von Möhlin nach Bamlach
Bamlach, Germany

Bamlach, Germany


Wir schlafen sehr gut in unserem „Wasserbett“. Innen ist es trocken, außen eine große Pfütze. Unser Vorhaben um 7.00 Uhr aufzustehen halten wir nicht ganz ein. Es wird eine halbe Stunde später. Unser Zelt trocknen wir nur notdürftig und packen alles schnell ein, weil die nächsten schwarzen Wolken schon im Anmarsch sind. Rechtzeitig ist alles in Säcken und Tüten. Zunächst fahren wir nach Rheinfelden in eine Bäckerei mit Bistro zum Frühstücken. Es gibt ein englisches Frühstück mit Rührei und Milchkaffee. Wir sitzen auf, fahren ein paar hundert Meter, aber das Schleifen meiner Scheibenbremsen beunruhigt mich. Da der Regen einsetzt und wir gerade unter große Weiden hindurch fahren, ist das eine gute Gelegenheit, die Regenkleider anzuziehen und nach den Bremsen zu sehen. Kein Wunder, dass es schleift, denn die Feder, die die Bremsbacken auseinander hält, hat sich aus dem Bremssattel herausgerückt und ist völlig verbogen. Außerdem sind die Bremsbeläge bis auf´s Blech abgenutzt. Ich baue neue Bremsbeläge ein, richte die Feder und die Fahrt kann weitergehen. Das Schleifgeräusch ist passé und die Bremsleistung wieder voll da. Überraschend, dass der Radweg nach Basel hinein so schön ist. Wir hatten uns darauf eingestellt, an unschöner Industrie, großen Tanks, vielen hässlichen Betonbrücken vorbeizufahren, aber das Gegenteil ist der Fall. Der Weg geht immerzu am Rhein entlang, bis man auf der gegenüberliegenden Seite das Münster und die Altstadt von Basel, mit seinen schönen Fassaden sieht. Wir besichtigen noch die Altstadt und das Münster. Sehr lohnenswert. Durch den vielen Regen ist der Ölverbrauch auf der Kette relativ groß. Unser Öl ist aufgebraucht und die Kette quietscht. Gegenüber vom Dom ein Betonmischer, dessen Fahrer in der Sonne steht und auf irgendwas zu warten scheint. Normalerweise haben diese Männer immer eine Fettspritze dabei um diverse Gelenke an ihrem Fahrzeug einzufetten. Ich spreche den Mann an und er holt seine große Spritze raus 🙂 … und fettet unsere Ketten mit giftgrünem Fett. Es geht weiter am Rhein entlang. In Basel macht der Rhein die Biegung in Richtung Norden. Stadtauswärts ist es dann nicht mehr ganz so schön, aber immer noch viel besser, als wir es uns vorgestellt haben. Bei ATU machen wir kurz Rast um Öl für die Kette zu kaufen und nach Sabine’s Rad zu sehen. Der Tachogeber, der auch benutzt wird um die Unterstützung zu errechnen, setzt hin und wieder aus. In diesem Fall kann man 7 Halbumdrehungen mit Unterstützung fahren und auf der Anzeige steht Error 102. Einen Tag zuvor war das auch schon so, ging aber von alleine wieder weg. Ich baue ein paar Unterlegscheiben zwischen Sensor und Rahmen, damit der Magnet näher an den Sensor kommt, denn mir erscheint der Abstand etwas groß und grenzwertig. Aber dieser Versuch schlägt leider fehl. Jetzt kommen verschiedene Ursachen in Betracht. Feuchtigkeit, Sensor defekt, Wackelkontakt. Aber was es auch ist, das geht mit normalen Bordwerkzeug nicht. In diesem Fall müsste Sabine so weiterfahren. Den Weg aus Basel fahren wir auf der deutschen Rheinseite. Er führt direkt am Rhein entlang und der Radweg//b ist eine Mischung aus nassem Sand und feinem Schotter bei starkem Gegenwind. Regen und Sonne im ständigen Wechsel. Man kann die Regensachen nicht ausziehen und schwitzt wie verrückt, wenn dann die Sonne auf die nassen Kleider scheint. Sehr sehr kräftezehrend mit 3 Rädern, wovon sich das kleine Rad vom Anhänger sich am meisten in den Boden gräbt. Ansonsten lässt es sich mit dem Einrad-Anhänger aber sehr gut fahren. Wir fahren durch bis Bad Bellingen, wo wir im Kurhaus wieder den obligatorischen Kaffee mit Kuchen genießen. Wir beratschlagen, welchen Camping wir ansteuern und entscheiden uns auf Empfehlung der Kellnerin, die alle Campings der Umgebung gut kennt, wieder ein Stück zurück nach Bamlach zurückzufahren. Ein Campingplatz mit vielen Auszeichnungen. Fast schon wie ein Hotel. Um nach Bamlach zu kommen, entscheiden wir uns den Weg über die WeinBERGE zu nehmen. Das Großgeschriebene ist dabei wörtlich zu nehmen. Wir mobilisieren die letzten Körner in uns. Unsere Fahrräder sind voller Sand und Dreck. Die Satteltaschen ebenfalls. Während Sabine sich am Campingplatz anmeldet, spritze ich unsere Fahrräder und Packtaschen im ‚Hundbad‘ mit einem Wasserschlauch ab. Ja, so was gibt es hier auch. So kann man sich auf diesem Nobelcamping wenigstens sehen lassen. Das Zelt steht im Nu. Anschließend gehen wir im Bistro etwas essen und schauen dabei das Fußballspiel an. Glückwunsch an die deutsche Mannschaft und gute Reise für die Holländer!

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Ruhetag in Möhlin (CH)

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Ruhetag in Möhlin (CH)
Möhlin, Switzerland

Möhlin, Switzerland


Am frühen Morgen regnet es wie Bindfäden. Schön gleichmäßig und unaufhaltsam. Ein Blick auf wetteronline.de verspricht für heute Dauerregen. Bislang hatten wie nur schauerartige Regenfälle. Dauerregen ist schlecht, sehr schlecht. Wir beraten den heutigen Tag und beschließen erst mal, alle Kleider zu waschen. Es gibt hier auf dem Camping eine Waschmaschine und einen Trockner deren Benutzung zusammen für 2.20 SFR kosten. Ein Spottpreis und endlich mal wieder gut riechen. Sabine verbringt die Wartezeit mit einem gruseligen Thriller namens ‚Tiere‘ während ich den Blog schreibe. Danach fahren wir mit den Rädern nach Rheinfelden und verbringen viel Zeit im Palmencafé und frühstücken ausgiebig. In der Stadtbibliothek verbringen wir auch ein wenig Zeit, denn Sabine hat ihren Schmöker schon durchgelesen und benötigt Nachschub. Anschließend besichtigen wir die Altstadt von Rheinfelden auf der Schweizer Seite.Zurück ins Café für Kaffee und Kuchen wo noch unsere Fahrräder geparkt sind. Plötzlich ziehen tiefschwarze Wolken über die Stadt herein und entleeren sich, als ob irgendwo eine Klappe aufgeht. Dazu ein heftiger Sturm. Unweigerlich müssen wir an unser Zelt denken. In meinen Gedanken sehe ich das Zelt zerfetzt auf der anderen Seite des Campingplatzes am Zaun hängen. An den Inhalt gar nicht zu denken.

Wir warten das Unwetter ab und fahren hastig zurück zum Zeltplatz.
Aber das Zelt steht da wie eine Eins. Alle Heringe stecken noch im Boden. Alle Schnüre sind noch am Zelt, nichts ist abgerissen. Der einzige Wermutstropfen ist, dass das Zelt jetzt ungefähr 3 cm im Wasser steht. Da es aber innen trocken ist, ändern wir nix, denn auf dem ganzen Platz sind Wasserlaachen.

Wir beschließen nach diesem langweiligen Tag keinen Ruhetag mehr einzulegen, denn es bringt uns völlig aus dem Tritt. Es ist öde und langweilig. Auch wenn es wie aus Eimern schüttet, wir fahren! Sabine droht mir an, dass sie schon um 7 Uhr aufstehen will um schnell weg zu kommen von hier. Normalerweise ist sie immer diejenige die ausschlafen will. Wir sind zu Nomaden geworden und lieben dieses Trapperleben immer mehr. Ob zu Fuß oder per Fahrrad.

Das Unterwegs sein, und immer neue Bilder vor Augen zu haben, das ist es was uns gefällt. Das ist spannend.

Gute Nacht, Freunde. Bis morgen!

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Etappe 9: Von Waldshut nach Möhlin

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Etappe 9: Von Waldshut nach Möhlin
Möhlin, Switzerland

Möhlin, Switzerland


In der Nacht regnet es immer wieder mit Unterbrechungen. Heute stehe ich ausnahmsweise um 7.00 Uhr auf, denn ich muss eine Lösung finden um die abgebrochene Spezialachse zu reparieren. Vor dem Schlafengehen habe ich mir verschiedene Lösungsmöglichkeiten überlegt.

Lösung 1: Siehe Kommentar von Stefan vom Vortag. Mangels Pökelsalz fällt diese Lösung leider aus. Auch sind weit und breit keine Backsteine auffindbar. Ich müsste dafür ein Haus zerlegen.

Lösung 2: Ich finde eine Schlosserei, die weichlöten kann, um die Gewindestange wieder an der Messinghülse zu schweißen.

Lösung 3: Ich suche einen Radladen, der eine solche Spezialachse hat. Die Wahrscheinlichkeit auf Erfolg ist aber eher gering, denn die Achse ist Bestandteil meines Anhängers.

Lösung 4: Ich verzichte auf den Schnellspanner und suche jemanden, der mir das Gegenstück aus Vollmaterial dreht.

Ohne Schnellspanner am Hinterrad zu fahren ist ein mulmiges Gefühl, deshalb fahre ich langsam. An der Rezeption des Campings erfahre ich, dass es zwei Schlossereien in unmittelbarer Nähe gibt. Bingo, denke ich. Dann ist das Thema ja gleich abgehakt. Pfeifedeckele. Der erste Schlosser kann nicht löten und verweist mich auf den zweiten Schlosser. Der zweite Schlosser kann auch nicht löten, er schickt mich nach Waldshut zu einem Sanitärhandel. Dieser könne zwar löten, habe aber die Gasflaschen auf einer Baustelle 30 km weiter. Der nächste Sanitär, der gerade in einem Wohnhaus arbeitet, gibt mir zu verstehen, dass Löten out sei, heute werde alles gepresst. Er empfiehlt mir einen Radladen nochmal 4 km weiter. Also hinfahren. Dieser hat Montag morgens bis 14.00 Uhr geschlossen. Ich stelle auch fest, dass ich nur noch 10 Euro im Geldbeutel habe, also Bank. Bank 1 spuckt kein Geld aus. Bank 2 auch nicht. Also zurück nach Waldshut. In Waldshut hat erst der vierte Automat Geld für mich, ohne dass ich 5% Gebühren zahlen muss. Bisher war das mit meiner Visa nie ein Problem. Inzwischen ist es 10 Uhr. Seit 3 h unterwegs und noch nicht gefrühstückt. Also Bäckerei ansteuern und erst mal Kaffee und eine Brezel, um den Magen zu etwas zu beruhigen.
Lösung 1 bis 3 funktionieren nicht. Ich fahre die ganzen 8 km wieder zurück zum 2. Schosser um Lösung 4 anzuvisieren. Der liegt auf dem Weg zum Campingplatz. Hoffentlich hat er eine Drehbank, denke ich und drücke mir unterwegs bildlich die Daumen. Ja, er hat eine Drehbank aber absolut keine Zeit, weil er einen Terminauftrag hat. Als ich ihm sage, dass ich das vor 34 Jahren schon mal gelernt habe und damit sicherlich selbst zurecht käme, zeigt er mir kurz wo die Drehbank steht, gibt mir noch eine Stange Rundstahl in die Hand und wünscht mir viel Erfolg.
Nach ca. 90 Minuten habe ich meinen selbstgedrehten Aufnehmer fertig. Ein wenig stolz war ich dann schon, dass ich es nicht ganz verlernt habe.
Als ich auf den Campingplatz zurückkomme, ist es bereits 12.00 Uhr. Sabine hat sich schon Sorgen gemacht und meine neue Handynummer nicht in ihr Telefon gespeichert. Sie ist sichtlich erleichtert, dass mir nichts passiert ist.
Wir packen alles ein, aber unsere Arbeit wird durch einen Schauer unterbrochen. Mit dem Regenschirm bewaffnet, holen wir unsere Sachen aus dem Zelt in einen Waschraum und packen dort alles ein. Die Fahrräder stehen unter dem Vordach im Trockenen. Das Zelt holen wir zum Schluss unter das Vordach und bauen es dort ab und verstauen es wieder.
Der Regen hört kurz auf. Wir schwingen uns auf die Räder und fahren nach Waldshut. Unterwegs ein Wolkenbruch mit Gewitter. Das erste Haus auf der linken Seite ist ein Café. Super. Fahrräder abstellen und hinein. Erstmal was frühstücken. Aber Frühstück gibt es in diesem Café nicht. Dann eben Kaffee mit Chili-Spaghetti. Es ist ja auch schon 13.30 Uhr.
Nach dem ungewöhnlichen Frühstück fahren wir gegen 15.00 weiter. Der Radweg geht großteils direkt am Rheinufer entlang. Wir fahren eine Weile im Trockenen. Sogar die Sonne lässt sich blicken. Aber die nächsten bösen Wolken sind schon am Horizont sichtbar und ziehen unaufhörlich in unsere Richtung. Es kommt, wie es kommen muss. Ein Platzregen strömt über uns hernieder. Aber nur 15 Minuten, dann scheint wieder die Sonne. In Laufenburg machen wir auf der schönen Brücke zur Schweiz kurz Rast in der Sonne und stellen uns bei der nächsten Gewitterwolke auf der Schweizer Seite unter. 10 Minuten später ist der Spuk vorbei und wir können weiterfahren.
Wie so oft, direkt am bewaldeten Rhein entlang. Wirklich schön.

Bedingt durch den verlorenen halben Tag beschließen wir, schon in Bad Säckingen aufzuhören und mal ein schönes Zimmer zu nehmen. Aber nach dem 5. Anruf geben wir auf, weil alles belegt ist und planen kurzfristig um. Also doch wieder Camping. Der Nächste auf unserer Karte ist ca. 5 km entfernt auf der Schweizer Seite. Dort angekommen erfahren wir, dass dies ein privater Campingplatz ist. Warum zeichnen diese Hornochsen diesen Camping überhaupt in die Karte ein?
Man sagt uns, der nächste Camping sei ca. 10 km entfernt. Also satteln wir nochmal auf, beißen die Zähne knirschend zusammen und fahren weiter.
Schlussendlich landen wir in Möhlin auf einem netten, kleinen Campingplatz in der Schweiz. Wir zünden unseren Flammenwerfer an und bereiten unser Abendessen zu. Spaghetti à la René. Die letzten Sonnenstrahlen verwenden wir, um unsere Sachen zu trocknen, was auch halbwegs gelingt.
Müde und dennoch überaus glücklich beenden wir den Tag und schlüpfen wieder in unsere mollig warmen und neuen Schlafsäcke über die wir uns immer noch freuen.

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